Anbau von Paprika und Chili auf dem Balkon

Paprika und Chili auf dem Balkon anzubauen ist im großen Pflanzgefäß möglich. Worauf beim Anbau im Kübel zu achten ist, liest Du hier. Eine wunderbare gesunde Vielfalt darfst Du entdecken. Sogar Überwinterung ist möglich.

Paprika und Chili auf dem Balkon anzubauen ist im großen Pflanzgefäß möglich. Worauf beim Anbau im Kübel zu achten ist, liest Du hier. Sogar die Überwinterung von Paprika und Chili-Pflanzen ist möglich. Eine wunderbare Vielfalt von Paprika und Chili-Pflanzen darfst Du entdecken.

Paprika  Capsicum annuum L.

Wuchs: Bis 180 cm hoch. Mehrjährig. Bei Bedarf stützen.

Pflege: Starkzehrer. Nicht frosthart, Überwinterung ist möglich, als Faustregel gilt: Je dunkler, desto kühler. Sonniger, warmer Standort. Pflanzgefäß von 15 l und mehr, nährstoffreiches Substrat, gute Wasserversorgung. Aussaat in Aussaaterde: Anfang Februar bis Anfang April, braucht zum Keimen viel Wärme (25 °C). Saattiefe 1 cm. Es dauert es 5–15 Tage bis die Samen keimen und im Vierblattstadium pikiert werden können. Nach dem Pikieren kühler stellen (bei 20 °C) an einem hellen Platz. Pflanzung ab Mitte Mai, vor dem Aussetzen abhärten. Anfangs einmal täglich gießen, später alle zwei Tage! Sind Nachtfröste angekündigt, die Pflanzen mit einem Vlies schützen. 

Sorten: Rote Paprika: ‘Liebesapfel’. Orangefarbene Paprika: ‘Flynn’. Gelbe Paprika: ‘Radja’, ‘Fritz’.

Saatgut gewinnen: Paprika aufschneiden, Samen herausholen, Samen trocknen, dunkel und kühl lagern, fertig!

Ähnlich zu pflegende Art ist die Peperoni (Capsicum frutescens). Die Sorte ‘Lila Luzi’ hat lila Blätter, die Früchte reifen von Violett über Gelb und Orange nach Rot ab.

Interview mit Chili-Experte Alexander Hicks

Wir sprachen im 4. Online Bio-Balkon Kongress über den Anbau von Chili in Topf und Kübel, was Alexander professionell betreibt mit Bio Chi.

Wenn wir uns über Chili unterhalten, sprechen wir auch gleichzeitig über Paprika und Peperoni?

Alexander Hicks: Genau. Das sind alles Capsicum, alles Paprikagewächse und das andere sind einfach nur deutsche Namen, die sie gekriegt haben und die dann meistens Eigenschaften beschreiben, also Paprika – wenn man das hört, weiß man eigentlich schon, das ist mild, das ist süß. Wenn man Chili hört, weiß man, das ist scharf und auch eben klein.

Wie kann man in Deutschland Chili anbauen, also Paprika überhaupt? Wie fängt man da an?

Am Anfang fängt man immer ähnlich an, wie bei allen anderen Gewächsen auch, indem man Samen aussät. Wichtig ist, Chilis brauchen viel Wärme bei der Keimung, deswegen sollte man die drinnen vorziehen. Bei uns in unserem Klima geht es nicht, dass man die draußen erst aussät oder einsät, wie wir das von anderen Gemüsesorten kennen. Heißt, man beginnt drinnen auf der Fensterbank oder wo man eine konstante Wärme halten kann, und dann keimen die so langsam vor sich hin und dann muss man sie so lange, bis es frostfrei ist, drinnen halten. Das ist immer eine ganz große Herausforderung, sie ausreichend zu versorgen, während sie weiter wachsen. Mit Licht, mit Wasser, mit Nährstoffen, weil man ja auch meistens nicht unbegrenzt Platz hat. Man kann die ja nicht in einen großen Kübel setzen, sondern arbeitet meistens mit kleinen Töpfen.

Wann fängt man an mit der Aussaat?

Da gehen die Meinungen stark auseinander. Viele Chili-Freunde sagen so, dass man eine überjährige Kultur machen muss, also bereits im Oktober, November mit der Aussaat beginnen, damit man im späteren Verlauf denn relativ zeitnah Früchte bekommt. Ich bin anderer Meinung. Bei mir geht die Saison meistens im Januar los, wobei Januar nur deswegen, weil wir so viel machen. Wenn wir weniger machen würden, würde die Saison bei mir tatsächlich erst Mitte Februar losgehen. Aber da uns einfach die Zeit sonst fehlt, geht bei uns die Saison schon im Januar los, damit wir alles zeitlich unterkriegen und nicht dann hintenraus in Verzug kommen.

Wir Balkongärtner, die das hobbymäßig betreiben, denen würdest du aus deiner Erfahrung heraus, Mitte Februar empfehlen?

Genau. Also bei fast allem würde ich Mitte Februar empfehlen. Bei den Paprikagewächsen sind, zumindest bei hartgesottenen Chili-Fans, teilweise auch wilde und halbwilde Arten beliebt, da kann man dann auch im Januar anfangen. Aber bei den Standart-Sachen, Paprika, ist Mitte Februar vollkommen ausreichend. Da kann man sogar teilweise bis in den März reingehen. Bei den anderen Chilisorten, bei den Kultursorten kann ich aus eigener Erfahrung sagen, wenn man Mitte Februar anfängt, kriegt man alles noch problemlos zur Reife, wenn das Wetter, das Klima dementsprechend im Jahr auch mitspielt. Wenn das Wetter nicht mitspielt, dann bringt auch Anfangen im Oktober nichts. Das sehe ich jedes Jahr bei sehr vielen Leuten, die dann sehr früh anfangen und am Ende des Tages eben nicht weiter sind wie die, die deutlich später angefangen haben.

Und den Paprikapflanzen geben wir genau wie den Tomatenpflanzen einen ganz hellen Platz, sehr viel Licht und sehr viel Wärme.

Genau, wobei, ähnlich wie bei Tomaten auch, kann es aber auch zu viel des Guten sein. Wir hatten in den letzten Jahren ja einige Rekordsommer, gefühlt hat jeder Sommer einen Rekord gebrochen und dementsprechend kann man auch durchaus schauen, dass es ein bisschen kühlerer Platz ist oder ein halb sonniger Platz, wo die Sonne nicht ganz so stark reinscheint. Wenn die Sonne extrem reinscheint, es zu sehr hohen Verdunstungen kommt, dann kann es zur berühmt-berüchtigten Blütenendfäule kommen, das heißt, dass die das Kalzium nicht schnell genug in die Früchte bekommen und dann eben faulige Stellen entstehen. Wenn zu viel Licht ist, zu viel Wärme ist, dass die Pflanze zu schnell zu viel Wasser in kurzer Zeit durchzieht und dadurch keine Zeit besteht, das Kalzium an die Stellen hinzubringen, wo es benötigt wird.

Blütenendfäule passiert uns auch bei Paprika?

Das passiert uns auch bei Paprika, besonders bei Paprika. Paprika hat großfruchtige Sorten, zu denen die Paprika ja meistens auch gehört und es gibt tatsächlich auch ein paar Snackpaprika, Minipaprika-Variationen, bei denen wir das Problem nicht so stark haben. Aber besonders bei großen Paprikasorten und bei großen Chilisorten ist da die Gefahr halt deutlich höher. Es braucht eine größere Menge Kalzium, das da in den Pflanzen, in den Früchten eingelagert werden muss und dadurch sind die halt besonders prädestiniert dazu. Aber, tatsächlich in den letzten Extremjahren kam diese Blütenendfäule bei vielen Leuten auch in kleinfruchtigen Sorten zur Ausprägung.

Was machen wir, wenn wir davon betroffen sind?

Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die einfachste Möglichkeit ist, präventiv zu schauen, dass man der Pflanze immer genug Wasser gibt, dass sie niemals trocken wird, weil sonst will sie ja noch weiter ziehen und das geht nicht. Das heißt, immer schauen, dass sie leicht feucht ist und zusätzlich kann man natürlich auch schauen, dass man Kalzium eben dorthin bringt, wo es hin muss, indem man eine Blattdüngung vornimmt. Da gibt es verschiedene Kalzium-Formulierungen, die wir auf die Blätter spritzen können. Die Blätter können dann direkt das Kalzium aufnehmen und das Kalzium von dort aus in Ruhe zu den Früchten bringen können.

Manche Hobbygärtner holen sich aus dem Drogeriemarkt Kalziumtabletten. Was hältst du davon?

Es wurde mir gesagt, dass es geht. Ich lese das auch immer wieder, dass es geht. Manche nehmen ja auch Milch, die ist ja auch sehr kalziumreich und spritzen das eben auch auf. Man muss natürlich immer schauen … im Hobbybereich ist alles durchaus möglich. Aber es muss natürlich immer gewährleistet sein, zumindest bei uns im Gartenbau, dass eine Wirtschaftlichkeit dabei ist. Ich kann mich jetzt nicht hinstellen und packungsweise aus der Apotheke oder aus dem Drogeriemarkt diese Kalziumtabletten holen und auflösen. Und zudem habe ich ja in den Kalziumtabletten vielleicht auch Sachen, die ich nicht unbedingt an den Pflanzen haben möchte, zumindest nicht in den Mengen. Gerade im Bereich von solchen Nahrungsergänzungsmitteln sind sehr viel Trägerstoffe mit dabei, andere Salze und Co, die eben in den Verbindungen vielleicht für den Menschen in Ordnung sind, aber für die Pflanzen auf Dauer nicht so geeignet. Da gilt dann eher sozusagen die Prophylaxe, was ich gesagt habe mit dem Gießen. Aber was man natürlich auch machen kann wenn es extrem wird, leicht zu schattieren oder eben abzudecken, damit die Transpiration von Wasser verringert wird. Wenn das dann verlangsamt wird, dann kann das Kalzium seinen Weg in die Früchte finden.

Dann müssen wir ja erstmal umdenken. Ich sag jetzt mal einfach, was mir so durch den Kopf geht, weil eigentlich habe ich immer die Vorstellung, Paprika in die volle Sonne stellen, die halten das einfach immer aus. Aber durch unsere Wetterextreme können wir, wenn wir das Gefühl haben, es wird zu viel, die schattiger stellen oder abdecken.

Genau, das kann man durchaus machen. Wir arbeiten hier bei uns in den Gewächshäusern viel mit Schattierfarbe, indem wir zeitweise bestimmte Ecken halt einstreichen. Das ist eine Kalklösung, die man auf die Fenster streicht, die dann das Ganze etwas schattiert. Oder es hat einige Ecken, wo es sehr empfehlenswert ist, wenn man sieht, genau in den Ecken knallt die Sonne halt noch drauf und es ist besonders warm. Solche Hotspots gibt es immer. Deswegen schattieren wir die dann dauerhaft, weil die andere Schattierung, die uns im Gewächshaus zur Verfügung steht, die auf- und zugefahren werden kann, es ist natürlich ungeschickt, wenn man alles schattiert und alles eine schlechtere Leistung hat, nur weil eine Ecke besonders sonnig ist.

Kannst du uns bitte noch was zur Topfgröße sagen. Wir haben ausgesät, müssen wir sie dann vereinzeln, in größere Töpfchen setzen, und wenn sie dann nach draußen kommen, welche Topfgröße empfiehlst du uns dann?

Wenn man jetzt eine Flächenaussaat gemacht hat, also in den einen Topf 3 oder 4 Körnchen reingetan hat und man hat Glück und 3 oder 4 Körnchen sind auch gekeimt, dann sollten wir natürlich vereinzeln und pikieren. Da gibt es eigentlich eine einfache Regel: so groß wie man Platz hat am besten und man auch noch steuern kann. Desto größer die Töpfe sind beim Pikieren, desto anspruchsvoller ist es, weil die Wurzeln natürlich am Anfang sehr wenig Erdmasse berühren und es dadurch sehr schnell passieren kann, dass die eben versumpfen, also dass es zu feucht steht, dass kein Sauerstoff an die Erde kommt und weil eben die Fäulnisbakterien ein Fest feiern. Anfängern empfehle ich deswegen relativ kleine Töpfe zum Pikieren und dann lieber 2-3mal Umtopfen, bevor sie raus können, falls man Platz hat. Und desto mehr Erfahrung man hat, desto mehr Zwischenschritte kann man sich sparen. Wenn man den Platz hat und man hat sozusagen Platz, um einen 20 Zentimeter-Topf hinzustellen und den auch bis zu den Eisheiligen, bis zum Austopfen stehen zu lassen, (20 Zentimeter-Töpfe sind ungefähr 3 Liter), dann kann man durchaus direkt darein pikieren. Wenn man auch den Platz hat und man ist sich unsicher, dann kann man erst beginnen mit kleinen Töpfen. Klassiker ist, dass die Leute sowas wie einen 9 Zentimeter eckigen Topf nehmen und darein pikieren und diesen dann zu einem späterem Zeitpunkt umtopfen auf 3 Liter/5 Liter – wieviel Platz man halt hat. So ein Konzept ist immer gut, wenn man einen größeren Zwischentopf hat, bevor es dann raus geht in den endgültigen Topf. Dann hat die Pflanze dazwischen Zeit gehabt, viele Wurzeln zu bilden und kann dann, wenn man später umtopft, sauber weiter Wurzeln bilden und viele Wurzelspitzen, mit denen sie Nährstoffe ziehen kann.

Wenn es dann rausgeht in den Kübel oder auf den Balkon, dann geht es natürlich auch immer stark darum, wieviel Platz hat man, welche Sorte ist es. Bei mir ist so der Richtwert, eigentlich Minimum 7 Liter. Dazu muss ich aber gleich sagen, wir arbeiten hier tatsächlich mit 6,3 Liter-Töpfen, weil es einfach eine Topfgröße ist, die gut verfügbar ist und die auch die Belastbarkeit von unseren Tischen aushalten. Also die anderen gut verfügbaren Töpfe gehen dann in Sprüngen wie 9 Liter usw. Soviele können wir nicht auf dieselbe Fläche stellen, deshalb nehmen wir minimal kleinere Töpfe wie eben die 6,3 Liter-Töpfe. Aber meine Empfehlung ist eigentlich immer grundsätzlich so im Bereich 7 Liter. Aber nach oben gibt es eigentlich keine Grenzen. Da geht es wirklich darum, wieviel Platz hat man und wieviel traut man sich zu. Wie man die eben auch warten kann. Es ist auch zu berücksichtigen, wo stehen sie? Wenn sie jetzt auf dem Balkon stehen, wo ein Dach drüber ist, also wo kein direkter Regen drauf fällt, wenn man nur selber gießt, dann kann man sich auch an größere Größen wagen. Wenn man aber am Anfang steht und stellt die irgendwo draußen hin, und es kommt Regen runter ohne Ende, und die Pflanze hat einfach keine Zeit gehabt, einzutopfen, dann kann genau das passieren, was auch bei der Aufzucht passieren kann: Luftabschluss, Fäulnis im Topf und dann eben, dass die Pflanze stark zurückgeworfen wird.

Die Pflanzen bringen wir um die Eisheiligen herum nach draußen. Müssen wir die auch ein bisschen abhärten wie bei den Tomaten?

Also tatsächlich neigen Chilis zu Sonnenbrand. Manche Arten deutlich mehr als andere. Tatsächlich sind die extrem scharfen Sorten, zu denen Capsicum chinense-Arten gehören, sehr anfällig für Sonnenbrand. Die bilden zwar sehr schnell einen Schutz gegen UV-Strahlung, aber wenn man die Pflanzen natürlich hinter Glas gehalten hat, wo sehr viele UV-Strahlen abgehalten werden und sie müssen jetzt direkt raus in die pralle Sonne, dann kann es sein, dass das zu Verbrennungen an den Blättern führt. Die werden abgeworfen, weshalb sie nochmal ziemlich stark zurückgeworfen wird. Deswegen ist eine Abhärtung auf jeden Fall empfehlenswert. Heißt also, am Anfang stundenweise raus in den Schatten stellen, weil dann kommen auch schon die ersten echten UV-Strahlen an die Blätter heran. Die Blätter können sich daran gewöhnen. Am nächsten Tag dann ein bisschen mehr oder zwischendurch dann wieder abdecken, damit eben weniger wieder dran kommen und dann nach einigen Tagen ist meistens der UV-Schutz soweit aufgebaut, dass man die ohne Schutz rausstellen kann, auch in die pralle Sonne.

Wie ist es mit der Königsblüte, mit der ersten Blüte? Was ist da deine Meinung, rausbrechen oder nicht?

Bei großfruchtigen Paprikasorten oder großfruchtigen Chilisorten kann es durchaus sinnvoll sein, die auszubrechen, wenn die Pflanze einfach viel zu früh beginnt, zu blühen und auch sehr klein ist und man dann die Problematik hat, dass die Pflanze einfach noch nicht genug Wurzeln hat und auch nicht genug Assimilationsfläche, also nicht genug Blattfläche, um arg viel mehr zu unterstützen als eben diese eine Frucht, die sie am Anfang gebildet haben. Sehr häufig sieht man genau dieses Phänomen in Gartencentern & Co., dass es eine schöne Paprikapflanze gibt und da hängen schon zwei, drei Früchte dran und man denkt, oh, Wahnsinn, toll, die pflanze ich jetzt bei mir aus und es geht grad so weiter. Und dann pflanzt man die aus und wartet und wartet und sie wird irgendwann mal reif. Aber sie blüht nicht weiter, weil sie einfach nicht die Kraft hat, da viel zu machen. Das heißt, bei großfruchtigen Sorten kann es durchaus sinnvoll sein. Da muss man eben auch ein paar Faktoren mit berücksichtigen. Großfruchtige Sorten sind auch Spitzpaprika, und Spitzpaprika können eben auch lang werden. Und wenn man eine Verzweigung hat, die nur 10 cm über dem Boden ist und da bildet sich eine Königsblüte und die Frucht, die man erwartet, soll aber 20 cm lang werden, dann ist es sehr sinnvoll, die Blüte auszubrechen und die Pflanze erst Früchte bilden zu lassen auf einer Höhe, wo die Spitzen der Früchte dann nicht im Dreck hängen und dann eben doch beginnen, kaputt zu gehen.

Welches Substrat für Balkongärtner empfiehlst du uns, damit die ordentlich wachsen? 

Substrat ist ein sehr sehr großes Thema. Unabhängig davon, ob man auf dem Balkon gärtnert oder Terrasse & Co., Substrat ist natürlich auch immer viel Glaubenssache dabei. Große Sache ist, wir wollen möglichst auf Torf verzichten. Torffreie Substrate sind aber meistens deutlich anspruchsvoller als Substrate mit Torf. Substrate mit Torf haben meistens andere Eigenschaften. Ich persönlich bin Freund von torffrei gärtnern. Es gibt einige torffreie Produkte im Handel, die man auch erwerben kann, die aber sehr viel Fingerspitzengefühl brauchen, weil sie in der Entwässerung nicht ganz so stark sind. Deswegen wäre meine Empfehlung, tatsächlich ein torffreies Produkt zu wählen. Aber zusätzlich zu diesem torffreien Produkt würde ich etwas Lavagranulat mit einmischen. Das Lavagranulat hat mehrere Vorteile. Eins davon ist, die Luftkapazität wird etwas größer und zusätzlich auch eine Drainagewirkung – das Wasser kann schneller abfließen. Deswegen, wenn man auf ein fertiges Substrat zurückgreifen würde, würde ich ein torffreies Substrat nehmen und zusätzlich mit Lava aufmischen. Wenn man zu Hause einen Kompost hat, dann würde ich selber ein Substrat mischen: ein Drittel Kompost, ein Drittel Lava und ein Drittel einen Substratzuschlagsstoff. Da kann man aus verschiedenen wählen. Wenn man torffrei bleiben möchte, hätte man natürlich keinen Torf. Wer man aber Torf nimmt, sollte auf jeden Fall auch den PH-Wert nachmessen. Das ist ein sehr großes …

Wir möchten keinen Torf! 

Ja, ich weiß dass viele Leute keine Torf wollen, aber nichtsdestotrotz nehmen manche Leute Torf und deswegen möchte ich das an dieser Stelle erwähnen. Wer Torf nimmt, sollte auf jeden Fall den PH-Wert im Auge behalten, weil sonst wird das eine ganz böse Geschichte, weil dann ist der PH-Wert in dem falschen Bereich und die Pflanze kann nichts aufnehmen. Aber wieder zurück zu den Zuschlagsstoffen, die man sonst noch nehmen kann. Das ist einmal Rindenhumus, die man nehmen könnte. Und es gibt natürlich noch weitere Sachen so wie Kokosfasern, Kokosflocken. Die haben dann natürlich etwas bedenkliche Fahrten hinter sich. Die kommen ja meist aus dem asiatischen Raum, sind sehr viel unterwegs gewesen auf einem Containerschiff und haben dementsprechend einen CO2-Fußabdruck, den wir nicht gerade löblich finden. In der nahen Zukunft wird es aber vermutlich sehr viele neue interessante Zuschlagsstoffe geben. Da arbeiten sehr viele Leute dran um zu schauen, was man noch zu dem Substrat zugeben kann, was neutral ist in Sachen CO2.

Du empfiehlst uns Lavagestein. Kannst du nochmal genau erläutern, warum Lava? Weil die Sache mit den Zuschlagsstoffen ist ja auch immer sehr spannend und da haben wir einfach noch nicht genügend Hintergrundwissen. Und das ist total spannend für viele von uns. Warum Lava? Mit Perlit arbeiten viele. Kannst du uns da bitte noch mal ein bissel Aufklärung geben?

Ja, es gibt natürlich sehr viele mineralische Zuschlagsstoffe, mit denen man arbeiten kann. Ich persönlich bin einfach ein Freund von Lava. Aus dem Grund, dass nur mechanische Kraft benötigt wird, um das abzubauen und es eben keine weiteren Aufbereitungsschritte gibt. Es gibt ja sowas wie Blähton, wo Ton aufgebläht wird mit zusätzlicher Energie, nachdem der Ton abgebaut wird. Bei Perlit ist es ja auch ähnlich, da wird es ja auch nochmal aufbereitet mit Energie und Perlit ist auch in meinen Augen nicht ganz so ideal, weil die Strukturstabilität halt nicht gegeben ist. Es ist doch so, man sieht die Perlite in der Erde und am Ende der Saison ist der Perlit-Anteil massiv geschwunden. Das kann aus verschiedenen Gründen sein, einmal, dass es zerrieben wurde in eine feinere Struktur und zweitens, dass es trocken war und einmal ein Windstoß kam und man das Zeug plötzlich irgendwo woanders hatte. Und Lava hat eine Grundmasse, die sich eben nicht leicht wegwehen lässt. Deswegen war Lava halt einfach für mich immer der Zuschlagsstoff der Wahl, wegen diesem wie es aufbereitet wird und eben auch, die hohe Luftdichte, die man zusätzlich in das Substrat reinbringen kann. Es gibt natürlich auch noch andere, sehr interessante Zuschlagsstoffe, die man benützen könnte wie Zeolithe. Zeolithe ist aber einfach von der Anschaffung her sehr, sehr teuer, weil Zeolithe halt noch sehr viele andere Anwendungsmöglichkeiten hat. Die werden zum Heizen und auch für Katzenstreu benutzt usw. Durch die hohe Konkurrenz ist es halt deutlich teurer in der Anschaffung.

Und Lavagestein gibt’s im Baumarkt?

Lavagestein gibt’s als Mulch im Baumarkt sehr häufig. Wenn man ein bisschen mehr braucht, kann man auch zu diversen Baustoffhändlern gehen, die einen das dann auch lose schaufeln lassen. Oder eben, wenn man sehr, sehr viel braucht, dann schaufeln die das einem auch in den Anhänger rein oder man kann einen Kübel mitbringen. Und bei denen ist das natürlich deutlich günstiger, als wenn man das im Baumarkt im 40-Liter-Sack kauft, wenn man viel braucht. Wenn man wenig braucht, dann ist natürlich der Aufwand viel einfacher, in den Baumarkt zu gehen und sich dort einen Sack zu besorgen.

Wir haben jetzt die supergute Erde gemischt und unsere Pflanzen um die Eisheiligen nach draußen gestellt, stundenweise, damit sie sich abhärten. Wenn zu viel Sonne ist, decken wir ab. Wann müssen wir anfangen mit der Düngung und was empfiehlst du uns als Düngung?

Düngung ist auch wieder ein komplexes Thema und hängt natürlich auch sehr stark von dem Substrat, das wir gemischt haben, ab. Wir arbeiten sehr gern mit Schafwoll-Pellets. Die zersetzen sich deutlich langsamer als Horngrieß oder Hornflocken. Also Hornmehl, Grieß & Co., also bei Sachen Horn muss man über die Größe gehen, wie schnell sie sich zersetzen. Da ist immer die Problematik, wenn die Bodenlebenwesen superaktiv sind, weil es schön warm ist, zersetzen sie sich deutlich schneller, als wenn es kühler ist. Und bei der Schafwolle ist es ein deutlich gefühlt kontinuierlicher langsamer Prozess, wobei man auch etwas sieht. Und bei Horngrieß ist es eine sehr große Herausforderung, da die genauen Mengen abzuschätzen, wo man sagt, wenn es mal wieder viel regnet, und es tut sich mal wieder gar nichts, und dann denkt man, man müsste nachdüngen und dann ist es wieder schön sonnig und dann ist eigentlich zu viel da. Es kann dazu kommen, dass der Stickstoff nicht verfügbar wird, weil das Bodenleben eben mehr verbrauchen und binden, als sie pflanzenverfügbar machen, und dann will man nochmal nachdüngen, und dann geht man eben kontinuierlich nach unten. Bei Schafwolle haben wir festgestellt, die mischt man einmal ein, und dann setzt die sich langsam um. Das reicht aber auch nicht immer. Wenn man ein bisschen mehr von seinen Pflanzen haben möchte, kann man durchaus zusätzlich mit Vinasse düngen. Vinasse ist in sehr vielen Dünger-Handelsprodukten, flüssig, drin. Erkennt man daran, dass es ein bisschen nach Maggi riecht, wirklich nach der Würzsoße Maggi, das ist ein ähnliches Produkt. Vinasse ist ein Abfallprodukt aus der Hefeproduktion und sehr zuckrig. Hat sehr viele schöne Aminosäuren drin, die sehr schnell pflanzenverfügbar sind und dadurch kann man das zusetzen und die Pflanze reagiert auch sehr schnell darauf. Wann fängt man damit an? Schafwolle kann man gleich, wenn man die Erde mischt und umtopft, gleich mit reinpacken. Die braucht eine Weile, bis sie losgeht. Und bei der Vinasse würde ich persönlich sagen, 6 bis 8 Wochen warten, bis man dann beginnt, nachzudüngen, nachdem man umgetopft hat, aber, das ist immer mit Vorsicht zu genießen. Wenn es eben so ist, dass es sehr schnell sehr warm ist und die Pflanze sehr viel Blattmasse bildet in sehr kurzer Zeit, dann kann man durchaus auch früher beginnen, so nach 3 bis 4 Wochen.

Machen wir Schafwolle in den 7-Liter-Topf oder schon vorher?

Die Schafwolle kann man sehr individuell einbringen. Man kann sie, entweder, wenn man den Topf gefüllt hat mit der Erde, gleich ein bisschen mit untermischen oder man kann sie auch, wenn man dann die Pflanze aus dem kleineren Topf in den größeren Topf pflanzt, kann man die Schafwolle unten im Pflanzloch ein bisschen einarbeiten, einverteilen und die Pflanze aufsetzen. Auf der Oberfläche kann man die Schafwolle theoretisch auch ausbringen, aber Wolle ist etwas sehr Leichtes, d.h., die Schafwollpellets quillen irgendwann mal auf und wenn sie dann trocken werden, kann es natürlich auch sein, wenn jetzt ein Vogel vorbeikommt, nimmt er sie vielleicht für den Nestbau oder ein Windstoß kommt, und sie werden aus dem Topf rausgeweht. Deshalb lieber in die Erde mit einarbeiten.

Wo bekommen wir Schafwolle her und wieviel Schafwollpellets packen wir in das Pflanzloch mit rein?

Ja, also als grober Richtwert kann man sagen, fünfzig Gramm pro Pflanze. Wo bekommt man es her? Da gibt es verschiedene Online-Händler, die auch kleine Portionen handeln, wo man dann eben portionsweise, also wirklich diese 50 Gramm, wie sie gerade empfohlen wurden oder auch Kilosäcke, wo es dann ein Kilogramm gibt oder ein halbes Kilogramm oder ähnliches. Die gibt es in Tüten verpackt, in Eimer verpackt usw. Je nachdem, wie viel man braucht, kann man das richtige Gebinde für sich aussuchen.

Empfiehlst du, Chilipflanzen zu mulchen?

Mulchen ist ja auch ein sehr weit gefasster Begriff. Sehr viele Leute denken als Erstes, wenn sie Mulchen hören, natürlich an Rindenmulch, was ja sehr häufig gut verfügbar ist, in jedem Baumarkt für sehr kleines Geld. Rindenmulch hat den Nachteil, dass es dann, wenn es beginnt, sich abzubauen, eben auch Stickstoff binden kann, weil es für die Bodenlebewesen extrem anstrengend ist, Holz umzusetzen. Da verbrauchen sie sehr viel Energie, verbrauchen sie sehr viel Stickstoff und dadurch ist dann für die Pflanze wenig verfügbar. Deswegen sollte man nicht mit Rindenmulch mulchen. Man kann natürlich Alternativen suchen. Mit Lava kann man tatsächlich auch mulchen. Das habe ich in der Vergangenheit auch gerne gemacht, weil ich meine alte Erde immer wieder aufbereite. Dann geht das Lava dann auch nicht verloren, sondern ich nehme die alte Erde mit der Lavamulchschicht mit, bereite die mit auf, dann ist das Lava dann hinterher schon mit in meiner aufgefrischten Erde mit drin. Was es noch gibt, ist sowas wie Kakaoschalen. Kakaoschalen haben sehr viel Energie drin, das heißt, es ist sehr interessant, das hinterher auf den Kompost zu tun, weil es einen sehr guten Kompost gibt, wenn man die Kakaoschalen hinterher wieder kompostiert. Und die setzen sich aber so langsam um, dass eben diese Problematik, die es beim Rindenmulch gibt, nicht vorhanden ist.

Wir mulchen hier tatsächlich mit Heu. Heu schafft auch eine sehr schöne Umgebung für Wurzeln. Das heißt, wenn man alles richtig mit Heu oder mit angetrocknetem Grünschnitt mulcht, dann kann es durchaus sein, dass sich zusätzliche Wurzeln am Stamm bilden, die dann durch das Heu wachsen. Diese nehmen dann meistens weniger Nährstoffe auf, aber die können die Feuchtigkeit, die im Heu gespeichert ist, aufnehmen und dann muss man weniger gießen. Durch das Mulchen ist es ja auch so, dass die Feuchtigkeit im Boden gehalten wird und in dem Fall dann eben in der Heuschicht und die Pflanzen können dann darauf zurückgreifen.

Zusätzlich dazu gibt es tausend andere Möglichkeiten. Sehr viele empfehlen, einfach alte Pappe zu nehmen. Es gibt natürlich im Gartenbau auch Mulchpapier, das im Grunde nur spezielles Papier ist, das zum Mulchen genommen werden kann. Es gibt auch Umweltkunststoffe, die aber nicht auf Ölbasis sind, die zum Mulchen genommen werden können, die sich nach einer Weile zersetzen. Grundsätzlich ist natürlich Mulchen einfach nur eine Frage. Es bringt ein paar Vorteile mit sich, dass die Feuchtigkeit im Boden bleibt, dass die Wärme im Boden bleibt, dass das Unkraut unterdrückt wird. Wenn man das alles möchte, dann kann man das mit Mulchen machen. Sonst ist Mulchen eigentlich nicht unbedingt zwingend nötig. Es ist ein bisschen Boost für die Pflanze, damit sie die Feuchtigkeit besser hält. Es verringert die Wartung, die durch den Menschen erfolgen muss mit Gießen, und dadurch, dass die Wärme gespeichert wird, geht es der Pflanze ein bissel besser und das Bodenleben kann besser die Nährstoffe frei setzen.

Sollten wir beim Gießen noch etwas Besonderes beachten? Was kannst du uns da empfehlen?

Also während der Aufzucht, das hatte ich ja schon erwähnt, da muss man mit Vorsicht rangehen, weil die Pflanzen noch sehr wenig Blätter haben, sehr wenig Wasser aus dem Boden rausgezogen werden kann. Deswegen bei der Aufzucht, also auch direkt nach dem Umtopfen, muss man mit Feingefühl rangehen. Wenn man die umtopft und man hat einen großen Topf, muss man die in dem großen Topf nicht beim ersten Mal versumpfen, also viel Wasser, weil die Pflanze kann das noch nicht alles ausziehen. Und später kann man dann mehr und mehr gießen, wenn man merkt, die Pflanze hat den Topf durchwurzelt, dann kann man auch mehr Wasser geben. Die Chilis und Paprikas kommen mit dem meisten Wasser hier in unserer Region zurecht. Sowohl leicht saures Wasser als auch leicht basisches Wasser. Sowohl mit wenig Kalk als auch mit viel Kalk. Wir haben vorhin die Blütenendfäule angesprochen. Und da es ja häufig sowieso so, dass wenn viel Kalk im Wasser ist, dieses dann nicht pflanzenverfügbar ist, deswegen spielt das eine recht untergeordnete Rolle. Man muss halt drauf achten, wenn man ein sehr basisches Wasser hat, kann der Boden auch sehr basisch werden. Gerade, wenn man mit einem Kompostboden arbeitet, passiert das relativ schnell, dass der Boden dann nicht, wie viele Leute sagen, Gefahr läuft, zu versauern sondern zu basisch zu werden und dann ist die Nährstoffverfügbarkeit wieder eingeschränkt. Man sollte ab und zu, wenn man merkt, dass man Mangelerscheinungen hat, schauen, kann ich ein vielleicht anderes Wasser herbekommen. Damit meine ich, wie ist es, eins kommt natürlich aus dem Hahn, aber wie sieht es aus mit Regenwasser, habe ich irgendwo Zugriff auf ein Brunnenwasser, das eine andere Aktivität, eine andere Zusammensetzung hat. Weil oft hilft es dann nicht, zu sagen, ich hole jetzt die Düngerkeule raus und dünge nach. Wenn man den Dünger draufwirft und der Boden trotz des Düngers in einem Bereich ist, wo die nicht pflanzenverfügbar ist.

In diesen heißen Sommern gibt es öfter Läuseprobleme. Wie können wir die Pflanzen unterstützen, dass sie nicht anfällig sind? Und was machen wir, wenn dann doch Läuse gekommen sind?

Für mich ist das ultimative immer Knoblauch. Das heißt, schon präventiv, bevor man Läuse hat, die Pflanze gern ab und zu mit Knoblauch einsprühen. Im Knoblauch ist viel Vitamin B drin, das mögen die Pflanzen auch. Das stärkt die Pflanze und dann ist sie weniger anfällig für Läuse. Und wenn die Läuse dann da sind, können wir auch weiterhin mit Knoblauch spritzen. Das schafft ein Klima, das die Läuse nicht mögen. Also die mögen auch andererseits das Spritzen nicht, wenn es nass und feucht ist, das mögen sie nicht und zusätzlich den Knoblauch mögen sie doppelt nicht. Und dann kann man dem etwas Einhalt gebieten. Wenn man irgendwo im Außenbereich ist, verschwinden die Läuse meistens und gehen woanders hin, wo das Klima besser ist. Wenn man natürlich drinnen ist, kann es durchaus sein, dass wir keinen Platz haben, zu verschwinden oder nur kurzzeitig verschwinden und dann wiederkommen. Wenn man natürlich draußen ist, kann man Nützlinge fördern. Wenn man Nützlinge fördert, dann kommen die und unterstützen einen bei der Lausvernichtung. Was bei uns der Lausvernichter Nummer Eins ist im Gewächshaus sind die Feldwespen. Die fühlen sich bei uns aktuell extrem wohl, und die sieht man auch regelmäßig an den Pflanzen schauen, ob sie irgendwelche Läuse oder Läusereste finden zum Verzehren. Und zusätzlich bestäuben sie noch die Blüten, und auch, wenn es eine Wespenart ist, die sind fast nicht aggressiv. Wenn man den Wespen nichts tut, tun sie einem auch nichts. Auf dem Balkon kann man schauen, wenn man einen Befall hat von Läusen, wenn man unterwegs sieht, da ist ein Marienkäfer an einer Pflanze, wo keine Laus dran ist, dann kann man den Marienkäfer oder die Marienkäferlarve, je nachdem, was man gerade findet, dort hinsetzen, wo eben die Läuse sind. Da fühlen sie sich dann wohl und fressen einem die Läuse weg. Und wenn halt garn nichts mehr hilft, kann man auf biologische Mittel zurückgreifen. Da gibt es einige auf Pflanzenbasis. Die Knoblauchgeschichte habe ich ja schon erwähnt.

Aber noch ausführlicher – wie macht man die Knoblauchgeschichte?

Okay, die Knoblauchgeschichte – wie man die macht – auch da gehen die Meinungen sehr stark auseinander. Ich kann sagen, wie ich es mache. Ich nehme eine Zehe auf ca. eineinhalb Liter Wasser und koche die für knapp 20 Minuten auf, lasse es abkühlen und verdünne es dann eins zu fünf und spritze das dann auf die Pflanzen. Es gibt auch Präparate zu kaufen, wo dann einfach Knoblauch entsaftet wird. Man kann auch tatsächlich aus der Lebensmittelindustrie Knoblauchextrakte kaufen. Die benutzen Metzger und Co sehr gerne. Das ist dann einfach ein zehn- Liter-Kanister, worin eben auch ein Knoblauchextrakt ist, den man auch wieder runter verdünnt. Eins zu zehn habe ich meistens, weil die in einer Potenz sind wie die ausgekochten Knoblauchzehen – und dann spritzen. Es gibt auch noch andere auf pflanzlicher Basis, die man auch selber herstellen kann, Brühen und Jauchen, so aus der Kategorie Brennnesseljauche. Das ist ja was, das sehr bekannt ist. Das mögen die Läuse auch nicht, wenn man damit einspritzt und zusätzlich hat das auch eine stärkende Wirkung.damit ein Löwenzahnjauche, Löwenzahntee, so in die Richtung gehend kann man auch ein bisschen arbeiten. Und was ich als letztes gesagt habe, wenn man gar nicht mehr weiter weiß, gibt es auch Handelsprodukte auf pflanzlicher Basis. Da gibt es was auf Chrysanthemenbasis, wo eben ein Bestandteil der Chrysantheme genommen wird. Als Spritzbrühe kann man das auch auftragen, das vertragen die Läuse nicht. Es gibt Kalisalze, Kaliseifen, mit denen man spritzen kann, die auch unproblematisch sind. Dann gibt es noch das allseits beliebte, bekannte Neem, das von dem Neembaum kommt, was man natürlich auch einsetzen kann. Aber am besten ist es natürlich, man geht am Anfang her mit Sachen, bei denen man auch selber weiß, die kann man essen, weil, auch, wenn es auf pflanzlicher Basis ist, hat es trotzdem eine Giftigkeit. Auch den Chrysanthemenauszug sollte man nicht verzehren. Die Neemgeschichte hat auch eine Giftigkeit und auch diese Kalisalze. Deswegen sollte man eigentlich immer grundsätzlich schauen, kann man mit Pflanzenstärkung vorbeugen, kann ich Nützlinge fördern und kann ich andere Brühen machen, worin Sachen sind, die ich auch unbedenklich essen kann.
Die Knoblauchgeschichte ist toll. Und bei der Brennnesseljauche, wenn wir die lange stehen lassen, fängt die ja an, zu gären. Damit ziehen wir uns nicht immer die Freude der Nachbarn zu. Können wir das mit Brennnesseln auch schneller machen, dass es nicht erst gären muss, dass es nicht so fürchterlich stinkt?
Das habe ich jetzt selbst tatsächlich noch nicht selbst so intensiv getestet, wie wirksam es ist, wenn man einen Brennnesseltee kocht mit frischen Brennnesseln. Gegen das Stinken kann man sich behelfen …

Urgesteinsmehl

Urgesteinsmehl oder was ich gerne auch empfehle, ist Pflanzenkohle. Oder, was auch unterstützend helfen kann, ist eine regelmäßige Belüftung, das heißt, einmal am Tag umrühren, um Sauerstoff hinzuzufügen, weil sehr häufig sind es die Fäulnisbakterien, die ein bisschen stinken. Unterstützend dabei, wenn man Sauerstoff zufügt, dann werden die Bakterien unterstützt, die Luft und Sauerstoff mögen, und die sind eher nicht so geruchsintensiv.

Kannst du uns bitte noch was zur Pflanzenkohle erzählen? Damit arbeitet ihr ja. Wie sinnvoll ist es, auch in Bezug auf uns Balkongärtner.

Ich finde es sehr sinnvoll, auch für Balkongärtner. Wir machen aktuell Versuche, indem wir versuchen, die Pflanzenkohle mit hochdosierter Vinasse zu aktivieren und die dann als Dünger mit einzustreuen zum späteren Zeitpunkt. Weil sehr häufig hat man die Problematik, man will Nährstoffe ranbringen und hat sie in flüssiger Form und kann aber nicht jeden Tag düngen und deswegen versuchen wir jetzt aktuell, das mit Pflanzenkohle ranzubringen. Ansonsten arbeiten wir ja hauptsächlich mit Pflanzenkohle, dass wir sie in die Freilandfläche mit einarbeiten, die vorher aktiviert ist mit einem Kompost-Tee. Dadurch wird das Bodenleben sehr stark gefördert. Pflanzenkohle ist ja der Hauptbestandteil von der sogenannten Terra Preta, also von der schwarzen Erde, die ja hauptsächlich aus Südamerika bekannt ist. Man sagt, die indigenen Völker haben damals mehr oder weniger Kompost aufgebaut, indem sie sehr viel Kohle verarbeitet haben von ihrem Lagerfeuer. Und dadurch, dass die Kohle da ist, ist eine unheimlich große Fläche da, die die guten Bodenleben besiedeln können und dadurch sehr schön die Pflanzenverfügbarkeit der Nährstoffe fördern können. Auch im Topf hat das durchaus seine Vorteile. Man muss halt auf jeden Fall aufpassen, dass man vorher die Pflanzenkohle sauber aktiviert. Das heißt, dass man sie am Anfang, wenn sie trocken ist, ordentlich nass macht, am besten mit einer Düngerlösung oder mit einer effektiven Mikroorganismenlösung, mit einem Komposttee oder ähnlichem. Man kann auch Pferdemistwasser nehmen, das heißt, Pferdemist in einen Sack tun, in Wasser hängen, damit viele Mikroorganismen in die Kohle kommen. Wenn nämlich keine dran sind, dann zieht die Kohle sehr viele Nährstoffe und Mikroorganismen erstmal aus dem Boden raus. Die siedeln sich dann dort an und man hat man eben nicht mehr davon sondern eher weniger, weil dann müssen die Pflanzenwurzeln erst wieder zur Kohle hinwachsen, um dort das Zeug wieder einzusammeln. Deswegen muss man ein bisschen aufpassen. Ich sehe da aber sehr viel Zukunft drin, gerade auch in Bezug auf CO2 Speicherung, weil ja das CO2 so ja wieder in den Boden mit eingebracht wird und dann dort deutlich langsamer wieder verfügbar gemacht wird, als wenn man beim Verbrennungsprozess die Kohle sozusagen mit verheizt.

Bei der Pflanzenkohle müssen wir doch aufpassen, dass wir uns keine Schadstoffe einholen. Wo bekommen wir gute Pflanzenkohle her?

Es gibt eine Gemeinschaft von den Pflanzenkohleproduzenten. Die haben den Zertifizierungsstandard festgelegt, wo untersucht wird, wie stark was belastet ist und was benützt wird. Die Zertifikate, die es da gibt – es gibt, wie gesagt, einmal den Pflanzenkohleverband und es gibt noch ein paar andere europäische Verbände, die das auch zertifizieren – und die untersuchen natürlich, was für ein Ausgangsstoff benutzt wird. Und danach muss man sich natürlich ein bisschen richten. Wenn das Zeug natürlich Holz ist, das auf den Autobahnstreifen geerntet wurde, wo sehr viele Schwermetalle drin sind, Ammoniake und Co, die durch die Abgase in die Pflanzen geraten, ist das natürlich suboptimal. Da sollte man schauen, wer was verwendet. Die Pflanzenkohle, die wir verwenden, besteht rein nur Erntereste aus dem Getreidebau. Die sind alle biozertifiziert, das heißt, das ist biozertifiziertes Getreide und das wird dann mit einem Pyrolyseverfahren verkohlt. Die Wärme, die dabei entsteht, benützt der Produzent tatsächlich, um Warmwasser zu gewinnen. Die geht auch nicht verloren. Das sollte man nämlich meiner Meinung nach auch immer stark hinterfragen. Wie wird diese Pflanzenkohle gewonnen? Es gibt sehr viele, die arbeiten einfach mit offenen Systemen, wo die Wärme einfach verpufft, was sehr schade ist, wenn man diese Ressource einfach verschwendet und nicht nutzt, um Warmwasser zu schaffen oder die Energie irgendwie anders zu speichern.

Kannst du uns bitte den Namen dieses Produzenten sagen? Das hört sich ja sehr nachhaltig an.

Genau. Das Produkt haben sie Moola genannt. Der Produzent selber ist ein großer Entsorgungsbetrieb, das ist ein Verband von Entsorgungsbetrieben, also wenn, dann merkt euch Moola, sucht nach Pflanzenkohle. Der Verband heißt Du- Willkommen.

Okay, danke! Du erwähntest zum Aktivieren der Pflanzenkohle neben Pferdemist Kompost-Tee. Wie können wir uns Kompost-Tee machen und ist das besonders sinnvoll? Viele von uns Balkongärtnern haben ja auch eine Wurmkiste zu Hause oder ich empfehle immer jedem eine Wurmkiste, weil man da eben den Kreislauf schließen kann, indem man seine eigenen Bioabfälle wieder zu wertvollem Wurmhumus umwandelt und dann eben seine Pflanzen mit seinem eigenen Bioabfall düngen kann. Wie können wir uns Wurmtee machen, oder Kompost-Tee, auf eine einfache Art und Weise, und können wir das auch mit unserem Wurmhumus machen?

Der Wurmhumus ist sogar besonders prädestiniert, das zu machen. Und das ist natürlich auch eine Möglichkeit, diesen Wurmhumus anders an die Pflanzen zu bringen. Der Wurmhumus hat sehr viel Energiepotenzial, und so kann man den einfach deutlich besser dosieren. Und wie man das macht, ist eigentlich sehr simpel. Man nimmt sich einfach was von dem Wurmhumus aus der Wurmkiste, am besten ohne Würmer, weil die hinterher sonst leider verenden, packt das in einen Stoffbeutel ein oder in ein Stück Stoff, lässt das in Wasser hängen. Dieses Wasser, das ist ganz wichtig, muss belüftet werden, das heißt, es muss kontinuierlich unter Luft stehen. Da bieten sich aus dem Aquariumbereich sehr kleine Luftpumpen an, die sehr wenig Stromaufnahme haben. Wenn man da ein Dreißigliterfass ansetzen möchte mit Wurmkompost-Tee, dann reicht eine Pumpe, die zwei bis drei Watt Leistungsaufnahme hat, also verschwindend gering. Und dann schießt man dann einfach für ein paar Tage Sauerstoff rein, das heißt, man pumpt Sauerstoff ins Wasser rein. Die sauerstoffliebenden Bakterien aus dem Wurmhumus vermehren sich dann in dem Wasser. Die Nährstoffe werden ausgewaschen in das Wasser. Dann kann man den Kompost-Tee nehmen und gießen. Zusätzlich sollt man das Rezept für diesen Tee noch ein bisschen ausarbeiten, weil, wenn man nur mit dem Wurmhumus arbeitet, kommen ganz viele Bakterien, also ganz viel Bodenleben und sagen, schön, hier ist schön viel Sauerstoff, aber ich hab hier sonst nichts zu futtern. Deswegen ergänzt man meistens noch etwas mit mehr Energie, sowas wie Zucker. Da kann man auf braunen Zucker zurückgreifen, auf Zuckermelasse, oder, da gibt es ja dieses Handelsprodukt, das heißt Goldsaft, da kann man auch ein bisschen was reinkippen, damit die schön viel zu futtern haben. Und zusätzlich kann man, um das Ganze noch abzurunden, noch ein bisschen Urgesteinsmehl reinbringen. Damit bringt man die mineralische Komponente mit rein, die sich hier auch löst und verteilt und das Ganze aufbessert. Es gibt noch ganz viele andere Rezepte, nach denen man arbeiten kann, wo man eben auch mit anderen Pflanzenprodukten arbeitet, so eben die berühmt-berüchtigte Brennnessel. dass man dann in diesen Beutel noch so und soviel Gramm frisch geerntete Brennnesseln mit einbringt, die sich dann auch in der Zeit in dem Wasser umsetzen und dann noch mehr Nährstoffe, noch mehr pflanzenverfügbare Stoffe zur Verfügung stellen.

Du hast jetzt eben die balkonfreundliche Variante von dreißig Litern erläutert. Können wir es nochmal ein bisschen kleiner machen, vielleicht auch ohne Pumpe? Bringt es was, wenn man sich einen Eimer nimmt oder eine Gießkanne und da eine kleine Handvoll Wurmhumus reinmacht? Muss das unbedingt in so einem Tuch sein oder in einem Beutel oder können wir einfach in den Eimer oder die Gießkanne ein Händchen Wurmhumus reinmachen, noch einen Schuss von dem Goldsaft oder Rohrzucker und noch ein bisschen Urgesteinsmehl und einfach mit einem Stöckchen umrühren?

Ja, mit einem Stöckchen umrühren würde natürlich auch gehen, aber dann braucht es natürlich immer wieder kräftiges Rühren. Es ist natürlich einfach eine Geschichte von, wieviel Einsatz man zeigen kann und will. Das Tuch empfiehlt sich deswegen, weil, wenn man hinterher das hat, ist es sonst aus dem Bereich sumpfig, matschig. Wenn man eine Brause benutzt, vorne an seiner Gießkanne dran, dann verstopft die ganz schnell. Wenn man es irgendwie sonst in irgendwelches Gießwasser mit reinkippt, wenn man eine Regentonnenpumpe hat, mit der man arbeitet, weil man Regenwasser sammelt, und man benutzt einen Schlauch, kann es eben ganz schnell dazu führen, dass es verstopft und man dann hinterher auch ganz viel wieder sauber machen muss. Deswegen hat das Tuch sehr viel Sinn, wie beim Teebeutel, dass die Teile halt nicht frei rumschwimmen und irgendwelche Sachen verstopfen. Mit dem Stöckchen umrühren ist halt die Frage, ob man genug Sauerstoff reinkriegt auf Dauer. Und, dass man dann eben im richtigen Bereich ist, wo es sehr sauerstoffreich ist, wo sich bestimmte Mikroorganismen deutlich wohler fühlen als andere.

Wenn wir eine Gießkanne haben, wo wir nicht mit Tülle arbeiten, da besteht das Problem der Verstopfung nicht so. Wenn wir uns die Gießkanne in die Küche hinstellen, wo wir sowieso immer arbeiten, und wenn wir in der Küche sowieso etwas machen, mal öfters mit unserem Stöckchen rumwedeln, könnte das reichen , wenn wir das über den Tag verteilt machen, oder würdest du uns aus deiner Erfahrung heraus empfehlen, das zwei Tage zu machen oder drei Tage? Einfach bitte nochmal ein bisschen praktikabler.

Ja gut, ich würde jetzt gerne sagen, das geht so. Die Erfahrung, die wir haben, ist tatsächlich, dass unser Kompost-Tee sehr schnell in den Bereich Fäulnis kommt, wenn er zu wenig Sauerstoff hat. Ich nehme an, wenn man das mit dem Stock auch nicht genug Luft rein bekommt, dass es dann auch ganz schnell in den Bereich Fäulnisbakterien geht, der eben nicht förderlich ist. Ich glaube auch, wenn wir das nur zwei, drei Tage machen … ich kann es mir nur schwer vorstellen. Ich kenne es von Brennnesseljauche. Wenn man das belüftet, das habe ich ja vorhin schon erwähnt, wird es besser, aber auch nicht ideal. Das heißt, es muss auf jeden Fall eine Weile stehen, damit die Mikroorganismen Zeit haben, sich zu vermehren und auch Zeit haben, den Zucker umzusetzen. Zwei Tage reichen da vermutlich nicht. Und es ist auch die Frage nach der Wärme. Wenn es wärmer ist, dann sind sie natürlich aktiver und wenn es kühler ist, weniger aktiv. Deswegen, wenn man es draußen stehen hat, auf dem Balkon, und es kühlt stark ab, kann es sich verzögern, bis die volle Wirksamkeit stattfindet.

Woran würden wir erkennen, dass die Fäulnisbakterien überhand nehmen? Am Geruch?

Am Geruch, definitiv am Geruch. Es ist bei uns so, wenn wir die Kompost-Tee- Lösung in den Schläuchen von den Wasserbrausen stehen lassen, und es ist ein heißer Tag, wenn man dann am nächsten Tag das Wasser wieder andreht und es wird kein Kompost-Tee mehr zugespeist, merkt man das ganz schnell, dass die Fäulnis schon begonnen hat. Das geht relativ schnell und das riecht man dann auch relativ genau.

Und das bringt ihr dann nicht mehr aus, weil wir keine Fäulnisbakterien haben wollen?

Wir lassen am Anfang, wenn man das merkt, das erste Wasser erst mal durchlaufen. Meistens ist irgendwo im Schlauch eine Luftblase, die uns anzeigt, hier kommt wieder frisches Wasser. Sobald dieses, ja, Aufstoßen mehr oder weniger kommt, dann gießen wir weiter. Da kann es natürlich durchaus sein, dass sich das ein bisschen vermischt, aber meistens lassen wir das, bringen wir das nicht aus.

Jetzt waren wir ganz schön im Detail, das war jetzt für mich aber ganz spannend mit dem Kompost-Tee, weil ich häufiger darüber lese, mir aber einfach noch das Gefühl fehlt, wie wir das relativ einfach anwenden können. Danke! Jetze, du bist unser Chili-Experte, seit dem ersten Lebensjahr. Was sind deine Lieblings-Chilisorten? Mach uns da nochmal bitte Lust.

Meine Lieblings-Chilisorten – das ist immer schwierig – also jedes Jahr finde ich immer eine neue „Lieblings-Chilisorte des Jahres“, die mich einfach wieder überrascht. Es gibt natürlich so viele Klassiker unterwegs. Was für eine Gruppe mir am meisten Spaß macht, sind die Rocotos, das sind die Capsicum pubescens, die kommen aus den Hochanden. Die wachsen sehr weit oben. Die vertragen ein bisschen mehr Kälte, vertragen aber nur eine trockene Kälte und eben keine feuchte Kälte, wie sie bei uns meistens herrscht. Sie haben behaarte Blätter, haben schöne lila Blüten, also sie sind sehr schön anzuschauen. Und dann kommt der absolute Clou, sie bilden relativ große Früchte, die gleichzeitig aber sehr dickwandig sind. Sehr häufig ist es so, dass je größer die Früchte werden, desto dünnwandiger werden sie. Dickwandige Früchte werden meistens milder und dünnwandige bleiben scharf, wenn sie größer werden. Und die werden halt groß und dickwandig, dadurch lassen sich sehr schön füllen. Das ist auch eines der Landeshauptgerichte in Peru, Rocoto relleno, was gefüllte Rocoto heißt. Da gibt es einige Gegenden, wo das wirklich das absolute Highlight ist, wo sie richtig schöne große Rocotos haben, die sie schön füllen, mit verschiedenen Füllungen, sehr bunt gemischt auch, mit Fleisch, Zwiebeln, Rosinen, Erdnüssen, mit Käse überbacken, also wirklich sehr, sehr gut. Die haben zusätzlich zu den ganzen tollen Features, die ich schon genannt habe, noch ein Schärfe-Feature, nämlich die chemische Zusammensetzung des Schärfestoffs ist bei denen ein bisschen anders. Das heißt, die sind rein chemisch gesehen, gar nicht das Schärfste was es auf der Skala gibt, aber einige Leute reagieren da besonders empfindlich drauf und empfinden das als besonders scharf und andere Leute reagieren da gar nicht drauf, die empfinden das als milder, als es tatsächlich ist. Und, die haben ein Aroma zum Niederknien. Das ist ein Aroma, wo man viele, viele Vergleiche braucht, um es zu beschreiben. Ich finde persönlich, keiner von diesen Vergleichen passt. Eine Rocoto schmeckt wie eine Rocoto. Sie schmeckt nicht wie … natürlich kann man ganz viel rein interpretieren, Bananen, Tomaten, ganz viele andere exotischen Früchte, die man vergleichen kann, für mich ist einfach eine Rocoto eine Rocoto. Jedes Jahr finde ich aber noch so ein paar Lieblingssorten, die außerhalb vom Bereich Rocoto sind. Dieses Jahr ist es die Guindilla, auch eine peruanische Sorte. Sieht sehr ähnlich aus wie eine Charapita, die eine andere peruanische Sorte ist, die aber ein komplett anderes Brennprofil hat, also die ganz anders brennt, und die zusätzlich ein leicht rauchiges Aroma hat. Wobei die Charapita dagegen ist eher sehr fruchtig.Ich habe heute auch ein paar Sachen dabei, ein paar frische Chilis, die ich mal zeigen kann. (zeigt eine längliche gelbe Chili). Aus dem Bereich, von der Form her, was man eindeutig als Chili betiteln könnte, eine klassische spitz zulaufende Chili. Es ist aber tatsächlich nicht das, was man sonst so kennt, wenn man die Form so sieht. Es ist keine Cayenne, es ist eine Capsicum baccatum. Baccatum heißt beerenartig. Die Frucht sieht jetzt nicht aus wie eine klassische Beere, wobei, botanisch gesehen, sind alle Chilis Beeren. Die Baccatums sind auch besonders aromatisch und hat dabei eine sehr angenehme Säure. Sehr viele Leute vergleichen das dann „wie Ananas, wie Zitrusfrüchte und Co“. Und dadurch kann man die natürlich ganz geschickt zu ganz anderen Sachen einsetzen als eben eine klassische Chili.Das ist eben genau das, es gibt zu jedem Gericht die passende Chili, man muss sie nur halt erst finden. Hier ist noch was ganz gemeines (zeigt eine weitere Chili, dunkelrot und rundlich). Etwas sehr, sehr, sehr scharfes. Erkennt man vielleicht auch. Ist sehr gefurcht. Das liegt daran, dass das eine natürliche Mutation hat. Ich werde sie jetzt nicht aufschneiden, aber drinnen ist die sogenannte Placenta, das Nährgewebe. In Paprika kennt man das, das ist da, wo die Samen dran wachsen, so ein Punkt, der mit Seitenstreifen am Fruchtfleisch befestigt ist. Und bei denen ist das so, dass die Placenta mit dem Fruchtgewebe verwachsen ist. Dadurch kann man die auch nicht entschärfen. Andere Chilisorten kann man entschärfen, indem man die Placenta rausschneidet. In der Placenta wird der Schärfestoff gebildet und von dort aus in das ganze Fruchtfleisch verteilt. Und bei denen ist das Fruchtfleisch mit der Placenta verwachsen, deswegen kann man das eben nicht machen. Bei den anderen kann man die Placenta rausschneiden und dadurch schon ein ganzes Stück abmildern. Und wenn man dann noch die Streifen rausschneidet, die die Placenta mit dem Fruchtfleisch verbindet, dann ist es noch einen Tic milder und dadurch kann man bei normalen Sorten die Schärfe zwei, drei Stufen runterbringen. Aber bei diese superscharfe Sorte kann man es zu keinem Zeitpunkt runterbringen.

Da fehlt mir noch der Name.

Das ist eine, wenn ich mich jetzt nicht irre, eine Big Black Mama. Die kommt aus den USA, Lousiana, von einem berühmten Züchter, der unter dem Namen Primo bekannt ist. Der hat ein paar Sorten auf den Markt gebracht und eine ist seine Seven Pot Primo und das andere ist eine Reihe, die immer Big Black Mama heißt. Black gibt’s, Orange, Yellow, Caramel, ganz viele verschiedene Farben. Er hat also verschiedene Sachen zusammen gezüchtet und er hat eine Reihe gemacht. Sie sind alle superscharf. Er hat auch eine Sorte, die er nicht veröffentlicht hat, die heißt Lousiana Creeper. Die soll noch schärfer sein. Die veröffentlicht er aber auch nicht, leider oder Gottseidank, wie man es sieht. Hier haben wir eine Cayenne, aber in lila eben (zeigt eine lange, dünne, dunkellila Chili). Die reift nachher mit einem leicht rötlichen Stich ab. Ich will mal zeigen, dass es auch diese Farben, das kennt man ja auch manchmal, so Farben von den Chilis. Grün ist fast immer unreif, wobei es einige Mutationen gibt, die ihre Farbe nur minimal umfärben, dass es hinterher immer noch sehr grünlich aussieht. Es gibt auch diese Kombination, dass die äußere Haut der Chili eine Farbe hat und das Fruchtfleisch eine andere. Dadurch entstehen coole, interessante Farbbilder. Und dann gibt es auch einige, wo die äußere Schicht nicht die Farbe ändert, sondern die untere Schicht. Und dadurch passiert es, dass die äußere Schicht, die grün ist, grün bleibt und die untere Schicht, die vorher grün ist, färbt sich dann in gelb um und dann sieht das von außen dann immer noch sehr grünlich aus, in einem helleren Grün. Und manchmal färben sie sich auch noch andersrum, dann geht es eher manchmal so in Richtung gelblich, senffarben.Was haben wir hier noch? Hier haben wir noch ein paar wilde Sorten, die deutlich kleiner sind. Das sind Chiltepin, die kommen aus der Sonora-Wüste in Mexiko. Einmal ne braune und einmal ne rote. Die wiegen natürlich fast nichts. Wenn man die so sieht, die rote, da brauche ich um ein Kilogramm zu ernten, viele, viele Tausende von diesen kleinen Beerchen. Dagegen habe ich einige Paprika im Anbau, wo ich fünf oder sechs Stück brauche, um auf ein Kilogramm zu kommen. Dementsprechend haben natürlich diese wilden Sorten nicht eine ganz so große Verwendungsmöglichkeit, weil sie einfach deutlich teurer sind, weil man sehr viel Zeit aufwenden muss, jede einzelne Beere zu pflücken. Es gibt auch andere interessante Formen. Hier ist eine aus Brasilien, eine Chupetinha, die eine Tropfenform hat. Und dann haben wir hier noch eine Colombian White, kommt aus Kolumbien. Sie wirkt jetzt auf dem Bild sehr gelblich, ist aber tatsächlich so ein ganz helles Gelb bis Creme. Wirkt ein bisschen dunkler, als es tatsächlich ist.Hinter mir stehen noch welche. Da haben wir noch eine Bhut Jolokia. Die kommen aus Indien. Die werden zur Elefantenabwehr benutzt. Da werden die Bhut Jolokia getrocknet, zu Fackeln zusammen gepackt und dann angezündet. Die Dämpfe in dem Rauch vertreiben dann Großwild wie Elefanten.Ich kann hier noch etwas ganz anderes zeigen (zeigt eine kleine Pflanze im Topf). Das sieht jetzt ganz anders aus, eine Mutation, die einige Chilifreunde über die Jahre stabilisiert haben. Die bildet sehr dünne Blätter. Die Blüten sind auch nicht so sauber ausgebildet. Wie man hier sieht, setzt sie trotzdem ein paar Früchte an. Das ist bei Chilifreunden sehr beliebt, weil es sehr schwer ist, an Saatgut heranzukommen, weil sie fast gar kein Saatgut bildet. Da ist, wenn man Glück hat, in einer Frucht ein Korn drin. Um ein paar Pflanzen ziehen zu können, braucht man entsprechend viele Früchte. Bei den Chilis ist es viel, viel …Ich habe im HIntergrund nochmal zwei stehen. Einmal eine bunte, die kann ich euch einmal zeigen. Das ist eine Gruppierung, die sehr häufig als Regenbogenchili bezeichnet wird, wobei das nicht die klassische ist. Hier sieht man, die hat am Anfang lilane Früchte, dann werden sie heller, in so einer Cremefarbe. Und dann dunkeln sie nach, erst orange und zum Schluss sind sie dann rot. Es ist aktuell noch keine reife dran.

Wie ist es mit der Überwinterung? Kannst du uns da für Tipps geben? Weil, es funktioniert ja …

Genau, es funktioniert. Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Das einfachste ist, hell und kühl. Da ist immer so der Klassiker am Fenster in einem Treppenhaus, weil da Licht reinkommt, es nicht so stark beheizt ist, aber eigentlich immer frostfrei ist, im Haus. Da kann man die am einfachsten pflegen. Wichtig dabei ist wieder der Wasserhaushalt, dass es nicht zu schnell zu nass wird, weil, wenn es kühl und hell ist, dann dauert es sehr lange, bis die Pflanze das Wasser wieder durchzieht. Wenn es warm und hell ist, das würde theoretisch auch gehen, ist aber eine deutlich größere Herausforderung, da eben der Wasserhaushalt aber eben auch besonders die Schädlinge im Griff zu behalten, weil man fängt sich auch im Winter irgendwoher was ein, Läuse und Co. Und wenn die halt da sind, wenn schön geheizt ist. Im Wohnzimmer mag man dann nicht unbedingt mit Knoblauchbrühe spritzen und allgemein auch die Luftfeuchtigkeit nicht erhöhen, weil man dann Schimmelgefahr hat und Co. Deswegen ist das immer eine sehr große Herausforderung. Die ist dann damit verbunden, dass man sich zur Not die Pflanzen schnappen muss, sie ins Badezimmer in die Wanne tragen, dort behandeln, abtrocknen lassen, wieder zurück stellen. Dann kann natürlich die Problematik sein, dass man dann einen Erdballen hat, der komplett durchgenässt ist. Wenn dann nicht genug Licht da ist, arbeitet die Pflanze wenig, braucht das Wasser nicht, braucht die Nährstoffe nicht. Dann kann es auch wieder zu Problemen führen. Deswegen, wenn man es wagt, am Anfang auf jeden Fall schauen, dass man eine Möglichkeit hat, es kühl und hell zu überwintern. Das ist die einfachste Möglichkeit.

Magst du uns zum Schluss noch etwas mit auf den Weg geben?

Bleibt scharf!

Haha!

Und, wie gesagt, nicht unterkriegen lassen. Es gibt gute Jahre, es gibt gute Sommer bei uns. Es gibt nicht so ideale Sommer. Aber am Ende des Tages lohnt es sich eigentlich immer, sich mit Chilis auseinanderzusetzen, sie anzubauen. Es ist immer eine Freude. Ich habe jetzt über die Jahre so viele Leute kennen gelernt, die sehr viel Freude daran hatten, einfach immer wieder was Neues zu entdecken. Das Schöne ist, es gibt immer wieder was Neues zu entdecken. Auch ich habe noch nicht alles entdeckt, was es zu entdecken gibt in der Chiliwelt.

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Hier geht es zu den Blogbeiträgen zum Anbau. Wer gewinnen möchte, unter dem jeweiligen Blog kurz kommentieren. Ich schreibe am Montag 31.05.21 früh die 30! Gewinner an und ermittle die Adresse.

>> Anbau von Goji-Beeren auf dem Balkon <<

>> Anbau der Heilpflanze Artemisia annua (Einjähriger Beifuß) auf dem Balkon <<

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93 Antworten

  1. Paprika und Chili sind nicht ganz einfach zu kultivieren. Unser norddeutsches Klima mögen sie jedenfalls nicht so… Aber mit einem grünen Daumen und hochwertigem Pflanzenmaterial könnte es klappen.

    1. Liebe Nicole, bitte übersende Deine Adresse an news@bio-balkon.de mit Stichwort „3xChili Gärtnerei Umbach Heilbronn und Alexander Hicks Chilipflanzen“, damit ich Deine Adresse an die Bioland Gärtnerei Umbach bzw. Alexander Hicks vom Chilipflanzen Shop zum Versand der drei großzügig gespendeten Chili – Pflanzen in bester Bioland-Qualität weiterleiten kann. Mögen sie sich bei Dir wohlfühlen und Dir viel Freude und Wohlbefinden bringen. Liebe Grüße Birgit und Glücksfee Paul

  2. Immer wieder ein tolles und interessantes Thema über den Anbau von Paprika und Chilis kann man nie genug Wissen haben. Es gibt immer neues an diesen tollen Pflanzen was man entdecken kann. Auf meinem Balkon wäre noch ein sonniges Plätzchen für Chilis frei.
    Ein Dankeschön an Alexander das er hier ein paar seiner tollen Pflanzen zur Verfügung stellt.

  3. Habe letztes Jahr Chili-und Paprikapflanzen selber gezogen, die auch viel getragen haben. Dieses Jahr sind sie mir fast alle erfroren, weil ich sie zu früh rausgestellt habe 🙁. Schade, wird mir nicht nochmal passieren. Liebe Grüße

  4. Schön, so eine Anleitung zu bekommen! Seit Jahren habe ich selbst kleine Paprikas und Chillis mit Erfolg gezogen. Dieses Jahr habe ich es 4x versucht, aber die Pflänzchen blieben mickrig und gingen schließlich ein.
    Da durch den Wetterwechsel nach Ostern auch noch meine Gojibeere auf dem Balkon eingegangen ist, wäre es ein Traum, Ersatz zu bekommen.
    Einen herzlichen Dank an Alexander auch von mir!

    1. Liebe Brigitte, bitte übersende Deine Adresse an news@bio-balkon.de mit Stichwort „3xChili Gärtnerei Umbach Heilbronn und Alexander Hicks Chilipflanzen“, damit ich Deine Adresse an die Bioland Gärtnerei Umbach bzw. Alexander Hicks vom Chilipflanzen Shop zum Versand der drei großzügig gespendeten Chili – Pflanzen in bester Bioland-Qualität weiterleiten kann. Mögen sie sich bei Dir wohlfühlen und Dir viel Freude und Wohlbefinden bringen. Liebe Grüße Birgit und Glücksfee Paul

  5. Hallo Birgit, da hast du wieder einmal einen tollen Partner, der uns die besten Sorten empfiehlt, großartig.

    Ich liebe Paprika- und /Chilisorten und bin schon die ganze Zeit auf der Suche nach passenden Sorten, doch das Angebot übersteigt meine Kenntnisse. Da hätte ich doch dirket auf deine Seite blicken sollen😅.

    Hier gibt es so viele wertvolle Informationen und Hinweise. Ich bin fasziniert von deiner Arbeit und deinem umfassenden Wissen, was du uns zur Verfügung stellst.

    Dankeschön.

    Ganz liebe Grüße zu dir Birgit und deinem Sohn und natürlich zu den Bewohnern auf deinen Balkons.
    Tonja

  6. Danke für die Anleitung.
    Ich habe die letzten Jahr erfolgreich Chili angebaut, allerdings haben sie den Winter nicht überlebt. Dieses Jahr habe ich es auch mit Paprika versucht, jedoch ist die Pflanze noch sehr klein.
    Ich würde mich über so ein Pflanzpaket sehr freuen!

  7. Die Gärtnerei Umbach hat bei uns in Stuttgart eine Filiale eröffnet. Was für ein Glück, endlich Bio-Gemüsesetzlinge vor Ort aussuchen und kaufen zu können!

  8. Leider haben wir dieses Jahr kein Glück mit unseren selbstbezogenen Jungpflanzen, das Wachstum kommt nicht richtig in Gang. Sehr schade, aber vielen Dank für die vielen guten Tipps. Also versuchen wir unser Glück bei Eurer tollen Verlosung.

  9. Leider haben auch meine Pflänzchen die Kälte und die Trauermücken nicht überlebt… schade, dass es bei so vielen auch nicht geklappt hat. Das wäre auch mein erstes Jahr gewesen, wo ich mich an Paprika/Chilis rangetraut hätte … 😪Danke dir Birgit für den tollen Beitrag! 🙂

    1. Liebe Jane, bitte übersende Deine Adresse an news@bio-balkon.de mit Stichwort „3xChili Gärtnerei Umbach Heilbronn und Alexander Hicks Chilipflanzen“, damit ich Deine Adresse an die Bioland Gärtnerei Umbach bzw. Alexander Hicks vom Chilipflanzen Shop zum Versand der drei großzügig gespendeten Chili – Pflanzen in bester Bioland-Qualität weiterleiten kann. Mögen sie sich bei Dir wohlfühlen und Dir viel Freude und Wohlbefinden bringen. Liebe Grüße Birgit und Glücksfee Paul

  10. Dieses Jahr ist es wirklich ein Graus. Erst die Trauermücken und dann diese ständige Nässe und Kälte. An jedem wärmeren Tag dann natürlich noch Blattläuse auf dem Balkon 🙄 Ich denke nicht, dass ich so etwas ernten werde. Unser erstes Jahr mit Beet. Und siehe da: alle Chilis aufgefressen, eine Armada von Nacktschnecken. 😑 Ich würde mich daher über den Gewinn freuen.

  11. Ich hab’s dieses Jahr auch mal mit der Aussaat von Paprika probiert und immerhin sind ganz kleine Pflänzchen draus geworden. Aber ich glaube, da wird nichts mehr draus. Vermutlich hat wirklich die konstante Wärme gefehlt.

  12. So toll, was du organisiert und du die balkoninhaber zum Gärtner anregt. Danke dafür. Ich versuche mein Glück und würde mich über einen Gewinn freuen.
    Gruß Annette

  13. Liebe Birgit, Danke für diesen super informativen Blogeintrag. Das Abschneiden der Königsblüte und die Überwinterungsmöglichkeit waren mir bisher nicht bekannt, was für ein Geschenk, dass ich das nun weiß❤. Meine Chili- und Paprikasamen sind dieses Jahr leider nicht gekeimt, ich vermute, da haben sich Trauermückenlarven verköstigt😉. Über ein Pflanzpaket würde ich mich sehr freuen. Herzliche Grüße nach Berlin❤

  14. Toller Blog-Beitrag ! Ich möchte auch gern an der Verlosung teilnehmen. Probiere gerade zum ersten Mal mein Glück mit 2 kleinen Chili-Pflanzen.

  15. Ich habe mich bisher noch nicht an Chilli oder Paprika angenähert und wäre sehr erfreut über die Chance das mit diesem Expertenblogbeitrag nun einmal ausprobieren zu können.
    Vielen Dank fürs Teilen.

  16. Leider musste ich durch Trennung meinen geliebten Garten aufgeben, und freu mich jetzt hoffentlich auf gute Erfolge auf meinem Balkon in meiner neuen Wohnung! Und ich liebe Paprika etc.

  17. Guten Morgen Ihr vielen Frühaufsteher!
    Meine Chilisamen sind leider nicht aufgegangen.
    Vielleicht gewinne ich hiermit ein junges, grünes Pflänzchen.
    Ich wünsche allen Balkongärtnern
    ein sonniges Wochenende!

  18. Ich starte in diesem Jahr mit dem Balkongärtnern und habe mich an Chilli noch nicht getraut.
    Wäre Super wenn ich das mal ausprobieren könnte🌶
    Karin

    1. Liebe Karin, bitte übersende Deine Adresse an news@bio-balkon.de mit Stichwort „3xChili Gärtnerei Umbach Heilbronn und Alexander Hicks Chilipflanzen“, damit ich Deine Adresse an die Bioland Gärtnerei Umbach bzw. Alexander Hicks vom Chilipflanzen Shop zum Versand der drei großzügig gespendeten Chili – Pflanzen in bester Bioland-Qualität weiterleiten kann. Mögen sie sich bei Dir wohlfühlen und Dir viel Freude und Wohlbefinden bringen. Liebe Grüße Birgit und Glücksfee Paul

  19. Bis jetzt habe ich mich noch nicht selber an Paprika ran getraut, aber ich war schon Nutzniesserin bei Freunden .-) Vielleicht sollte ich den Schritt doch mal wagen, wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und mit der tollen Anleitung………!!!!!!!!

  20. Vielen Dank für die tollen und sehr nützlichen Informationen.

    Gern würde ich die Heilpflanze Artemisia annua (habe ein Video dazu gesehen, wie sie gegen Malaria eingesetzt wird, sehr interessant), sie ist sehr gesund für viele Sachen und die Goji-Beeren-Pflanzen, auch sehr gesund, auf dem Balkon anbauen.

    Goji-Beeren esse ich sehr gern jeden Tag im Obstsalat und Smoothie, allerdings leider nur getrocknet. Wäre toll, wenn sie auf dem Balkon wachsen würden. Ich dachte kürzlich schon daran, ob sie auch hier wachsen können, ähnlich wie Aronia. Ich wollte dazu recherchieren und nun kommen die Infos „zufällig“ zu mir. Vielen Dank.

    Schön, dass man sie hier auch anbauen kann und sogar auf dem Balkon. Das ist sehr nützlich und sehr gesund.

  21. Wir als Familie essen alle sehr gerne Paprika, würden uns daher über die Jungpflanzen sehr freuen. Paprika haben wir bisher noch nicht angebaut.

    1. Liebe Lena, bitte übersende Deine Adresse an news@bio-balkon.de mit Stichwort „3xChili Gärtnerei Umbach Heilbronn und Alexander Hicks Chilipflanzen“, damit ich Deine Adresse an die Bioland Gärtnerei Umbach bzw. Alexander Hicks vom Chilipflanzen Shop zum Versand der drei großzügig gespendeten Chili – Pflanzen in bester Bioland-Qualität weiterleiten kann. Mögen sie sich bei Dir wohlfühlen und Dir viel Freude und Wohlbefinden bringen. Liebe Grüße Birgit und Glücksfee Paul

  22. Ich habe noch ein bissl Platz bei mir und da kommt dieses Gewinnspiel gerade recht.
    Lieben Dank für die ausführliche Beschreibung, sie wird bestimmt vielen helfen – DANKE

    1. Lieber Norbert, bitte übersende Deine Adresse an news@bio-balkon.de mit Stichwort „3xChili Gärtnerei Umbach Heilbronn und Alexander Hicks Chilipflanzen“, damit ich Deine Adresse an die Bioland Gärtnerei Umbach bzw. Alexander Hicks vom Chilipflanzen Shop zum Versand der drei großzügig gespendeten Chili – Pflanzen in bester Bioland-Qualität weiterleiten kann. Mögen sie sich bei Dir wohlfühlen und Dir viel Freude und Wohlbefinden bringen. Liebe Grüße Birgit und Glücksfee Paul

  23. Ich würde gerne Paprika und Chili auf meiner Terasse anbauen. MeinSohn liebt Chilis.
    Danke für die vielen guten Ratschläge.

  24. Super interessanter Beitrag wie immer. 😉
    Wir essen gerne Paprika und sind Frischlinge im Selbstanbau auf dem Balkon, deshalb würden wir uns sehr, über Pflänzchen freuen. Vielen Dank für die Möglichkeit.

    1. Liebe Kathi, bitte übersende Deine Adresse an news@bio-balkon.de mit Stichwort „3xChili Gärtnerei Umbach Heilbronn und Alexander Hicks Chilipflanzen“, damit ich Deine Adresse an die Bioland Gärtnerei Umbach bzw. Alexander Hicks vom Chilipflanzen Shop zum Versand der drei großzügig gespendeten Chili – Pflanzen in bester Bioland-Qualität weiterleiten kann. Mögen sie sich bei Dir wohlfühlen und Dir viel Freude und Wohlbefinden bringen. Liebe Grüße Birgit und Glücksfee Paul

  25. Liebe Birgit,
    lieber Glücksfee-Sohn Paul :-),

    ich würde mich ganz doll über die Chili-Pflänzchen freuen.
    Ich habe mit Chili-Pflänzchen noch keine Erfahrungen, liebe es aber, Chilis zu verarbeiten und zu essen. Sie mal selber anzubauen, die Samen zu ernten und an Freunde weiterzugeben, das wäre einfach wunderbar. 🙂

    Ganz, ganz liebe Grüße zu Euch nach Berlin,
    Kathrin aus dem Norden Hamburgs

  26. Chili wollte ich dieses Jahr auch versuchen, aber ich glaube, der stand zu kalt…
    danke für den ausführlichen Beitrag!

    1. Liebe Kerstin, bitte übersende Deine Adresse an news@bio-balkon.de mit Stichwort „3xChili Gärtnerei Umbach Heilbronn und Alexander Hicks Chilipflanzen“, damit ich Deine Adresse an die Bioland Gärtnerei Umbach bzw. Alexander Hicks vom Chilipflanzen Shop zum Versand der drei großzügig gespendeten Chili – Pflanzen in bester Bioland-Qualität weiterleiten kann. Mögen sie sich bei Dir wohlfühlen und Dir viel Freude und Wohlbefinden bringen. Liebe Grüße Birgit und Glücksfee Paul

  27. Vielen Dank für den tollen Blogbeitrag und die Gewinnchance. Unsere Chilli- und Paprikapflanzen sind dieses Jahr (genauso wie die Tomaten) sehr klein und mikrig. Außerdem freue ich mich immer über neue Sorten.

  28. Da es dieses Jahr Probleme bei der Aussaat gab bei uns versuche ich mein Glueck hier.
    Danke fuer die tollen Beitraege, Inspirationen und Tipps

  29. Wir versuchen es mit verschiedenen Chilis dieses Jahr und die Pflänzchen machen sich bis jetzt ganz gut. Mit den tollen Tipps aus dem Beitrag hoffen wir auf eine reiche Ernte.

  30. Oh, Chili habe ich noch nicht, das wäre genial. Sie lassen sich ja gut trocknen und so länger aufbewahren.
    Paprika esse ich für mein Leben gerne.
    Und für die Heilpflanze findet sich sicher auch Verwendung.

  31. Hallo,
    ich liebe es scharf und würde mich riesig über eine Chili-Pflanze freuen. Meine ist sehr klein geblieben dieses Jahr.
    Ich hatte die Chili auch schon als Logo gewählt für meine Firma.
    Liebe Grüße
    Eva

    1. Liebe Eva, bitte übersende Deine Adresse an news@bio-balkon.de mit Stichwort „3xChili Gärtnerei Umbach Heilbronn und Alexander Hicks Chilipflanzen“, damit ich Deine Adresse an die Bioland Gärtnerei Umbach bzw. Alexander Hicks vom Chilipflanzen Shop zum Versand der drei großzügig gespendeten Chili – Pflanzen in bester Bioland-Qualität weiterleiten kann. Mögen sie sich bei Dir wohlfühlen und Dir viel Freude und Wohlbefinden bringen. Liebe Grüße Birgit und Glücksfee Paul

  32. Vielen Dank für die vielen tollen Info´s.
    Ich hatte bisher wenig Glück mit Balkonpflanzen aber ihr habt mich inspiriert, es noch einmal zu versuchen.
    Mit Chili oder Paprika wäre ich sehr froh und glücklich… durch Corona und den täglichen Stress
    an vorderster Apotheken-Front könnten wir Vitamine und gesunde Scharfstoffe frisch auf den Tisch gut gebrauchen.

  33. Ich würde sowohl Chili als auch Paprika gerne mal anbauen. Hab ich noch nie. Danke für den schönen Beitrag. Eine tolle Idee aus Paprika Samen Saatgut zu gewinnen.

  34. Wow wieder voll gespickt mit tollen Informstionen und Tipps das Interview. Für 3 Chillie-Pflanzen fände sich sicher ein heimeliges Plätzchen bei uns 😉
    Schönen Abend euch!

    1. Lieber Alexander, bitte übersende Deine Adresse an news@bio-balkon.de mit Stichwort „3xChili Gärtnerei Umbach Heilbronn und Alexander Hicks Chilipflanzen“, damit ich Deine Adresse an die Bioland Gärtnerei Umbach bzw. Alexander Hicks vom Chilipflanzen Shop zum Versand der drei großzügig gespendeten Chili – Pflanzen in bester Bioland-Qualität weiterleiten kann. Mögen sie sich bei Dir wohlfühlen und Dir viel Freude und Wohlbefinden bringen. Liebe Grüße Birgit und Glücksfee Paul

  35. Hallo Birgit,
    Danke für Deine tolle Idee der Verlosung. Ich habe nach Deinem Balkonkongress den Komposttee erfolgreich in mein Gärtnerdasein integriert. Meine vorgezogenen Paprika und Chilis haben mir den Umzug vom Fensterbrett in den Garten sehr übel genommen und sind zu
    75 % eingegangen, was superschade ist. Deshalb würde ich mich über den Gewinn neuer Exemplare sehr freuen!

  36. Großartig, vielen Dank! Meine kleinen Habanero Chocolate und Cubano, die Pelita F1 und Ancho 211, Guindilla und Bird‘s Eye sind jetzt in auch fachkundigen, nicht mehr nur liebevollen Händen! Ich freue mich sehr über den Zuwachs an Wissen und würde mich noch mehr über Zuwachs an Pflanzen freuen!
    Saludos picantes

  37. Bei mir haben letztes Jahr Paprikasamen in der Wurmkiste gekeimt. Leider war das zu spät im Jahr; die Früchte sind nicht mehr reif geworden. Die Pflanze treibt jetzt überraschenderweise wieder aus, vermutlich jedoch wieder zu spät, um auszureifen. Da würde mich der Gewinn doch sehr freuen 🙂

  38. Liebe Birgit und liebe Glücksfee Paul ;-),
    ich würde mich sehr Chilis 🌶 freuen, denn ich mag sie einfach zu gerne.
    Sie selbst hochzupäppeln und dann ernten zu dürfen, wäre einfach wundervoll. 🙂
    Herzliche Grüße,
    Rita

  39. Ich habe bisher keine Erfahrungen im Anbau von Chilis . Deswegen würde ich mich sehr freuen, wenn ich eine Jungpflanze gewinnen würde:) Vielen Dank schonmal liebe Birgit für die Chance bei der Verlosung mit dabei zu sein! Herzliche Grüße, Luzie

  40. Ich liebe es scharf zu essen, vielleicht klappt es ja mit dem Eigenanbau, würde mich sehr freuen im Lostopf gezogen zu werden!

  41. Interessantes Interview. Da meine selbst gezogenen Chilis dieses Jahr nix geworden sind würde ich mich sehr über eine Pflanze freuen, damit ich wenigstens ein bisl ernten kann 🥰

  42. Vielen Dank zunächst für die informativen Tipps. Bislang hatte ich nur mässigen Erfolg mit Chilipflanzen. Gerne nehme ich an der Verlosung teil! Viele wilde Pflanzengrüsse
    Cornelia

  43. Mit Paprika war ich bisher nicht sehr erfolgreich. Vielleicht klappt es ja mit euren Pflänzchen – oder mit Chili? Vielen dank für die zahlreichen Anregungen.

  44. Ich hatte bisher weder Paprika noch Chili, gern würde ich diese versuchen anzubauen. Über die Junfpflanzen würde ich mich freuen. Hier stehen ja viele Infos, damit es glückt. Dafür danke ich Dir Birgit und Alexander für die Bereitstellung der Pflanzen. Liebe Grüße
    🥒🌶🍎🌱🌿🥒🌶🍎🌱🌿🥒🌶🍎🌱🌿🥒🌶🍎🌱🌿🥒🌶🍎🌱🌿🥒🌶🍎🌱🌿
    Könnte ich denn Chili jetzt noch aussäen?

  45. Prima Timing dieser Chili-Blogpost! Bin gerade am überlegen, mit welchen Kräutern / (Wild)Blumen ich meine selbst-gezogenen Chilis zusammen in den Topf setze und wäre der Bio-Balkon-Community + den Chili-Profis sehr dankbar für Tipps zu erprobten Pflanzkombinationen.
    Zum Thema Mulchen: Hab mir dieses Frühjahr für meine mediterranen Pflanzen mal Muschelschalen zum Mulchen gegönnt (die scheinen es sehr zu mögen). Kann ich damit auch die Chilis mulchen oder ist ihnen das zuviel Kalk?

  46. Liebe Birgit,

    Paprika, Pepperoni oder Chili sind einfach super, jetzt weiß ich auch noch besser Bescheid zu Pflege und Gesundheit der Pflanzen und würde mich sehr darüber freuen.

    Herzliche Grüße
    Andreas

  47. Ich hoffe, das ich es dieses Jahr auch schaffe Paprika und Chili auf dem Balkon haben. Nach so einem Beitrag muss es doch gehen. Ich habe viel gelernt. Viele liebe grüsse und vielen dank, Iveta

  48. Interessant: Aktuell liegen Gojibeeren und Artemisia annua fast gleich auf, was die Zahl der Kommentare betrifft. Paprika/Chili hinkt da hinterher. Vielleicht weil es schon am besten bekannt ist von den dreien? Ich bin jedenfalls gespannt auf mein Losglück und freue mich für alle Glücklichen, die etwas gewinnen. Vielen Dank, Birgit, für die schöne Idee mit der Verlosung und all die Infos zu den verschiedenen Pflanzen!

  49. Hallöchen, in meiner Familie werden Paprika quasi inhaliert 🙈 habe extra viele Pflanzen vorgezogen, aber irgendwie sind die super schmächtig und keine Ahnung ob da dann überhaupt mal was zu ernten ist 🙈 wir würden uns daher so sehr über kräftige Pflanzen freuen 🤗❤️

  50. Tolles Skript zum Interview! Da werde ich mir die Tage noch mal einiges in die Pflanznotizen schreiben. Ich konnte einige Paprika dieses Jahr vorziehen und bin gespannt, wie sie sich jetzt entwickeln, wenn die Nachttemperaturen langsam steigen. Pflegetipps habe ich nun schon, vielleicht gibt es auch noch eine Chili. VG

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