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Die BUND-Wildbienenbotschafterin, Naturgartenplanerin, Naturfotografin, und Gartenführerin Rheinhessen Mirja Neff spricht beim Online Bio-Balkon-Kongress.

Mirja Neff

Mehr als Wohnen - das Nahrungsangebot zur Nisthilfe schaffen

Mirja Neff ist BUND-Wildbienenbotschafterin, beim Naturgartenspezialisten Ahornblatt Garten ausgebildete Naturgartenplanerin, Naturfotografin, Gartenführerin Rheinhessen und Gartenbesitzerin eines 600 m² großen Naturgartens mit über 70 Wildbienenarten darin. Sie hat zwei herausragende Webseiten aufgebaut. Wildbienengarten.de bietet Informationen zum Thema Gärtnern  für Wildbienen – mit Pflanzenkombinationen zum Nachpflanzen und vielen Hintergrundinformationen. Die Pflanzvorschläge und Blühkalender als PDF für jede Beetgröße und jeden Standort helfen ganz praktisch dabei, Wildblumen in schönen, funktionierenden Gemeinschaften im Garten und auf dem Balkon zu pflanzen. So werden auch spezialisierte Wildbienen und Schmetterlinge gefördert, welche für ihr Überleben auf viele der dort und in der Präsentation gezeigten Pflanzen angewiesen sind. 

Inhalt des Bildvortrages:

Welche Insekten lassen sich mit Nisthilfen auf den Balkon locken und auf welche Pflanzen fliegen sie? Der bilderreiche Vortrag zeigt mehr als 18 Insekten-Pflanzen-Beziehungen im Porträt und gibt Tipps zur praktischen Umsetzung.

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Weiterführende Links rund um Wildbienen und Naturgärten - Mirjas Empfehlungen

Bitte gebt Mirja Feedback zu dem von ihr erstellten Biodiversitätsrechner

Mirja schreibt: „Fast die Hälfte der Wildbienenarten in Deutschland sind vom Aussterben bedroht. Und nicht nur sie: mindestens 1 Million Tierarten könnten in den nächsten Jahrzehnten aussterben. Wusstest Du, dass es das größte Aussterben seit den Dinosauriern ist, das wir Menschen gerade verursachen?

Finde mit meinem Fragebogen heraus, was Du persönlich tun kannst. Mit einem Feedback an wildbienengarten@gmx.de oder indem Du das Dokument mit Freunden teilst, würdest Du dem Projekt weiterhelfen. Ich danke Dir.“

Mirjas Buchempfehlungen

Erste Wahl zum Besorgen sollte immer der Buchladen um die Ecke sein. 

84 Antworten

  1. Liebe Mirja,
    wie immer toll einen Deiner Vorträge zu hören. So viel Wissen gepaart mit Deinen fantastischen Fotos. Auch lohnend den Biodiversitätenrechner Mal auszuprobieren und Konsequenzen zu ziehen 😉 Danke

  2. Ein sehr informativer, spannender Vortrag! Danke! Bei dem Tipp zu den gelben „Sonnen“, hätte ich gerne noch auf das Jakobskreuzkraut hingewiesen. Das sollte vielleicht lieber nicht angepflanzt werden. Ich hatte mich auch erst gefreut, es in meiner Wildblumenwiese zu haben, jetzt grabe ich es immer aus und entsorge es.

    1. Liebe Karoline,
      vielen Dank für Deinen Hinweis zum Greiskraut. Wie viele andere Wildpflanzen sät es sich stark aus. Für manche Insekten ist Jakobsgreiskraut wertvoll, für Pferde und Weidetiere jedoch nicht so gesund. Greiskraut hatte ich bei „gelber Sonne“ gar nicht mitgedacht – die Blüten sind so klein, dass sie für mich eher wie Sterne aussehen, aber Du hast recht.
      Zur Sicherheit hier die von mir empfohlenen Sonnen (Asteracea):
      Rainfarn (Tanacetum vulgare)
      Färberkamille (Anthemis tinctoria)
      Straußblütige Margerite
      (Tanacetum corymbosum)
      Ochsenauge (Buphthalmum salicifolium)
      Niedrige Alant-Arten (Inula ensifolia etc.)
      Flohkraut (Pulicaria dysenterica)
      Huflattich (Tussilago farfara (wuchert))
      Ackerhundskamille (Anthemis arvensis)
      Echter Alant (Inula helenium)
      Geruchlose Kamille
      (Tripleurospermum inodorum)
      Mutterkraut (Tanacetum parthenium)
      Kamille (Chamaemelum nobile)

  3. Danke für die Zusammenfassung und Gegenüberstellung der Lochgrößen, Insekten und Pflanzen. Sehr gelungen. Ich habe wieder etwas dazugelernt. Wusste auch nicht, dass sich Wespen tierisch ernähren.

  4. Liebe Mirja, Danke für den tollen Vortrag. Du hast erwähnt, dass der ungewaschene Sand auch in kreativer Form angeboten werden könnte, z.B. im Jutesack oder in offenen Holzkisten. Ich stelle mir einen mit Sand gefüllten groben Jute-Sack mit eventuell Rissen und Löchern vor, der an einem sonnigen Plätzchen steht… Hast Du dazu noch Informationen oder Beispiele? Danke! LG

    1. Liebe Antje,
      nein, leider nicht. Das ist absolutes Neuland, sowas gibt es noch nirgendwo. Du wärst Pionierin. Mir ist wichtig zu sagen, dass:
      je mehr Sand und je vollsonniger dieser, umso mehr Erfolg: vor allem in Gegenden in denen Sandbewohnende Arten vorkommen! Also nicht auf der Alm oder im Moor, da würde ich auf Sand ganz verzichten. Am besten funktioniert bei mir der Haufen mit 3 Tonnen, und auch der ist noch klein 😉
      Ich sehe immer wieder kleine Beetchen oder Gefäßchen, in denen gewaschener Sand ist, und der reicht nicht mal bis zum Rand, und es mir leid tut, wenn dann die Menschen damit wenig oder gar keinen Erfolg haben.
      Der Kern meiner Botschaft sollte sein: Wenn man es probieren will, dann bitte a) ungewaschen und b) mit seitlichen Einstigesmöglichkeiten, also mit einem richtig schön gehäuften Haufen.
      Liebe Grüße, Mirja

  5. Sehr interessanter Vortrag, vielen Dank dafür!
    Kann der Sandhaufen unter Dach sein oder braucht er eine gewisse Feuchtigkeit/Regen, um die nötige Stabilität zu bekommen und zu bewahren?

    1. Liebe Petra,
      unter Dach ist perfekt. Besser als im Regen. Allerdings würde ich nicht so weit gehen, extra ein Dach über den Haufen zu bauen.

  6. Liebe Mirja, danke für Deinen wunderbaren Vortrag, ich hab wieder einiges gelernt.
    Mein Fragen:
    Ich hab letzte Jahr Brombeerstängel am Balkon-Geländer befestigt – und ich denke, sie wurden auch angenommen.
    Ich hab zwar nur einmal Wildbienen daran gesehen, aber sie alle oben kleine Löcher.
    Sollte ich die Stängel jetzt entsorgen und durch neue ersetzen ? Wenn ja, wann wäre der richtige Zeitpunkt ?
    Und muß man das Insektenhotel „pflegen“ oder einfach nix machen ? Jetzt gerade sind die von Dir beschriebenen Mauerbienen aktiv, das ist wirklich ein großes Gesumse 🙂
    Danke und liebe Grüße

    1. Liebe Josi,
      das sind sehr schwierige Fragen, weil man nie sicher sein kann, dass da wirklich nichts mehr drin ist.
      Brombeerstängel bitte auf keinen Fall vor Mai entsorgen. Wahrscheinlich überwintern darin gerade Keulhornbienen oder solitäre Wespen. Auch im Mai nicht entsorgen, sondern mehrjährig hängen lassen oder wenn gar kein Platz für neue mehr ist ein paar entfernen und an einem sonnigen Waldrand senkrecht an einen Busch lehnen.
      Wenn noch genug kleine schöne Löcher frei sind, solltest Du Dein Hotel gar nicht säubern. Ansonsten alle Verschlüsse mit einem kleinen Eddingpunkt markieren. Nur wo in 1 Jahr der Eddingpunkt noch exakt da ist, lebt nichts mehr drin. Aber bevor Du was machst lieber noch die ausführlichen Schilderungen von Werner David studieren.

  7. Toller spannender und kurzweiliger Vortrag, der den wichtigen Zusammenhang von Pflanzen und Insektenwelt auch anhand von Bildmaterial dargestellt hat!

    1. Liebe Gisela,
      danke für Dein Feedback, gerade heute habe ich wieder begonnen, Wildbienen für die Vorträge der Zukunft zu fotografieren – mit Bildern lernt man einfach besser!

  8. Hallo Mirja, ein toller Vortrag, danke!
    Die verschiedenen Wildbienenarten zu sehen war mir eine große Freude! Die Holzbiene kam bei mir schon voe 2 – 3 Wochen ins Zimmer geflogen.

    1. Liebe Sabine,
      wie schön! Die Holzbienen sind es von ihrer Mittelmeer-Heimat gewohnt, dass man schon früh im Jahr wieder nach draußen kann 😉 sind wahrscheinlich Männchen. Haben etwas Orange am Fühler.

  9. Danke für die wunderbaren Nahaufnahmen, die vielen Pflanzempfehlungen und den klasse Vortag.
    Ich möchte noch einen weiteren tollen Lippenblütler empfehlen, bei dem ich im Letzten Jahr unzählige Wildbienen auf meinem Balkon gesichtet habe: Basilikum African Blue, dessen Blätter auch lecker im Salat schmecken, der im Topf riesig wird und sehr viele hübsche Lila Blüten bekommt.
    Liebe Grüße

    1. Liebe Nicole,
      vielen Dank für den Tipp! Lippenblütler und speziell viele Basilikumsorten werden richtig umschwärmt. Es sind nicht sehr viele unterschiedliche Wildbienenarten, aber dafür ein toller Anblick!

      1. Liebe Beatrice,
        Minzen sind tolle Lippenblütler. Sie blühen vergleichsweise spät, wenn viele Schmalbienen, Fliegen und Wespenarten sie besuchen. Kann ich definitiv auch empfehlen.

  10. Toller Vortrag, vielen lieben Dank, liebe Mirja. In unserem Innenhof tummeln sich im März sehr viele Mauerbienen. Kannst du vielleicht eine Frühsaat für die noch leeren Gemüsekübel empfehlen, evt. Steinklee, Senf oder Pacelia? Oder einen kübelgeeigneten Strauch, der schon im März blüht.
    Liebe Grüße, Bianca.

    1. Liebe Bianca,
      von den dreien würde ich nur den Senf empfehlen. Allerdings muss er sehr früh gesät werden und dann darf das Gemüse erst Mitte Mai rein, denn noch schneller blühen sie nicht. Um Deine Mauerbienen brauchst Du Dir recht wenig Sorgen machen. Sie gehören zu den Arten, die im Siedlungsraum noch sehr gut Nahrung finden.
      Wenn Du magst, setze Bio-Traubenhyazinthen im Herbst rein, und lass die Zwiebelchen in einem anderen Gefäß „übersommern“.

  11. Herzensdank für diese so wertvollen Infos. Die schönen Fotos und die vielen Tipps.
    Muss der Sand feucht gehalten werden? Mein Balkon hat erst am späteren Nachmittag Sonne ☀️. Müssen die Brombeerstengel trocken hängen und jährlich (Herbst) ausgetauscht werden??

    1. Liebe Margret,
      Du schreibst, dass Du wenig Sonne bekommst. Dann bitte gar keinen Sand, der funktioniert so richtig nur vollsonnig (oh Gott, ich schein das nicht richtig klar gesagt zu haben, tut mir leid).
      Die Brombeerstängel – da kann immer noch Leben drin sein. Trocken, ja. Für den Rest habe ich alles schon in die Antwort an an Josi geschrieben – man sollte mit dem Austauschen und Entsorgen wirklich vorsichtig sein.

  12. Liebe Mirja, lieben Dank für Deinen tollen Vortrag!! Ich habe den Stift heiß geschrieben. Mit den Karotten: Also einfach gekaufte (Bio)Karotten ohne Blätter in die Erde stecken?? So dass das Ende noch rausguckt? Oder habe ich das falsch verstanden?
    Viele liebe Grüße, Andrea

    1. Liebe Andrea,
      frische Karotten, die noch ein paar Seitenwürzelchen haben und möglichst frisches Laub, mit Laub dran pflanzen. Gerade so tief, dass das Orange(die Wurzel) nicht mehr rausguckt.

  13. Liebe Mirja, ich bin begeistert von deiner Kompetenz und dass du vor allem die Nistmöglichkeiten auch bewertet hast. Es gibt so unsägliche Beispiele, die sich leider immer noch von selbst empfehlen bis hin zu einem Blogger, der ein Pfauenauge in seinen „Schmetterlingsschlitz“ stopfte, damit das Ding doch endlich auch eine Funktion bekam…
    Tausend Dank
    Wolfram (auch BUND)

    1. Lieber Wolfam,
      da kann ich Dir nur zustimmen, zu dem was Du über die unsäglichen Nisthilfen schreibst. Ich hatte ja nur wenig Platz für das Thema, daher habe ich mich kurz gefasst. Mehr dazu kann man bei Paul Westrich (wildbienen.info) oder Werner David lesen. Du kennst sicher alles, der Tipp ist für die, welche sich nach diesem Kommentar für noch mehr Details interessieren.
      Danke für Dein positives Feedback.

  14. ich möchte dieses Jahr erstmals Erbsen und Bohnen im hochbeet anbauen- kann ich damit auch die platterbsenmörtelbiene anlocken?
    sehr sympathische Vorstellung- man möchte gleich alle Wildbienen am Balkon haben!
    Danke!

    1. Liebe Sun,
      dazu sind mir noch keine Informationen zu Ohren gekommen. Aber Pflanzenfamilie und Blütengröße stimmen. Ich habe Erbsen und Bohnen im Beet und noch keine Platterbsen-Mörtelbiene daran gesehen. Vielleicht weil es in meinem Garten Platterbse und Esparsette, gibt, welche sie auf jeden Fall bevorzugt.

  15. Liebe Mirja, liebe Birgit,
    danke für diesen so spannenden und lehrreichen Vortrag!! Es war alles so gut strukturiert; und die Fotos waren herrlich.
    Mir ist nun noch unklar:
    Wie viel cm Abstand sollte ein Vogelschutzgitter von den Röhren einer Nisthilfe haben? (Du sprachst von ‚einigen‘ cm. Was wäre da das Minimum?)
    Meine Nisthilfe aus Holz wurde mehrmals fast komplett vom Specht (vermute ich) leer gefuttert.
    Und welcher Draht mit welcher Maschengröße würde sich dafür am besten eignen?
    UND: Du sagtest: Rotklee auf dem Balkon wäre toll. Ich liebe Rotklee, habe aber bislang gedacht, dass er eine viel zu tiefe Wurzel bildet, um in Töpfen glücklich werden zu können. Was denkst Du dazu?

    Danke für Dein und euer wunderbares Engagement!

    1. Liebe Anja,
      zum Rotklee habe ich Fotos auf der Homepage im Frankfurter Wildbienen-Dachgarten – ein eher tiefer Kübel, das geht.
      Zum Gitter kann ich nur wiedergeben, was ich von anderen gehört habe (ich habe bislang keinen Specht und daher kein dauerhaftes Gitter) 3cm Durchmesser und 10 cm Abstand mindestens. Gegen Meisen – das betrifft alle Arten von Halmen – habe ich mal improvisieren müssen. Mit 1,5cm Maschenweite waren die Wildbienen immer noch zufrieden, könnten aber natürlich Pollen beim Durchklettern verlieren. Als ich die Löcher auf 4cm erweitert habe, kam die Meise durch.

  16. Liebe Mirja,
    ein sehr guter, informativer Vortrag. Vielen Dank dafür! Ich habe gestern auch schon lange auf deiner Seite wildbienengarten.de gestöbert und da völlig die Zeit vergessen. Ich finde die konkreten Pflanzpläne sehr hilfreich und gut, auch wenn ich sie momentan noch nicht nutze, da ich mir bereits selbst eine Mischung zusammengestellt habe und nun kein Platz mehr ist. Aber wenn Pflanzen ausfallen, werde ich auf jeden Fall vorher bei dir nachschauen, was am besten passt und was am effektivsten ist. Ich finde Deine Seite sehr übersichtlich, informativ und hilfreich! Vielen Dank, dass Du Dein Wissen da so zur Verfügung stellst!
    Ich würde mir Deinen Garten auch sehr gern mal vor Ort anschauen. Ist das möglich? Öffnest Du an bestimmten Tagen Deinen Garten für Besuche?

    1. Liebe Maren,
      vielen Dank für Dein tolles Feedback zu meiner Homepage!
      Leider öffne ich meinen Garten nicht. Er sieht selten so aus, wie ich ihn gerne herzeigen würde.

  17. Liebe Mirja, vielen lieben Dank. Toller Vortrag❣
    Die Zusammenfassung der Pflanzen hilft mir total gut, gerade weil ich mich noch nicht so gut auskenne.
    Die Löcher ins Holz sollen von der Seite her gebohrt werden, also die Fasern durchbohren und nicht mit der Faser in eine Holzscheibe, oder? Ich weiß gar nicht, wie ich das erklären soll.
    Vielen Dank nochmal!

    1. Liebe Dagmar,
      ja, ich glaube Du hast es richtig verstanden. Stoße mit dem Bohrer durch 10 oder mehr Jahresringe der Reihe nach durch wenn Du bohrst, das verstehe ich unter seitlich.

  18. Das war wieder ein toller Vortrag. Seit deinem Vortrag letztes Jahr habe ich verschiedene deiner Blumen angepflanzt und eine Nisthilfe aus Hartholz gebaut. Diese wurde gut von den Mauerbienen angenommen. Leider gab es Nesträuber. Ich vermute Vögel, da ich diese auch auf dem Balkon ganzjährig füttere.
    Hast du eine Empfehlung, wie ich die Nisthilfe vogelsicher machen kann?
    Liebe Grüße von Astrid

    1. Liebe Astrid,
      toll, das freut mich sehr, dass die Nisthilfe angenommen wurde! Magst Du mir mal ein Foto schicken? So richtig sicher geht es mit festem Draht, Maschenweite 3 cm, Abstand zur Nisthilfe 10 cm, soweit ich gehört habe, selbst probieren musste ich es noch nicht. Oder Du lässt der Natur ihren Lauf.

      1. Hallo Mirja. Es ist das auf deiner Website vorgestellte mit den 3 Säulen, wo man eine Botschaft hineinbohren kann. Foto schicken klappt gerade nicht.
        Der Natur ihren Lauf lassen, finde ich schade. Ich hatte mich so gefreut, dass so viele Löcher belegt waren. Jetzt ist nur noch eins verschlossen mit Harz von einer späteren Wildbienenart.
        Liebe Grüße von Astrid

  19. Hallo, vielen Dank für den tollen Vortrag. Bei dem Bild der Holzbiene war am Hals ein kleiner grüner Pflanzteil zu sehen. Das habe ich letztes Jahr auch bei mir im Garten bei der Holzbiene gesehen. Kannst Du vielleicht sagen, was das ist?
    Vielen Dank

    1. Liebe Christiane,
      ich habe meine ganzen Fotos der Holzbienen durchgeschaut und leider keine Erklärung für das Grüne am Hals gefunden.
      Liebe Grüße, Mirja

  20. Herrlich, danke schön für deinen Beitrag und die fantastischen Fotos! 🙂
    Ich bewirtschafte einen vermutlich sehr ähnlichen Naturgarten, ähnlich groß, ähnlich bepflanzt, ähnlicher Wildbienenbesuch. Deine 3 Tonnen Sand haben mich besonders fasziniert. Bei mir siedeln die Bodenbrüter bisher nur in eher festgetretenem Lehmboden. Mein Plan wäre ein Sand-Lehm-Gemisch gewesen, mit dem sich sicher auch besser Abbruchkanten bauen lassen. Hast du das schon ausprobiert? Und hast du einen Tipp, wie ich so ein Wildbienen-Sandarium bauen kann, ohne dass es sich innerhalb kurzer Zeit zu einem Mega-Katzenklo entwickelt? Hier wimmelt es davon … LG aus Leipzig, Janet

    1. Liebe Janet,
      Dein Garten hört sich toll an. Auf Erde bin ich nicht eingegangen, weil ich ja alles auf Balkone zugeschnitten habe. Hier die Version für Gartenbesitzende: Möglichst viele unterschiedliche Erdformationen anbieten. Sehr gerne das tolle Handbuch von Wildbee.ch lesen. Unterschiedliche Erdformationen: sonniger Hang, sonnige Böschung oder steile Abbruchkante (z.B. mit dem Spaten abstechen), Trockenmauer mit Erde oder Sand hinterfüllt (nicht hoch, sonst muss man mit Steinen hinterfüllen), Sandhaufen, Sand in den Boden eingelassen (Sandlinse), Gerne verschiedene Sand-Erde-Mischungen, aber immer schön verdichtet und stabil, ganz wenige Wildbienen mögen auch lose rieselnden Sand, dann noch einige lückige Beete, Wegfugen mit Sand, Boden oder Sand unterm Dachüberstand, lückiger Rasen, Mauselöcher, fester ebener Lehm mit wenig oder keinem Bewuchs… Aber: es gibt keine Garantie, dass die Wildbienen vor Ort diese Maßnahmen dann auch zu schätzen wissen. Sie sind sehr selbständig bei der Suche und jede Art hat ihre ganz eigenen Vorstellungen. Recht genau kann man das im Westrich die Wildbienen Deutschlands nachlesen.

  21. Hallo Mirja,

    ein ganz toller Vortrag, herzlichen Dank! Ich habe ganz viel gelernt und kann so einiges davon bei mir im Garten umzusetzen. Darauf freue ich mich schon!

    Hast du eventuell Pflanzvorschläge für den trockenen Schatten bis Halbschatten? Z. B. unter einem großen Baum (Linde). Im April dürfen wir mit einigen freiwilligen Helfern eine kleine öffentliche Fläche mit vorwiegend einheimischen Stauden bepflanzen. 🙂 Ein Teil der Fläche ist sonnig+trocken und dafür gibt es eine recht große Auswahl an Pflanzen. Aber der trockene und schattige Bereich unter der Linde macht mir etwas Sorgen…

    Liebe Grüße aus Südbaden,
    Karina

    1. Große Sterndolde – Astrantia major zb, insektenfreundlich und schattenfreundlich, wurde auch in der Reihe „Täglicher Pflanzentipp“ hier auf der Website angegeben.

    2. Helleborus orientalis, Schneeglöcken!!!, Elfenkrokus, Aster divaricatus, Waldsteinia geoides, Schildfarn, Hirschzungenfarn (beide wintergrün), Wurmfarn, Lunaria annua, Lunaria rediviva, Geranium villosa var. macrorrhizum (späte Blüte), Vergißmeinnicht, Hesperis matronalis würde ich da probieren. Je nach dem, wie groß die Fläche ist, könnte ich mir einen Strauchefeu gut vorstellen, der eher breit als hoch wird. Den kann man gut als lockere, breite Kugel schneiden.

    3. Liebe Karina,
      auf http://www.wildbienengarten.de gibt es bei den Wildbienenbeeten ein Beet, das „Im Schatten was Gutes“ heißt. Da habe ich alle Stauden reingeschrieben, die bei mir im Schatten gedeihen und einen Mehrwert für Wildbienen haben (bei mir wird der Schatten im Sommer extrem trocken). Wenn selbst diese hübschen Pflänzchen nicht gehen, hier noch ein paar „Unkräuter“ von der Nordseite der rheinhessischen Hohlwege – also aus einer Extremsituation von Trockenheit und Schatten, allerdings sind sie weniger hübsch und weniger brav als die Pflänzchen aus dem Wildbienenbeet: Nelkenwurz Geum urbanum, Schöllkraut Chelidonium majus, Ruprechtskraut Geranium robertianum, Gundermann Glechoma hederacea.
      der Schattsaum vom Rieger-Hofmann wurde mir auch mehrfach empfohlen.

  22. hallo mirja, gleich noch eine frage: was könnte ich in den topf pflanzen, in dem letztes jahr der muskateller salbei war, -erde hatte ich trocken/durchlässig und eher nährstoffreich zusammengestellt…ist ja eher eine seltenere kombi…
    vielen dank!!!
    sun

      1. Ja, gerne Basilikum, aber auch sonst passt eigentlich alles, was Dir gefallen könnte – meine Stauden für magere Standorte lieben zum Beispiel alle auch meine nahrhaften Gemüsebeete 😉 also der Natternkopf, oder die Färberkamille gedeihen dort beispielsweise prächtig.

  23. Ich schneide meinen Lauch nur mehrfach ab, dann sind bei einer Pflanze drei Ernten möglich und lasse sie danach blühen, gibt große vielbesuchte Blüten, wie bei den Küchenzwiebeln.

    1. Liebe Elisabeth,
      ein prima Tipp! Ich könnte mir vorstellen, dass dadurch die Blütezeit vom Schnittlauch etwas nach hinten verschoben wird, was toll für viele Hochsommer-Wildbienen wäre.

  24. Liebe Mirja, letztes Jahr war dein Beitrag quasi mein Startschuss für den massiven Ausbau des Blühangebots auf meinem Balkon. Wesentlich dazu beigetragen haben auch Deine konkreten Pflanzideen mit „Einkaufsliste“ auf Deiner Homepage. Die haben mich definitiv dabei ermutigt anzufangen! Habe ich dann später auch vielfach weiterempfohlen! Super hilfreich!!!!
    Vielen herzlichen Dank dafür!!

    1. Liebe Andrea,
      wow, vielen Dank für diese Rückmeldung! Viele Menschen trauen sich glaube ich nicht mir über die Emailadresse auf meiner Homepage zu schreiben, so dass ich absolut keine Ahnung habe, ob und welche meiner Beete schon jemals nachgepflanzt wurden. Ich freue mich also riesig, zu hören, dass Du offenbar etwas umgesetzt hast und auch zufrieden warst, das bedeutet mir sehr viel! Vielen Dank.

  25. Hallo Mirja, vielen Dank für den tollen Vortrag und für die Informationen was zu beachten ist bzgl dem Insektenhotel…jetzt weiß ich warum so viele zu uns kommen 🙂 Ist wirklich eine Freude…unser Sohn hat es in einer Aktion bei BUND gebaut, einfach toll Euer Engagement. Liebe Grüße Anita

  26. Insekten lassen sich ziemlich gut mit der App ObsIdentify bestimmen. Dazu muß man nur ein Photo machen. Die App wurde von einer Uni in den Niederlanden entwickelt und ist kostenfrei runterzuladen. Sie bestimmt außerdem Pflanzen und Vögel. Sie liegt nicht immer richtig, aber es gibt ein großes Team, was die Bilder kontrolliert und dann auch Rückmeldungen liefert. Allerdings soll man nur Wildpflanzen „bioblitzen“.

    Danke für den tollen Vortrag!!!

  27. Hinter der App steckt ja ein Forschungsprojekt der Universität. Die wollen über diesen Weg Informationen über die Flora und Fauna bekommen. Deshalb wird gewünscht, das man keine „Gartenpflanzen“ oder Haustiere eingibt. Da sich meine Wildstauden aber schnell an anderen Orten verbreiten nutze ich manchmal trotzdem die App zum Bestimmen, was da aus dem Boden kommt.

    1. Lieber Heinz-Jürgen,
      Vielen Dank für den Hinweis auf ObsIdentify- diese Bestimmungsapp wurde mir schon mehrfach als besonders umfassend empfohlen.

  28. Liebe Mirja, hast du noch einen Wildpflanzentipp für sonnigen Standort u. fette Erde (was man eben klassischer Weise zu Starkzehrern setzten könnte?) Löwenzahn, Margaritte, Gänseblümchen, Taubnessel u. Kleesorten habe ich schon…
    VielenDank!

    1. Liebe Sun, versuche doch mal Schwarznessel. Die mag es gerne nahrhaft und wird ziemlich lang von recht vielen Arten angeflogen. Wenn es niedrig bleiben soll als Decke darunter, nimm doch kleine Braunelle (allerdings weniger besucht).
      Aber wie gesagt: von ein paar ganz zarten Spezialisten abgesehen würde ich einfach pflanzen, worauf ich Lust habe- bei mir hat sich von den tollen Magerpflanzen noch nie eine über Nährstoffe oder Lehmboden beschwert, sie wachsen sogar besonders üppig.
      Liebe Grüsse, Mirja

      1. Sehr interessant Deine Erfahrung „bei mir hat sich von den tollen Magerpflanzen noch nie eine über Nährstoffe oder Lehmboden beschwert“

        1. Liebe Birgit,
          ich versuche es mal aus meiner Sicht zu erklären:
          Magerpflanzen mögen am mageren Substrat die Wasserdurchlässigkeit, die einfache Durchwurzelbarkeit und die Abwesenheit von Konkurrenz.
          Im Balkonkasten sind die meisten Substrate leicht durchwurzelbar und mit guter Drainage, besonders die bewährten Misch-Rezepte mit Sand und Kompost.
          Im Gegensatz zum Garten gibt es auf dem Balkon kaum Konkurrenz: spätestens, wenn die Magerpflanze allein im Topf sitzt, ist Konkurrenz ausgeschlossen.
          Daher muss man auf dem Balkon nicht so sehr auf den Nährstoffgehalt achten, selbst wenn ein paar mehr Nährstoffe drin sind, wird die Pflanze noch lange nicht überwuchert – von was denn auch? Das Profi-Stichwort hierzu heißt Strategietypen, S-Stratege.
          Liebe Grüße, Mirja

          1. Liebe Mirja,
            Magerpflanzen – bzw. die man normalerweise inder Natur auf mageren Standorten findet – sind nicht „obgligatorisch“ auf nährstoffarme Standorte angewiesen, da hast du völlig Recht. Entscheidend ist die Konkurrenzunterlegenheit gegenüber N-liebenden Pflanzen und damit ihre Überlegenheit auf mageren Standorten. Die Wildblumenvermehrer düngen auch ihre Beete, halten aber sauber jede Konkurrenz fern.
            Ein anderes Beispiel aus der Forst: man sagt, die Kiefer liebe dioe trockneren Standorte gegenüber etwa Fichte und Eiche. Aber richtig ist: sie hält es dort im Trockenen noch aus, was die anderen nicht schaffen. Die Keifer liebt durchaus auch eine gute Wasserversorgung…
            Liebe Mirja, ich danke dir für dein Engagement und die vielen schönen klugen Kommentare.
            Liebe Grüße und schöne Ostertage, Wolfram

          2. Danke Mirja und Wolfram, Eure Antworten sind sehr wichtig fürs Verständnis vom Nährstoffgehalt der Substrate im Topf. Liebe Grüße Birgit

    2. Bei mir funktioniert unter diesen Bedingungen gut: Herzgespann, Geranium pratense und Geranium sanguineum, Wilde Möhre, Wiesenkerbel und als Bodendecker auch unter den größeren Stauden Günsel (Ajuga reptans). Von letzterem hab ich den dunkellaubigen Elmblut, der einen schönen Kontrast gibt und von Insekten zur Blüte genauso heiß geliebt wird. Vergißmeinnicht ist auch super als Lückenfüller, einmal da – immer da 🙂 Ich liebe es! Und die Insekten auch! Was mit schwerem Boden auch gut geht, ist Allium ‚Purple Sensation‘. Beim Herbstsedum machen das die Sorten ‚Brilliant‘ und ‚Herbstfreude‘ gut mit, sie fallen ggf. etwas auseinander (Stützen sind da hilfreich), bleiben aber gesund – im Gegensatz zu anderen.

  29. Hallo Mirja,

    mit Begeisterung habe ich deinen Vortrag gesehen beim Biobalkonkonkress. Ich wohne in Südspanien und leider wird hier in der Nähe viel Gift gespritzt, aber trotzdem möchte ich versuchen mehr Wildbienen in meinen Garten zu locken. Welche Frage ich jetzt habe ist, was passiert mit den benutzten Niströhren, wenn die Brut sie verlassen hat? Benutzen sie sie nächste Saison wieder? Soll ich sie vielleicht etwas säubern in dem ich noch mal mit dem Holzbohrer rein gehe?

    Ganz liebe Grüße
    Bettina

    1. Liebe Bettina,
      Südspanien ist eine tolle Gegend für Wildbienen.
      Für die Pflanzen möchte ich Dir den Buchautor Olivier Filippi empfehlen und seine Versandgärtnerei Pepiniere Filippi http://www.jardin-sec.com. Pflanze gerne viele Lippenblütler, ein paar Doldeblütler und ein paar Schmetterlingsblütler. Überlege, ob Du eine hohe, dichte Hecke, zum Beispiel ausnahmsweise auch Kirschlorbeer, geschnitten, um Dein Grundstück pflanzt, um heranwehendes Gift und Dünger abzuhalten – aber nur, wenn Du direkt neben einem Feld wohnst, sonst überwiegt der Nachteil, dass manche Insekten den Weg über die Hecke nicht finden.
      Ich finde es spannend, welche Wildbienen in Spanien in Röhren gehen könnten. Sicher ganz andere als in Deutschland. Bitte nicht reinigen! Allerhöchstens, wenn Du im Dezember mit Edding Punkte auf die Verschlüsse malst und die Punkte im Januar des Folgejahres immer noch unverletzt da sind, sonst nicht.
      Liebe Grüße und viel Erfolg, Mirja

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