5 Wege, Kraft in die alte Balkonkastenerde zu bekommen, ohne jährlich neue Erde zu kaufen

Im Frühjahr sollte man seinen Pflanzen eine Auffrischung der Balkonkastenerde gönnen. Muss ich jedes Jahr neue Erde kaufen oder anmischen? Nein. Es gibt verschiedene nachhaltige Varianten, die Erde aufzupeppen.

Im Frühjahr sollte man seinen Pflanzen auf jeden Fall eine Auffrischung der Erde gönnen. Muss ich jedes Jahr neue Balkonkastenerde kaufen oder anmischen? Nein. Es gibt verschiedene Varianten, die Erde aufzupeppen und so nachhaltig zu gärtnern.

Es gibt das Argument, wer die Balkonkastenerde vom vergangenen Jahr weiterverwendet, der riskiert, dass sich Krankheiten oder Schädlinge auf die neuen Pflanzen übertragen, die sich in der Vorsaison in der Erde eingenistet haben. Die andere Ansicht ist, dass das gekaufte Substrat „verbraucht“ ist, dass keine Nährstoffe mehr enthalten sind, maximal noch für Salat, und dass aus diesem Grund die Erde komplett ausgetauscht werden muss.

Ich bin nicht der Meinung, dass in jedem Frühjahr neue Erde für sämtliche Pflanzgefäße gekauft werden muss. Wir müssen aber auf jeden Fall die Erde mit Nährstoffen anreichern und etwas lockern. Gute Erde hat einen möglichst hohen Humusgehalt, damit die Nährstoffe gespeichert werden und die Erde gut belüftet ist. Wie viel Arbeit man sich durch das Aufpeppen der Balkonkastenerde spart – es braucht nicht neue Erde gekauft, angefahren, alte Erde heruntergetragen zu werden. Wie viel Torf dadurch womöglich gespart wird. Leider ist in vielen Erden, auch in Bio-Erden, immer noch Torf enthalten.

Lasse Dich nicht irritieren durch die Vielzahl an verschiedenen Erden im Baumarkt/Gartencenter. Es reichen 2 Varianten: Aussaat-/Kräutererde und
TORFFREIE Bio-Gemüseerde.

Wurmhumus

Eine Auffrischung der Erde gelingt uns z.B. durch Anreicherung mit 10 % Wurmhumus aus der Wurmkiste. Für Starkzehrer wie Tomaten, Zucchini, Paprika kann auch gern 15 % Wurmhumus untergemischt oder auf die Pflanzgefäße obendrauf gestreut werden – aber bei nassem Wetter ohne Sonne, damit die feinen Mikroorganismen überleben. In meinem Bioladen gibt es sogar Wurmhumus in verschiedenen Packungsgrößen zu kaufen. Über das Internet kann Wurmhumus bezogen werden. Informationen zur Wurmkiste findet Ihr hier: Bester Dünger für den Balkon – Wurmhumus aus der Wurmkiste und Unsere Wurmkiste ist ein Komposthaufen für die Wohnung oder Balkon. Ich bin großer Fan der Wurmkiste, die ich seit 2015 habe. Dank des selbst produzierten Wurmhumus fahre ich beste Ernten ein. Nicht nur der Wurmhumus, sondern auch die Sickerflüssigkeit, was als Flüssigkeit rausläuft, kann als Dünger verwendet werden.

Kompost

Unter die alte Erde aus dem Balkonkasten kann auch 1/3 Kompost gemischt werden. Diesen Kompost besorgt man sich aus der Nachbarschaft, Bekanntschaft oder von einem Kompostierbetrieb. Vielleicht könnt Ihr Kontakt aufbauen zu einem vertrauenswürdigen Gärtner aus einer Kleingartenanlage oder Nachbarschaft, eventuell über eine Gartenarbeitsschule.

Kompost kann man vom Kompostierbetrieb holen – die Qualität variiert natürlich zwischen den Betrieben. Die Komposte sollten für den Biolandbau zugelassen sein. In Österreich nennt sich diese Qualität A+. Hochwertige Komposte sollten es aber immer sein – mit Zulassung für den Biolandbau. Die Temperatur in der Rotte sollte max. 60-65 Grad sein, sonst werden die wertvollen Mikroorganismen zerstört, in großen Anlagen wird die Temperatur oft zu heiß. Ein anderes Problem kann die Belastung mit Schadstoffen sein, weil oft viel Grün drin ist, was nah an der Strasse stand und deshalb mit Schadstoffen belastet ist und somit dann im fertigen Kompost enthalten ist. Ein weiteres Problem ist die Vermischung mit Plastikmüll, da die Mülltrennung für den Bio-Abfall nicht so klappt. Das Problem Plastik und Schwermetalle im Biomüll sind ein Spiegel der Gesellschaft – sie sind inzwischen überall! Nur diese Güteklasse A+ bzw. Zulassung für den Bio-Landbau kann ich empfehlen, dafür seid Ihr jetzt sensibilisiert. Als Nachweis gilt eine Kompostanalyse. Für Deutschland gibt es eine gute Webseite: www.kompost.de. Dort findet Ihr auch eine Suchmaschine, wo Ihr Komposte für den Biolandbau raussuchen könnt. In Österreich findet man viele Kompostierbetriebe, weil die offene Kompostierung von Bioabfall gängige Praxis ist, es existiert leider keine Auflistung.

Eine Variante, Kraft in die alte Balkonkastenerde zu bekommen, ohne jährlich neue Erde zu kaufen, ist die Verwendung von Kompost. Vielleicht kann Verwandtschaft, Kollegen oder Freunde aushelfen.

Bokashi

Viele Gärtner arbeiten mit Bokashi. Mit Bokashi bezeichnet man die Fermentierung von Küchenabfällen mittels Effektiven Mikroorganismen (EM). Ich dachte bisher immer, dass Balkongärtner nicht viel mit Bokashi arbeiten, wurde aber eines Besseren belehrt. Beim Bokashi verringert sich während des Fermentationsprozesses nicht das Volumen, während in der Wurmkiste das Volumen des Bio-Mülls stark abnimmt auf circa 20 Prozent. Das ist in kleinen Wohnungen mit kleinen Balkons ein wichtiger Faktor. Beide Varianten – Bokashi und Wurmhumus – kann jeder ganz leicht auf dem Balkon, in Küche, Flur oder Keller selbst ansetzen. Man entlastet den Müll enorm, indem man seinen eigenen Bio-Abfall zu hochwertigem Dünger verarbeitet. Auch die Sickerflüssigkeit, was jeweils als Flüssigkeit rausläuft, kann als Dünger verwendet werden. Dieses Wandeln der Bio-Abfälle in Dünger und daraus neue Nahrungsmittel ziehen, das ist nachhaltiges Gärtnern, das brauchen wir. Ein großer Vorteil von Bokashi und Wurmhumus ist, dass beides voller Mikroorganismen ist. Diese Mikroorganismen machen unsere Erde lebendig.

Wer Bokashi ansetzt, sollte darauf achten, die Küchenabfälle klein zu schneiden. Eine kleine Lage Bokashi passt jedenfalls in jeden Balkonkasten oder anderen Pflanzbehälter. Besonders empfehlenswert für Starkzehrer wie Tomaten, Zucchini und Paprika. Bei Neupflanzungen bearbeitet man den Boden sorgfältig und nimmt in die unterste Schicht Bokashi, der zwei Wochen abgelagert ist. Frischer Bokashi verbrennt die Wurzeln, er muß ablagern. Deshalb befüllt man im Regelfall zwei Bokashi-Eimer im Wechsel. Die Pflanzenwurzeln können sich dann bei Bedarf ausstrecken und die Nährstoffe nehmen. Damit können gerade bei Starkzehrern grosse Erfolge erzielt werden. Eine Balkongärtnerin berichtete von ihrer Kapuzinerkresse, die wie wild wucherte und fast handtellergrosse Blätter hatte. Das wünschen wir uns doch alle.

Hornspäne, Horngriess oder Hornmehl, vegane Brennesselblätter

Beim Ansetzen der Pflanzgefäße für die neue Saison können gut Hornspäne, Horngriess oder Hornmehl in die Balkonkastenerde eingearbeitet werden, das sind zerkleinerte Kuhhörner und -klauen. Diese sind sehr stickstoffhaltig. Das feine Hornmehl gibt die Nährstoffe am schnellsten ab, bei Horngriess und vor allem den Hornspänen dauert es länger, bis sie sich zersetzen und somit den Stickstoff abgeben. Wer keine tierischen Produkte verwenden möchte, kann in die Erde vor der Bepflanzung zerkleinerte Brennesselblätter hineingeben, das düngt ebenfalls.

Bei Biogärtnern bewährt hat sich die Verwendung von Hornspänen und Hornmehl, um wieder Kraft in die verbrauchte Blumenkastenerde zu bekommen.

Bodenaktivatoren

Die Pflanzenexpertin Heike Boomgarden, die Ihr vom Online Bio-Balkon Kongress 2019 kennt, hat mit ihren langen Erfahrungen Bodenaktivatoren mit dem schönen Namen Hortulust entwickelt. Diese kommen in wunderschönen Keramikbehältern. Der Bodenaktivator für Balkonkästen lässt einen jährlichen Austausch der Balkonkastenerde entfallen. Hauptbestandteil ist Lava-Urgesteinsmehl aus der Eifel, Meeresalgen und die wertvollen Mikroorganismen, von denen wir in unseren Pflanzgefässen viele haben sollten. Im Frühjahr und Sommer ist dieser Bodenaktivator in die Erde einzuarbeiten. Er entfaltet seine Wirkung, sobald die Erde befeuchtet wird. An der großen inneren Oberfläche vom Urgesteinsmehl können sich die Mikroorganismen ansiedeln und Nährstoffe anlagern. Die Kombination mit Meeresalgen und Sporen der wertvollen Mikroorganismen aktiviert das Bodenleben und verbessert die Fruchtbarkeit des Bodens.

Eine neue Variante, Kraft in die alte Balkonkastenerde zu bekommen, ohne jährlich neue Erde zu kaufen, ist die neue Produktreihe Hortulust.

Viele Balkonbesitzer kaufen noch jährlich neue Balkonkastenerde. Viele Gärtner machen es nicht und haben ein Spezialrezept. Auch hier gilt probieren.

Wie sind Eure Erfahrungen? Was ist Euer Rezept?

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22 Antworten

  1. Vielen Dank für diese Ideen!

    Gaaanz wichtig finde ich die Weiterverwendung alter Blumenerde zur Vermeidung des Abbaus von Torf und zur Vermeidung von Plastikabfall.

    Ich habe noch Bokashi und wusste nicht, wie ich es genau verwenden kann. Im Garten würde es noch in der ersten Nacht von Tieren ausgebuddelt.
    Hornspäne und Kompost verwende ich auch. Außerdem setze ich möglichst in jeden Pflanztopf einen Regenwurm.

    Hart gewordene Erde vermenge mit Kompost, Sand und Kies oder Blähton als neue.

    Und ich versuche jetzt gerade auch das Mulchen – mit den Resten aus Teebeuteln und -sieben, drinnen und auf dem Balkon – mal sehen…

  2. Ich habe eine wurmkiste. Über Winter habe ich die Erde der Kästen in einen grossen gartensack getan und den fertigen Kompost immer wieder unter gemischt. Es wurde optisch wieder wunderschöne Erde daraus. Und inhaltlich ist die Erde wohl auch gut, denn die Stiefmütterchen, die ich als erstes eingesetzt habe, sind sofort gewachsen. Inzwischen ist es soviel Erde, dass ich sie auch verschenken kann.

  3. Hallo,
    Welche Erfahrungen habt ihr tatsächlich mit bokashi?
    Ist der nicht viel zu sauer, um ihn in bzw auf die Erde zu bringen. Wird der pH-Wert derErde dann nicht viel zu sauer im Laufe der Zeit?
    Bzgl Wurmkiste: erfrieren die Würmer nicht im Winter, wenn sie sich nicht in den Boden zurück ziehen können?
    Danke für eure Antwort u den tollen Artikel, Gruß Tina

    1. Liebe Betty, ich persönlich arbeite (bisher) nicht mit Bokashi. Ich dachte immer, das funktioniert nicht auf dem Bokashi. Einige Balkongärtner haben mich belehrt und weisen beste Erfahrungen auf. Bokashi darf nicht in frischem Zustand in oder auf die Pflanzgefässe, sondern muß immer erst noch ablagern. Dafür braucht man halt Platz (und Zeit zum Ablagern). Manche Balkongärtner können sich diesen Platz zum Ablagern schaffen und bringen ihn dann erst später ein in die Pflanzgefässe. Sie sprechen von besten Erfolgen. Ich liebe meine Wurmkiste und den Wurmhumus. Ich habe im März schon erleben können, daß eine Amsel sich nach einem kleinen Regen drei Regenwürmer hintereinander aus einem Balkonkasten zog. Über diese Beobachtung war ich sehr froh, denn ich habe auch die Befürchtung, daß die Regenwürmer selber nicht überleben, sondern nur die Eier bzw. Kokons, die aber gesichert. Es kann förderlich für das Überleben der Regenwürmer sein, daß es halt in den Städten wärmer ist als im Umland, die Winter sind sowieso meist nicht mehr so hart und lang anhaltend frostig und halt auch immer wieder die Größe der Pflanzgefässe. Grössere Gefässe brauchen länger, bis sie vollkommen durchfrieren. Die Regenwürmer krabbeln auch im Winter dorthin, wo der Frost noch nicht ist. David Witzeneder von Wurmkiste.at berichtete mir dieses mal als Erfahrung mit einer Riesen-Wurmkiste. Ich war jedenfalls wirklich froh, als ich im letzten Jahr im März auf dem Balkon sitzend, dieses Erlebnis mit der Amsel hatte, die Würmer fand, die also überlebt haben.

  4. Hallo, 🙂 Ich habe jahrelang meine alten Geranien in der selben Erde gehabt bis ich dann den Dickmalrüssler drin hatte…. irgendwann nach vielen Jahren….Das war noch in Berlin. Jetzt hab ich mit meinen vielen Kräutern fast Permakultur und rüste die Erde etwas auf. Mit Keramikpulver von EM und Urgesteinsmehl… sonst Biodünger…
    jetzt hab ich mir Bokashieimer geholt… allerdings mehr um die Pflanzen mit dem flüssiganteil zu düngen und das andere kommt noch (so lange wie wir ihn noch haben) in den Garten raus…Aber ich könnte Stück für Stück Bokashi auf dem Balkon versuchen.
    Auf meiner gekauften Erde steht schon ewig drauf… Torffrei! Stimmt das nun? Oder nicht?

    herzliche Grüße Heike

    1. Liebe Heike! Ich hatte lange Jahre Duftpelargonien und die haben auch super in alter Erde gehalten. Im Winter habe ich die Kästen einfach in den Keller getragen, im Frühjahr wieder raus. Ein paar Hornspäne rauf, etwas die Erde gelockert und gut war es. Aber wenn man viele Blüten oder anderen Ertrag haben möchte, ist es oftmals notwendig, die Nährstoffe zuzuführen.
      Bokashi scheint bei vielen zu funktionieren. Dafür braucht man halt mehr Platz auf dem Balkon, weil er noch reifen muß. Ich schwöre auf meine Wurmkiste ?. Klein, fein und handlich mit 20 l Wurmhumus im Jahr, damit komme ich weit.
      Wir gehen mal davon aus, wenn torffrei drauf steht, dass es dann auch torffrei ist. Liebe Grüsse, gutes Gärtnern Birgit

    1. Liebe Christine, auch wunderbar. Es funktioniert so vieles. Es gibt nicht nur eine Variante, sondern eben viele. Ich finde es wichtig, dass wir die alte Erde eben nicht entsorgen müssen, sondern diese nachhaltig weiter verwenden können. Und ich finde es wichtig, chemiefrei zu düngen, was funktioniert, es gibt viele Varianten. Wenn es lebendiger Boden ist, zersetzen die Mikrooganismen natürlich die Küchenabfälle. Die Mikros freuen sich richtig über die frischen Küchenabfälle, da haben sie gut was zu kauen ?.

  5. Hallo liebe Birgit,
    ich habe über ihr bio-Balkon durch ein video erfahren und war fasziniert!
    Jetzt möchte ich für mein Balkon einige interessante Ideen übernehmen. Möchte auch mit Wurmkiste anfangen, aber im Frühling. Vorerst wollte ich Wurmhumus kaufen und im Keller lagern, um die alte Erde in Töpfen mit Nährstoffen anreichern.
    Meine Frage:
    wie soll Wurmhumus über Winter in einem Eimer gelagert werden? Mit oder ohne Löcher im Deckel? Oder besser in einem Sack?
    Ich habe schon nach Antworten recherchiert,
    und sie sind sehr unterschiedlich. Danke!

    1. Liebe Regina! Wurmhumus ist toll. Ich bin totaler Fan von. Wurmhumus sollte so gelagert werden, dass Luft ran kommt. Wurmhumus ist voller Leben, voller Mikroorganismen. Wenn die ohne Sauerstoff sind oder zu viel Hitze abbekommen, sterben sie. Dann ist es eben kein lebendiger Wurmhumus mehr, aber die Düngekraft bleibt erhalten. Bei uns wird Wurmhumus im Bio-Laden verkauft. Die Plastikverpackungen stehen täglich draußen auf der Strasse, im vollstem Sonnenschein. Ich mag das gar nicht sehen. Dieser Wurmhumus düngt noch, aber die Mikroorganismen dürften nicht mehr leben. David Witzeneder von http://www.wurmkiste.de, dessen Wurmkiste ich seit 2015 habe, sagte mir, weil mich diese Fragestellung auch schon beschäftigte, dass Wurmhumus zwar in Plastikbehältern lagern sollte, aber mit Löchern im Deckel und nicht ewig lange. Den Wurmhumus sollte man nicht bei Sonnenschein ausbringen, aber bei niedrigen Temperaturen kann man ihn ausbringen. Für mich ist die Frage, warum Du viel lagern willst. Man kann sich die Abpackungen, die es in verschiedenen Größen gibt, zum gewünschten Zeitpunkt im Frühjahr schicken lassen, wenn man die Balkonkästen mit dem Wurmhumus aufpeppen will, sie mit Düngung und Bodenleben impft. Man kann auch gut eine Wurmkiste in den Keller stellen. Seine Bio-Abfälle in der Küche sammeln in einer Box und dann gesammelt in den Keller bringen. Oder eben die Wurmkiste in die Küche stellen. Ist von der Handhabung noch einfacher. Bei mir sind noch nie Würmer abgehauen. Wenn Du jetzt eine Wurmkiste ansetzt, hast Du im Frühjahr schon Deinen eigenen Wurmhumus, da weißt ganz genau, was drin ist. Falls Du Dich für die nachhaltige Wurmkiste aus Österreich entscheidest, habe ich einen Gutschein über Versandkostenfreiheit in den Empfehlungen zu Erde. Liebe Grüsse Birgit

    2. Hallo Regine,

      auf wurmwelten.de gibt es Gewebesäcke zum Lagern des Wurmhumus. Über Erfahrungen damit kann ich erst später berichten, es war meine erste Wurmfarm-Überwinterung.

      Viele Grüße
      Erik

  6. Hallo, ich habe eben deinen schönen Artikel gelesen und mich sehr über den Link zu den Kompost(en) gefreut. Zu dem Thema mit der offenen Kompostierung muss ich sagen, dass ich vor ein paar Tagen einen Bericht gelesen habe, in dem steht das in Deutschland nur noch für Hobbygärtner zugelassen ist auf offenem Böden zu kompostieren, selbst die Abtei Fulda die unter Kompostfreunden für ihr „Humofix-Präperat“ superbekannt ist, darf nur noch auf versiegelten Böden kompostieren, wegen der „gesundheitsgefahr“ die von Kompost ausgeht.
    Da fällt einem nix mehr zu ein oder?
    LG KasSandra

    1. Liebe KasSandra, danke für Deinen spannenden Kommentar. Diese Entwicklung passt dazu, dass Bakterien und Viren gegenüber ein Angstbild aufgebaut wird. Es wird wenig darüber berichtet, wie wichtig das Bodenleben mit seiner Vielfalt ist und wie positiv Bakterien wirken, sondern es wird immer wieder Angst aufgebaut, die nur durch Wissen und Erfahrung abgebaut werden kann. Mit Schwester Christa von der Abtei Fulda habe ich für den 3. Online Bio-Balkon Kongress ein ganz berührendes Interview geführt, hier ist ein kleiner Ausschnitt daraus https://www.youtube.com/watch?v=U-GNkE59A9M&t=5s. Dann entsprechen wir Kompostierer in der Wurmkiste https://bio-balkon.de/bester-duenger-fuer-den-balkon-wurmhumus-aus-der-wurmkiste/ dieser Regelung :), die noch nicht für Hobbygärtner gilt. Liebe Grüsse Birgit

  7. Ein wichtiger Bestandteil ist für mich auch die Anreicherung mit Urgesteinsmehl. Frühling wie Herbst wird dem Boden eine Schicht Mehl eingearbeitet.

  8. Liebe Birgit,
    ich liebe deine Seite und dein neues Buch, sehr inspirierend! 🙂
    Weißt du zufällig, ob die Erdaufbereitung auch mit Terra Preta funktioniert? Und in welchem Verhältnis die zur alten Erde hinzugegeben werden muss? Oder sollte dann trotzdem noch Humus hinzugefügt werden?
    Ich bin gespannt und freue mich auf deine Antwort!
    Liebe Grüße
    Melissa

  9. Hallo Zusammen
    Ich habe meine Ganz eigene Art entwickelt wie ich neue Energie wieder in meine Pflanzengefässe Bringe. Aus jedem Gartenkurs den ich besuche nehme ich etwas mit und mische es mit dem was ich schon kenne. Ich habe 2 Grosse Töpfe und viele kleine, das Jahr durch Mulche ich sie wie in der Permakultur, gebe ab und zu Kaffeesatz und Kräuter aus dem Tee dazu. Da ich meinen Männern die Haare selber Schneide landet auch ab und zu ein Haarbüschel als Keratindüngung bei mir in den Töpfen, genau so wie gemahl Eierschelen. Über den Winter werden die Grossentöpfe zum Kopost ende Winter, anfangs Frühling Impfe ich die Beiden Töpfe mit Schlamm aus einem nahe gelegenen Biotopf, etwas Walderde und Komposterde aus dem Gemeinschaftsgarten. Ein bis 2 Wochen später hole ich mir Sand-Silt, Sägemehl und Kohel vom Rheinufer und mische mir zusammen mit der Erde vom Balkon Anzuchtserde und aufgefrischte Erde für alle Pflnazgefässe auf dem Balkon.
    Im Grundegenommen bin ich sowol im Gemeinschaftsgarten wie auch auf meinem Balkon ständig am Experimentieren. Inzwischen wächst vieles auch ohne mein zutun von selbst auf dem Balkon, ich muss nur noch eingreiffein damit auch von den sachen auf die wir gerade lust haben was wächst.

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