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Hermann-Josef Schumacher Experte Düngung BORN-Methode

Hermann-Josef Schumacher

Düngung und Pflanzengesundheit

Der Diplom-Agraringenieur mit Schwerpunkt Pflanzenbau wuchs in einem landwirtschaftlichen Betrieb auf. Herr Schumacher war als Fachlehrer und Berater für Pflanzenbau, Direktor des Gartenbauzentrums Straelen/Köln-Auweiler der Landwirtschaftskammer NRW tätig, inzwischen freiberuflich u.a. als Pionier und Berater im Bio–Zierpflanzen-Anbau. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die Pflanzenernährung, die Weiterentwicklung des Einsatzes regenerativer Energien im Agrarbereich sowie das Akquirieren und Umsetzen internationaler Projektarbeiten.

Inhalt:

Viele Laien fühlen sich mit den verschiedenen Varianten und deren Dosierung etwas überfordert. Wir sprechen über nachhaltige und biologische Düngung und deren Einfluss auf Pflanzengesundheit, „Schädlinge“ und Qualität von Kräutern, Obst, Gemüse und Blumen. Herr Schumacher stellt die organische Depotdüngung „BORN“ (Biological Organic Regulated Nutrition) vor, die auch zur Düngung von Töpfen, größeren Gefäßen und Beetkulturen geeignet ist. Das ist nicht die übliche breit verteilte oder ins Substrat eingemischte organische Düngung, sondern ein Punkt-Düngungsverfahren, wobei Düngerdepots mit der benötigten Nährstoffmenge in Wurzelnähe angelegt werden. Für den Topfgärtner sehr praktisch ist die Verwendung von Schafrohwolle bzw. Schafwollpellets. Er gibt uns eine praktische Anleitung zur Hand.

  • Die Schafwollpellets ausstreuen, einarbeiten oder bei Neubepflanzungen direkt mit ins Pflanzloch geben.
  • Bei Obst und Gemüse benötigen Sie je nach Nährstoffbedarf 60 bis 150 Gramm für den Quadratmeter.
  • Die Dosierung für Zier- und Topfpflanzen ist zirka 10 Gramm (ein Esslöffel) pro Liter Erde.

Empfehlung Schafwollpellets - Der Wolldünger (mit Düngeempfehlungen nach der BORN-Methode)

Webseite

In Abstimmung mit Herrn Schumacher habe ich noch ein PDF zur Düngung mit Schafwolle erstellt, damit es deutlicher und praktischer wird.

Düngung mit Schafwollpellets

47 Antworten

  1. Lieber Herr Schumacher,
    vielen Dank für ihren informativen Vortrag. Da ich immer Vorsicht walten habe, die Balkonpflanzen nicht zu überdüngen, habe ich eher zu wenig zugeführt. Die Schafwolldüngung war mir noch nicht so vertraut – bis zu ihrem Beitrag.
    Eine Frage habe ich nun, wie verhält sich EM zu dem organischen Dünger. Mehr Nutzen oder Schaden, in punkto, ich bringe die natürlichen Organismen aus dem Gleichgewicht?
    Herzliche Grüße!

    1. EM beschleunigt die Umsetzung der organischen Stoffe im Boden, im Balkonkasten oder Kübel. Deshalb kann es zu einer schnelleren Mineralisation der Nährstoffe aus dem organischen Dünger kommen. Wenn die Pflanzen diese Nährstoffe zum Mineralisationszeitpunkt nicht aufnehmen, werden diese über Gießwasser oder Regen ausgewaschen. Bei fortscheitender Vegetationszeit kann es dann zu Düngermangel kommen. Bei übertriebenen organischen Düngung kann es durch die Beschleunigung der Mineralisation auch zu Versalzung in der Pflanzenerde und Pflanzenschäden kommen.

  2. zum Video: der Hr. Schumacher ist sicher d e r Fachmann a b e r…
    das Ganze ist viiiel zu kompliziert und man hat den Eindruck man muß Agrarwissenschaftler sein um ein paar Pflanzen auf seinem Balkon großzubekommen…. sorry ! Dabei fehlen mir einfach grundlegende Infos zur Düngung mit Schafwolle !!! Ich würde auf den Punkt gebracht gerne wissen wollen welche Menge Schafwollpellets brauche ich ( bei einer durchschnittlichen Pflanzerde – Torffrei) pro Liter Erde für Starkzehrer, Mittelzehrer, Schwachzehrer…! für das ganze Jahr gerechnet ! Summe aus Depot und Nachdüngung !
    also:
    pro Liter Pflanzerde…für Starkzehrer……= X g Schafwollpellets
    pro Liter Pflanzerde…für Mittelzehrer…. = X g Schafwollpellets
    pro Liter Pflanzerde….für Schwachzehrer… = X g Schafwollpellets
    pro Liter deshalb, weil (ich z.B. habe Kräutertöpfe mit 5-7 Liter Inhalt aber auch große Pflanztöpfe mit 50-90 Liter Inhalt…so kann ich mir das auf den jeweiligen Topf hochrechnen)

    1. Dankeschön, das wären auch meine Fragen, dier zu 100% auf den Punkt gebracht sind.Ich habe mich schon schwindelig gesucht,ohne erfolgreich zu sein.

    2. Meine Düngeempfehlungen finden Sie oben im Download Düngeempfehlungen nach der BORN-Methode. Hier versuche ich Ihre Fragen auf den Punkt zu bringen, wobei es dabei schnell zu Pauschalierungen mit all ihren Problemen kommen Kann.
      Schafwoll-Dünger ins Substrat für Bund B einmischen:
      7 bis 12 g/l Erde – 7g Schwachzehrer, 10 g Mittel- und 12 g Starkzehrer.
      Schafwoll-Dünger als Depot in den Balkonkasten abgelegt:
      Schwachzehrer – 3-4 g SW/Pflanze
      Mittelzehrer 5-6 g SW/Pflanze
      Starkzehrer 7-8 g SW/Pflanze
      Düngung von Container- bzw. Kübelpflanzen als Depot je nach Pflanzen-/Kübelgröße
      in g Schafwolle je Pflanzer:
      3,5 l 5 l 7,5 l
      Schwachzehrer 15g SW 20g SW 25g SW
      Mittelzehrer 25g SW 35g SW 55g SW
      Starkzehrer 40g SW 55g SW 80g SW
      MFG
      Hermann Schumacher

      1. was bitte soll „Schafwoll-Dünger ins Substrat für Bund B einmischen:“ bedeuten???? „7 bis 12 g/l Erde – 7g Schwachzehrer, 10 g Mittel- und 12 g Starkzehrer“ ist das jetzt insgesamt fürs ganze Jahr??? oder exl. Nachdüngung??? also entschuldigen sie bitte aber ihre Angaben sind gelinde gesagt „kryptisch“… ich pflege seit über 50 Jahre meine Dachterassenbepflanzung sowie tropische Kübelpflanzen im Wintergarten (und das mit Erfolg) aber ich (und wahrscheinlich auch viele andere) steigen da nicht mehr durch….sorry

  3. +In den meisten angebotenen „synthetischen Düngern“ sind oft ein Gemisch von chemischen und organischen Substanzen (bis 60%) enthalten. Gelten diese Erläuterungen von Herrn Schuhmacher auch bei diesen gemischten Düngersubstraten oder sind die negativen Folgen für die Pflanzen dadurch abgemildert?

    1. In den synthetischen Düngern, auch bei Gemischen aus chemischen und organischen Düngern, kommt es darauf an in welcher Form der Stickstoff vorliegt.
      Wenn er in leicht wasserlöslicher Nitratform vorliegt – das ist meist der Fall um eine schnelle Düngewirkung zu erzielen – dann gelten meine Darstellungen auch für die gemischten Düngersubstrate.

  4. Wow, was für ein toller Vortrag. Vielen Dank für dieses Feuerwerk an Informationen. Ich bin begeistert und habe viel dazu gelernt, wunderbar.
    Die Frage von Eva bewegt mich allerdings auch: kann ich das Substart mit EM aufbereiten und gleichzeitig Schafwollpellets nutzen oder ist das zu viel und alles läuft aus dem Ruder?
    Herzlichen Dank für eine kurze Antwort und beste Grüße.

    1. EM sind vielfältige Mikroorganismenstämme die vom Ab- und Umbau organischer Substanz leben – siehe auch Vorredner in diesem Kongress .
      Wenn ich eine gute , biologisch aktive, wasser- und nährstoffspeichernde Pflanzerde kaufe oder selber hergestellt habe, dann brauche ich sie nicht zusätzlich durch EM puschen.
      das kann die biologischen Prozesse auch überhitzen und negativ sein, ähnlich wie Doping!

    2. EM und Regenwürmer im Blumentopf genügen nicht als Dünger.
      Regenwürmer bauen aus organischen Stoffen und den im Boden vorhandenen Mineralien, z.B. Calzium, Magnesium, Phosphor, Spurenelemente, … einen Ton-Humus-Komplex auf, der Nährstoffe und Wasser enthält und speichert.
      Wenn EM keine organische Substanz für ihre Lebensprozesse vorfinden können sie auch die vorhanden positiven organischen Strukturen zersetzen und abbauen.

  5. Wenn Sie eine gute, biologisch aktive fertige Pflanzerde und gleichzeitig organische Dünger auch Schafwolle einsetzen, brauchen Sie keine EM.
    Das kann die Bodenprozesse zu sehr beschleunigen.
    Wenn Sie Ihre Pflanzerde selber herstellen/Kompostieren kann dabei die Verwendung von EM
    durchaus sinnvoll sein. Wenn die Pflanzerde fertig ist, befindet sie sich im Gleichgewicht und bedarf keiner zusätzlichen Belebung/Aktivierung.

  6. Ich konnte leider nicht folgen und bin raus. Habe aber auch nur Wildstauden, die müssen jetzt einfach mit der Pflanzerde klar kommen. Ich verstehe dies alles nicht, ist mir zu kompliziert. Wann, wo, welcher Dünger, EM, Gesteinsmehl,… mein Kopf rattert.

  7. Wow, also es ist sehr umfangreich, aber wieder was gelernt. Kartoffeln nur von unten düngen… okay.
    Ich fand auch die Analogie zu der Couchpotato Pflanze sehr gut… Alles klar, nicht überdüngen, sonst wird sie überfüttert, braucht keine Wurzeln ausbilden.
    Und das mit dem EM und den Schafwollpellets hat er auch ganz gut erklärt. Im Grunde ist EM offensichtlich für kaputte ausgelaugte Böden zum Aktivieren, und wenn man aber schon guten Humus hat mit Regenwürmern drin usw. dann ist EM einfach zuviel. Die Sache mit Komposterde, wenn sie zu reich ist, und dann weiter arbeitet und am End zuviel Wasser oben drauf regnet, kann ich bestätigen. Dann ist sie igendwann so schwer und batzig und irgendwann kippt das alles, wen kein Sauerstoff mehr ran kommt, und sie riecht modrig. So kann man tolle Komposterde auch töten. Das gleiche passiert also im Balkonkasten, wenn die Mikroorganismen alles verarbeiten, was an Strukturgeber noch da war. Sauerstoff unter 10% = alles stirbt.
    Danke, wieder was gelernt. Vielleicht sollte man echt auch mal erst die Pflanzen beobachten und dann ggf. nachdüngen… seitlich geht ja auch.

    1. Super Erkenntnis: Vielleicht sollte man echt auch mal erst die Pflanzen beobachten und dann ggf. nachdüngen … seitlich geht ja auch.

  8. Toll, ich muss mich noch weiter informieren – aber nach dem Vortrag bin ich auch motiviert, dies zu tun

    Danke, mich hat es sehr inspiriert, mich mehr biologisch um meine Pflanzen zu kümmern. Dankeschön

  9. Wäre es auch eine gute (BORN-ähnliche?) Düngemethode, den Schafwolldünger nur in einer unteren Schicht dem Substrat beizumischen und dann mit purem Substrat, in dem die Pflanzen sitzen, aufzufüllen? Ich denke da an das Befüllen von Balkonkästen.
    Auf jeden Fall war es ein sehr interessanter Vortrag. Danke!

  10. Sehr interessanter Vortrag. Hat mir gut gefallen.
    Ich habe eine spezielle Frage zu Mangelerscheinungen bei Balkonpflanzen.
    Meine mehrjährigen Pflanzen zeigen z.T. einen Eisenmangel. Die Eisendünger, die ich bei meiner Suche gefunden habe sind aber alle mineralisch. Gibt es auch organische Dünger, die einen Eisenmangel beheben können?

  11. Vielen Dank für diesen sehr informativen Vortrag – wissenschaftlich fundiert und was zum Mitdenken! 🙂 Jetzt werde ich mir auch endlich Schafwollpellets kaufen.

  12. Der Vortrag hat mir sehr gut gefallen und mich motiviert, mich noch gründlicher mit dem Thema zu befassen.
    Meine Tomaten werden trotz eigentlich guter Versorgung (Kompost, Terra preta und Hornspänen, die heuer durch Wollpellets ersetzt werden) immer mikriger und sind von Wurzelläusen, die von gelben Ameisen gemolken werden, befallen.
    Habe ich meine Tomaten womöglich überdüngt?

  13. Das kann ich so nicht beurteilen.
    Aber weniger ist oft mehr.
    Mein Tipp ist einen Vergleich anstellen:
    Ihren bisherigen Anbau vergleichen mit einem Gefäß/Kübel in dem Sie Tomate in eine
    gute (zugekaufte) Bioerde mit ca. 50g Schafwoll-Depot je Pflanze versorgen. Die gesundheits-erhaltenden Maßnahmen führen Sie in beiden Anbausystemen gleich durch.

    1. Herzlichen Dank für Ihren Tipp, den ich befolgen werde. Reicht ein 20l -Topf für eine Tomate?
      Nachdem ich vorhin bei einer Glockenblume, die im Traufbereich des Apfelbaumes wächst, auch Wurzelläuse und gelbe Ameisen entdeckt habe, ist es vielleicht doch keine Überdüngung.

  14. Sehr informativ, danke!
    ich habe viele Sachen zum ersten mal gehört, zum Glück gibts die Möglichkeit zum nachhören, wenn man kurz aussteigt ;⁠-⁠)
    Ich habe eine Frage, ich habe unbearbeitete Schafwolle zur Verfügung, die ich normalerweise als Mulchmaterial verwende. Kann ich die einfach fest zusammendrücken und als Depot neben den Pflanzenwurzeln eingraben?

    1. Hallo Martina,
      ja das geht auch, vielleicht mit der Schere vorher klein schneiden, 1- 2 cm Länge,
      Ist anstrengend aber man kann besser dosieren.
      Bis diese Rohwolle wirkt dauert aber länger als bei den Pellets, weil an der Rohwolle
      mehr Wollfett ist als an den Pellets – Das Fett bremst den Umsetzungsprozess durch die Mikroorganismen etwas. Bei dem Pellets-Herstellungsprozess wird es durch die Hitze beim Pressen das Wollfett schon etwas abgebaut.
      Viel Erfolg!!
      Hermann Schumacher

  15. Wow. Danke Herr Schuhmacher!

    Was für ein Wissen. So toll wie ganzheitlich sie an diese Sache rangehen, auch wie sie vermitteln, wie alles zusammenhängt und dass auch die biologische Düngung mit Behutsamkeit und Bedacht ausgeführt werden sollte.

    Ich habe kurz bevor ich dieses Video gesehen habe bereits Tomatenpflanzen gepflant und Schafwollpellets (ca. 1 Handvoll) und Gesteinsmehl in das Pflanzenloch gegeben. Und dann noch mit EM besprüht. Ich hoffe, es war nicht zuviel des Guten. Ich dachte, die Pflanze holt sich ohnehin nur das was sie braucht. Nun habe ich erfahren, dass es zu Verbrennung und Wurzelschädigung kommen kann. Es war auch ein sehr warmer, sonniger Tag. Ich habe nun im nachhinein auf der Verpackung der Pellets gesehen, das auch Knochenmehl mit dabei ist. Hätte ich das gewußt, hätte ich diese Pellets erst gar nicht gekauft.

    Ich hoffe nun, das alles Gut geht. Bin schon am überlegen ob ich nochmal alles ausbuddle. 🤔

    Mit lieben Grüßen
    Anita

  16. Hallo Anita,
    mit einer Handvoll Schafwollpellets, ich gehe davon aus Du hast keine riesen Hände,
    und mit EM besprüht, nicht „eingeseift“ wird nichts passieren; das würd ich jetzt mal so lassen.
    Das Knochenmehl ist auch nicht so dramatisch, es wird zugegeben haben sein um den
    Phosphoranteil im Dünger zu erhöhen. Knochenmehl ist als biologischer Phosphordünger zugelassen.
    Viel Erfolg!
    Hermann Schumacher

  17. vielen dank, Herr Schumacher – ganz viele neue Informationen. Was soll ich jetzt machen – ich habe Kartoffel auf der Terrasse und diese sind schon im erde. Jetzt kann ich nicht mehr die Pellets unter tuen. (die Kartoffel sind schon zwar im Topf, aber ich mache es immer so, das ich lasse die Pflanzen 15 cm gross werden, und dann gebe ich weitere erde drauf. Also auf meine Kartoffel kommt noch viele erde drauf) Kann ich also doch jetzt mit der nexte Schicht auch die Pellets rein tuen? Vielen dank für Ihre Antwort, liebe grüsse
    Iveta

  18. Hallo Herr Schuhmacher, ich beziehe meine Schafwolle von Fischers Em-Chiemgau .Sie ist naturbelassen, ungewaschen und aus Bio-Haltung . Nach Vorgabe wird sie in eine EM-Lösung getaucht und dann in den Topf mit 1/4 Erde oben aufgelegt .
    Mit Erde auffüllen und Bepflanzen + mit EM angießen .
    Nach BORN müßte die Schafswolle nur in eine Ecke ?

    Naturbelassene Schafswolle ist günstiger als Pellets .
    Würden Sie Pellets bevorzugen und warum ?

    Kann man die Schafswolle bei bepfanzten Töpfen als Stück in Form eines Depots in der Erde versenken ??
    Vielen Dank für Ihre Antwort,
    Eva D.

    1. zu 1: wenn Sie damit gute Erfahrungen gemacht haben, ist es okay.
      Ich habe meine Begründung für die kompakte Depotablage im bereits beantworteten
      Fragenkomplex und in den Downloads beschrieben. Mein Tipp machen Sie für sich
      persönlich einen Vergleich beider Systeme und entscheiden Sie sich, was Sie für sich
      am geeignetsten halten.
      zu 2: siehe mein Vorschlag zu 1
      zu 3: Man kann die Rohschafwolle auch mit der Schere in 1-2 cm Länge schneiden und als
      Depot ablegen. Die Düngewirkung ist aber aufgrund des höheren Wollfettgehaltes
      langsamer. Deshalb könnte es sinnvoll sein die Rohwolle, die man so ins Depot steckt,
      leicht mit EM zu besprühen. Bitte selbst ausprobieren.
      LG
      Hermann Schumacher

  19. Hallo Herr Schuhmacher , ich habe noch 2 weitere Fragen :

    ** Was ist der Vorteil für die Pflanzen, ob ich ihr die Düngung an einer Stelle als Depot gebe oder z.B. bei einer Neupflanzung flächig unterhalb der Pflanze verteile ?

    ** Dürfen die Wurzeln der Pflanzen auch nicht mit Schafwollpellets in Kontakt sein ?

    ** Sind mineralisch gedüngtes Gemüse/ Obst weniger “ gesund“ als organisch gedüngt ?
    Mal jetzt abgesehen von der Auswirkung auf die Erdqualität.

    Vielen Dank und Grüße,
    Eva D.

    1. zu 3: die Frage hat 2 Aspekte:
      1: Gesundheit der Pflanzen
      2. Gesundheitswert für die Ernährung von Mensch und Tier.
      Beide Aspekte habe ich bereits in zu 1. beantwortet
      Siehe dazu auch in den angebotenen Downloads zu meinen Ausführungen.
      LG
      Hermann Schumacher

  20. z u 1: das Depot bleibt länger stabil und die Düngeeffizienz ist höher. Die Pflanzen nehmen den Stickstoff an den Wurzeln in Ammonium, nicht in Nitratform auf. Im Depot wird auch im Rahmen des Mineralisierungsprozesses die Umwandlung von Ammonium zu Nitrat verhindert. Dadurch ist die Gefahr des Düngerverlustes in Nitratform geringer.
    Wenn die Pflanzen den Stickstoff in Ammoniumform aufnehmen sind die Zellwände/Gewebe der Pflanzen stabiler, weniger krankheitsanfällig und die Trockensubstanz der Pflanzen und damit der Anteil an Geschmacksinhaltstoffen höher.
    Zu 2: besser ist ein kleiner Abstand zu den Wurzeln – 3-4 cm neben der Pflanze und bei Gemüse im Beet und im Balkonkasten ca. 5-6 cm tief. Die Pflanzen erwachsen sich das Depot. Ein kleiner Kontakt mit dem Depot ist sicherlich keine Katastrophe.

  21. Hallo Herr Schumacher,
    wow, vielen Dank! Ich hätte Ihnen noch zwei Stunden zuhören können. Das war wirklich sehr informativ und aufschlussreich.
    Leider komme ich erst jetzt dazu, Ihnen meine Frage zu stellen. Ich hoffe, Sie gucken noch rein :-).
    Da ich nicht nur auf dem Balkon, sondern auch im Garten Gemüse anbaue, arbeite ich gerne mit Pflanzenjauchen (Brennnessel, Beinwell…). Und bei den Tomaten gebe ich die zerkleinerten Brennnesseln beim Pflanzen gleich frisch unter den Wurzelballen. Ist diese Art der Düngung dann auch Ammonium-basiert? Vielen Dank für Ihre Antwort!
    Herzliche Grüße, Bianca Max

  22. Hallo Bianca,
    das Ziel Deiner Brennesselverabreichung hat den Pflanzenschutz.
    Damit sich dadurch ein Depot-Dünge-Effekt aufbauen kann, ist der Stickstoffgehalt der zerkleinerten Brennnesseln, 2-3 %, zu gering. Die verwendeten Depotdünger sollten mindestens 6 % Stickstoffgehalt aufweisen; Schafwolle hat 10 % Stickstoffgehalt.
    Siehe dazu auch mein Downloat“Düngung nach der BORN-Methode.
    LG
    Hermann Schumacher

  23. Hallo Herr Schumacher,
    vielen Dank für Ihre Antwort! Ja, für eine Depotdüngung eignet sich die Brennnessel-Jauche natürlich nicht. Ich habe ganz vergessen dazuzuschreiben, dass ich diese öfters über das Gießwasser verabreiche. Und Starkzehrer wie z.B. die Tomaten bekommen von mir tatsächlich zusätzlich noch Schafwollpellets mit auf den Weg. Mir ging es vordringlich um die Art der Pflanzenernährung bei Brennnesseljauche, da mir die Unterschiede (Nitrat vs. Ammonium) erst in Ihrem Vortrag klar geworden sind. Das hat mich so fasziniert, dass ich gar nicht mehr daran gedacht habe, dass es ja im Kern um Depotdüngung ging :-).
    Herzliche Grüße, Bianca Max

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