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Carolin Urban vom Kräutergarten gibt Tipps zur Gärtnerpraxis

Carolin Urban

Praxis Wildpflanzen Aussäen und Pikieren

Die DEMETER-Gärtnerei „Kräutergarten Urban“ ist ein junges Unternehmen bei Freiburg im Breisgau mit beeindruckender Vielfalt. Die üppig blühende Mischkultur an Stauden und Kräutern bietet Lebensraum für eine große Vielfalt an Insekten, Schmetterlingen, Eidechsen und anderen Tieren. Carolin Urban bietet klassische und besondere Kräuter im Topf, Bienenweidepflanzen, Raritäten, alte Sorten und vergessene Bauerngartenpflanzen an. Auf ihren Beeten wachsen, blühen und duften frische Tee-, Küchen- & Wildkräuter, essbare Blüten und Sommerblumen. Besonders beliebt sind die über 200 Sorten Jungpflanzen alter und bewährter Frucht-Gemüse wie Tomaten, Gurken, Paprika…, z.B. auch von ProSpecieRara. Einschließlich Wintergemüse und essbare Wildpflanzen, die der Verkaufsschlager sind.

Inhalt:

Carolin Urban gibt uns Tipps aus der gärtnerischen Praxis zur Anzucht von Wildpflanzen. Sie zeigt uns ganz praktisch die Aussaat von Wildpflanzen und das Pikieren von Wildpflanzen.

Es besteht noch die Chance, Partner der Demetergärtnerei zu werden und deren Ausbau über Genußrechte zu unterstützen. Wahlweise erfolgt die Verzinsung über Naturalien – Pflanzen.

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Ausgabe von Genußrechten zur Finananzierung einer Vergrößerung der DEMETER-Gärtnerei

Carolin schreibt: „Und Sie haben ja auch etwas davon: Ihr Geld ist Wirksam! Sie schaffen damit einen Wert der wächst. Es ist nicht nur etwas, das man besitzt, es ist etwas, das multipliziert. Unsere Erlebnisgärtnerei soll Lernort, Erfahrungsraum, Arbeitsplatz und Heimat der Vielfalt sein, bzw werden. Damit können wir viele Menschen erreichen, überzeugen und verzaubern. Und Sie haben einen ganz praktischen Nutzen: die Zinsen. Einen jährlichen Gutschein, oder eine jährliche Barauszahlung.“

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77 Antworten

  1. Ja, gut, nur bei Artemisia annua muss man da nicht unterscheiden zwischen Artemisia A3 als Hybrid nd das artemisia annua das sich selbst aussäät?

  2. Ich habe Samen von Anis Ysop erhalten. Klitzekleinste Samen, auf der Verpackung steht: Lichtkeimer.
    Ich habe sie draußen auf kleine Anzucht Töpfchen gesät und feucht gehalten. Das war Ende Februar. Ich dachte, hier im Breisgau geht das. Ich sehe leider noch überhaupt nichts keimen🥺.Vielleicht war ich zu früh?

    1. Hallo Renate,
      die Samen von Agastachen sind gar nicht mal so klein, das geht noch viel feiner!
      Draußen kann es noch dauern. Und ich würde einen Teil leicht abdecken. Mal keimen sie so besser, mal offen. Vielleicht hat die Samen auch jemand gefressen? das kann auch immer mal passieren!
      Ich wünsche viel Erfolg!

      1. Liebe Carolin herzlichen Dank.
        Das will ich gerne glauben, dass du noch kleinere Samen kennst.

        Ich finde die Samen von Agastache foeniculum (so heißt meine Pflanze) so extrem klein,
        Ich staune jedes Mal, dass in so einem kleinen Körnchen der Gedanke einer so großen Pflanze steckt, darin alles angelegt ist, dass sich daraus so eine Pflanze mit Blättern und Blüten und Duft entwickeln kann.
        Na dann warte ich noch ein bisschen. Ich hab ja noch ein paar Samen.
        Viele liebe Grüße, vielleicht besuche ich euch mal ich wohne bei Freiburg im Breisgau!

  3. Sehr netter, interessanter und informativer Vortrag, vielen Dank dafür! Ich würde gern wissen, warum man sich die Mühe macht, die Pflänzchen in die Platten zu pikieren und erst später in die Töpfe umsiedelt, könnte man nicht auch gleich in die Töpfchen pikieren und sie dann darin belassen?

    1. Hallo Petra,
      es spart Platz, wenn man viele Saaten hat, man kann sie dann gleich ins Beet setzen. und mein Gefühl ist, das ein zu großes Gefäß den zarten Pflanzen nicht gut tut. Im Haus haben dann die Trauermücken leichtes Spiel, und es kann leicht zu nass sein, da die Pflanze das Wasser nicht verbraucht. Die Pflanze kann ein zu großes Gefäß nicht durchdringen und dann geht es auch mal schief.
      Aber auch das umtopfen in einen Topf nennt sich pikieren, da muss man ein Gefühl dazu entwickeln, ob die Pflanze das schafft – oder noch nicht.

  4. Vielen Dank für den interessanten Beitrag “Wildpflanzen säen”. Nicht ganz verstanden habe ich den Tipp gegen die Trauerfliegen. Ich habe oft damit zu kämpfen. Was kann man da tun? Irgendwas mit Kügelchen? Was genau ist das?

    1. Hallo Jutta, für Zuhause kann man sich Nematoden zum Gießen bestellen, bei Sauter & Stepper oder Katz Biotech. Oder anderen Nützlingsanbietern. Wir verarbeiten Kubikmeterweise Erde, daher lohnen sich die Nematoden als Depot zum in die Erde mischen. Das sind dann kleine Gelkügelchen. Da kommen aber Nematoden für 2 Kubik Erde (ca.45 große Säcke) für viel Geld.
      Ich rate daher zu den Nematoden zum gießen. Das klappt auch gut!

      1. Liebe Carolin,
        ich habe bei der Firma geschaut aber nur die Kügelchen gefunden, nicht das Flüssige.
        Da ich letztes Jahr extrem von diesen Fliegen betroffen war möchte ich unbedingt meine komplette Erde mit den Nematoden anreichern.
        Kannst du bitte so lieb sein und noch sagen wo es das Mittel in flüssiger Form gibt.
        Ich bin gerade dabei meine diesjährige Pflanzenbestellung bei euch zusammenzustellen.
        Vielen Dank und herzliche Grüße
        Susanne

      2. Hallo Carolin,
        vielen Dank für die interessanten Videos und deine ausführlichen Antworten. Diese Nematoden, die du erwähnst, vernichten auch Engerlinge, oder? Ich habe in zahlreichen Balkonkästen und Töpfen Rosenkäferlarven, bei denen ich mich immer bemühe, sie bei Umtopfungen, etc. nicht zu verletzen, weil sie nur nützen und nicht stören.

    2. Hallo Jutta, das mit den Nematoden zum Gießen klappt wirklich gut – ich habe es dieses Jahr das erste Mal gemacht, und die Trauermücken sind innerhalb weniger Tage zu 99% verschwunden. Ich bin echt begeistert!

  5. Carolin, hast du auch einen Tipp gegen Ameisen? Mein Balkon ist im 6. stock und ich habe seit 3 Jahren eine Ameisenplage. Kann ich sie mit irgendwas vertreiben? Töten möchte ich sie nicht.

    1. Hallo Jutta,
      letztes Jahr bin ich in ein Haus mit Garten gezogen und die Küche samt Küchenschränke war im Nu voller Ameisen. Zuerst habe ich geschaut, wo die Ameisen reinspazieren und habe dort Lavendelblüten-Häufchen hingelegt. Bis heute war keine Ameise mehr ins Haus gekommen. Viel Erfolg und liebe Grüße.

  6. So ein Tutorial ist einfach super – der Fachfrau direkt auf die Finger geschaut. Bisher habe ich mich immer gefragt, ob ich das mit dem Säen und Pikieren richtig mache. Yep – Carolin macht es genauso, bloß viel schneller. 🙂

    1. 🙂 Herzlichen Dank!
      Das geht sicherlich viel professioneller, mit von Maschienen vorbereiteten Platten und Sähmaschiene – aber ich habe die Sachen auch gerne in der Hand. Freut mich, das es bei Ihnen gut klappt!

  7. liebe frau urban, ich hatte eine wurzelnackte aroniabeere bestellt- wie geht man mit wurzelnackten pflanzen um? einfach in anzuchterde?
    freu mich schon!
    schönen dank!

    1. Hallo!
      Das ist ja toll!
      Wurzelnackte Pflanzen werden einfach direkt gepflanzt, in das Gefäß oder an den Ort wo sie bleiben soll. Man stellt sie kurz ganz in Wasser (wir werden sie in einem Gemisch aus Gesteinsmehl, Effektive Mikroorganismen und Löslehm schwenken, mit dem Wasser dann also gerne angießen!), bereitet das Gefäß vor oder hebt das Loch aus. Es muss größer als Die Wurzeln sein, die letzte Wurzel soll 2-5cm unter der Erde liegen. Schafwolle als Depotdünger und Wasserspeicher tun den Pflanzen gut – 1-2 Handvoll mit ins Pflanzloch.
      Dann die Pflanzen reinstellen, das Gefäß/Loch mit Erde befüllen, vorsichtig aber gut andrücken und die Erde dann „einschwemmen“ also mit gut Wasser ordentlich und nicht zu zögerlich gießen, damit die Erde sich gut um die Wurzeln festsetzt.
      Die ersten 1-2 Wochen die Pflanzen vor Sonne und Frost schützen (Vlies/Schatten).
      Und dann beim Wachsen zuschauen!
      Gutes Gelingen!

      1. herzlichen Dank! das mit der letzten wurzel habe ich nicht ganz verstanden -ist da der obere wurzelbereich gemeint? die pflanze wird aber nicht wie tomaten am stengen tiefer eingetopft?
        der physalis, die ich letztes jahr bei ihnen bestellt hatte, geht es übrigend prima☺sie hat auch über den winter immer mal ein frisches leckerli bereitgestellt…

          1. Guten Morgen,
            über Steckling vermehrte Sträucher haben manchmal mehrere Wurzelpaare übereinander – und die sollten alle in die Erde. Und da diese sich beom Gießen etc noch setzt eben etwas mehr eingraben.
            Ja, man kann die Wurzelspitzen anschneiden, falls sie kaputt oder angetrocknet sind.

  8. Vielen Dank, habe wieder einiges neues dazugelernt. Eine Frage hätte ich zum Angießen mit EM. Auf einen Liter Wasser 10 ml EM oder eher weniger?

    Herzlichen Dank und „gutes Keimen“,
    Lieben Gruß, Bianca

    1. Hallo Bianca,
      ich nehme viel weniger, vielleicht 10ml auf 10l. Aber das ist Gefühlssache… da gibt es sicher Experten die das genauer wissen. Bei mir reicht die Menge aus.
      Vielen Dank und ebenso!

  9. Super, danke für das Kurzseminar Säen und Pikieren! Sehr hilfreich! Interessant fand ich die Beobachtung, dass die Samen mit EM schneller keimen. Und noch eine Frage: Beim Pikieren muss man die Würzelchen gar nicht Abschneiden?

    1. Danke!
      Nein, beim Pikieren von kleinen Pflanzen versucht man soviele Wurzeln wie möglich zu retten und nicht zu verletzen. Die Sämlinge oder Stecklinge haben Ihre Wurzeln ja gerade erst produziert und brauchen diese dringend für eine gute Versorgung. Wurzeln schneidet man um das Wachstum anzuregen – bei alten Pflanzen. Bei Jungen ist das Kontraproduktief.

  10. Liebe Carolin,
    Vielen Dank für Deinen kostbaren Beitrag!
    Ich habe noch 2 Fragen:
    Wieso verwendest du zum Aussäen Universalerde mit nur einer dünnen Schicht Aussaaterde und nicht komplett Aussaaterde? Wie stelle ich bei Wildpflanzen sicher, dass beim Keimen und Aufgehen immer die richtige Nährstoffversorgung haben (also auch nicht zu viel, da sie doch in der Regel nährstoffarme Böden brauchen)?
    Das besser zu verstehen wäre mir eine Riesenhilfe!
    Vielleicht kannst du auch ein paar Wildpflanzen nennen, die zum Keimen Kalk brauchen.
    Lieben Dank und ganz herzliche Grüße!
    Margret

  11. Hallo Carolin,
    gerade habe ich mit Interesse euren Shop besucht.
    Was ich so gar nicht verstehe ist, warum ein Demeter-Betrieb ganz bewusst als invasive Neophyten geführte Pflanzen vertreibt, in diesem Fall Solidago gigantea. Du schreibst selbst, dass sie als invasiv in Verruf ist (Wir können die Bedrohung eigentlich alle jedes Jahr wachsen und wachsen sehen.), aber dennoch im Garten einen Platz bekommen sollte.
    Warum habt ihr diese Pflanze im Programm?

    1. Hallo Karin,
      ganz einfach auch, weil nicht die Pflanze das Problem ist, sondern eine Landschaft, in der nichts anderes mehr Lebensraum findet.
      Die Goldruten sind wunderschön, und wenn ich Solidago ernten möchte, komme ich mit der europäischen Variante nicht weit. Wenn man verantwortungsbewußt mit den Dingen umgeht (Samenstände abschneiden und verkompostieren) ist das auch händelbar.
      Meien Nachbarn mit Pferdekoppel haben zum Beispiel einen Hass auf alle Disteln. Was mich aber nicht davon abhält diese für wunderschön und pflanzenswert zu halten.
      Wenn wir nicht wegkommen davon, den Dingen die Schuld zu geben, können wir nichts retten. Nicht der Borkenkäfer ist schuld am Waldsterben. Er ist eine Folge von unserem unverantwortlichem Umgang. Aber nur der Borkenkäfer wird bekämpft. Nur so als Beispiel.
      Ich wünsche allen einen schönen Tag!

      1. große Zustimmung für Carolines Antwort von mir – bei mir hat sich die kanadische Goldrute angesiedelt, ich ernte sie als tolle Heilpflanze bei Blasenentzündung und Bienenweide und passe auf, dass sie bei mir nicht überhand nimmt und andere Pflanzen verdrängt. Geht doch – finde ich.

          1. Gleichfalls ist der Naturgartenverein ebenfalls nicht unumstritten. Jeder bildet sich seine Meinung.

          2. Was hast du gelesen?

            Umstritten zu sein ist für mich akzeptabel.
            Fühlt sich für mich gesund an.
            Und nach meiner Beobachtung sagt der Streit manchmal viel über die aus, die streiten, und weniger über denjenigen um den es geht.

      2. @Carolin und @Karin,
        Mir ging es wie Karin. Weil mir das Online-Seminar super gut gefallen hat, bin ich gleich auf die Website der Gärtnerei gegangen. Unter anderem wollte ich die Gärtnerei bei auf der Website evtl. unter „Wildpflanzen kaufen“ listen (https://wildermeter.de/ratgeber/kauf-von-wildpflanzen-saatgut-und-blumenzwiebeln/), weil sie mir bisher noch nicht bekannt war und eine demeter-Gärtnerei grundsätzlich schon mal toll ist. Dann bin ich auch sofort über die Kanadische Goldrute im Sortiment gestolpert. Ich habe mir dann länger überlegt, ob mein Kommentar hier auch noch notwendig ist, da es ja nicht um ein Neophyten-Seminar ging, sondern um eine Praxisanleitung zum Ansäen. Nachdem hier jetzt aber schon einige Pro-Neophyten-Kommentare sind, möchte ich mich Karin doch offiziell anschließen und ein Statement gegen den Verkauf von Neophyten hier einstellen. Ich kann Carolines Argumentation nicht folgen, auch den Vergleich mit dem Borkenkäfer halte ich nicht für richtig. Es werden ja Teile der Landschaft, die eben aus naturschutzfachlicher Sicht noch intakt sind, negativ beeinflusst. Beim Borkenkäfer ist es ja so, dass geschwächte standortfremde Fichten befallen werden. Dazu das Bundesamt für Naturschutz (BfN): „Für den Naturschutz haben Goldrutenbestände auf verschiedenen Kulturlandschaftsstandorten Bedeutung. Das Eindringen von Goldruten in schutzwürdige Vegetation beschleunigt hier den Artenwandel, der durch Nutzungsänderung eingeleitet wird. Streuwiesen und Magerrasen werden so durch Goldruten schnell verändert. Auf Acker- und Weinbergsbrachen verhindern Goldruten die Ansiedlung gefährdeter Pflanzen und Tiere der Halbtrockenrasen, die hier sonst leben könnten.“ Aus naturschutzfachlicher Sicht ist wohl vor allem die Region, in der die Gärtnerei ihren Standort hat problematisch. Dazu das BfN: „Als problematisch werden vor allem Vorkommen in wärmeren Lagen Südwestdeutschlands eingeschätzt, wo Dominanzbestände den Ablauf der Sukzession beeinflussen und Pflanzen und Tiere verdrängen können.“ Quelle: https://neobiota.bfn.de/handbuch/gefaesspflanzen/solidago-canadensis.html Ich denke, Caroline hat die Pflanze durch ihre gärtnerische Kompetenz mit den von ihr beschriebenen Maßnahmen realativ gut im Griff, aber das kann man aber nicht von jedem Kunden erwarten, der sich die Pflanze bei Carolin besorgt und in den Garten setzt. Die Pflanze hat ja auch ein großes Fernausbreitungspotenzial. Die Empfehlung des BfN dazu ist eindeutig: „Keine invasiven Neophyten neu anpflanzen.“ Quelle: https://neobiota.bfn.de/fileadmin/NEOBIOTA/documents/PDF/BfN-Faltblatt_invasive-gartenpflanzen.pdf Das Argument mit der Ernte finde ich ähnlich wie Argumente für Pestizide in der Agrarlanschaft: Wenn ich Kulturpflannze xy in wirtschaftlicher Menge ernten möchte, dann muss ich xy Dünger und xy Pestizide verwenden. Es kommt aus meiner Sicht auf die Prioritäten an. Meine persönliche Erwartung an eine Bio-Gärtnerei wäre eben der Artenschutz. Eine Lösung wäre vielleicht, die Kanadische Goldrute nur für die eigene Ernte der Gärtnerei anzubauen, aber nicht zu verkaufen.

        1. Liebe Katharina, viel lieber würde ich Pflanzen topfen, als Grundsatz Diskussionen zu führen. Jeder hat das Recht auf seine Meinung, jeder hat das Recht Erwartungen zu stellen und eigene Entscheidungen zu treffen. Ich vertraue auch auf die Eigenverantwortung meiner Kunden. Ich habe die Problematik erklärt und entschieden, diese Pflanze anzubieten. Sonst dürfte ich auch keine Giftpflanzen anbieten, weil vielleicht nicht jeder verantwortlich damit umgeht.
          Grundsätzlich ist es Ihre Sache, meine Gärtnerei zu verurteilen wegen einem Produkt. Wir bieten viele heimische Wildpflanzen an und sogar Gebietsheimische, weil es uns wichtig ist, nicht weil wir damit viel Geld verdienen könnten. Ist natürlich alles nichts wert, wenn man Goldrute verkauft!
          Es steht Ihnen zu aufzuklären oder Ihre Bedenken darzulegen, aber der Tonfall „was soll das für ein Biobetrieb sein, wenn die sowas machen“, der steht Ihnen, meiner Meinung nach, nicht zu .

          1. In meinen Augen ist der einzig verantwortungsvolle Umgang mit invasiven Neophyten der, dass man ihnen auf Flächen, auf die man persönlich Einfluss hat, keine Daseinsberechtigung gibt. Der Naturgarten e.V. hat hierzu eine klare Haltung. Auch Tausende Gärten Tausende Arten schließt Gärten, in denen Invasive stehen, von einer Prämierung aus. Ihr seid Partnerbetrieb dieser tollen Initiative. Für mich geht das nicht zusammen.

        2. Dank Naturgartenverein https://naturgarten.org/ kamen wir in eine Neophyten-Diskussion, die ich hiermit abschließen möchte. Carolin verweist in der Pflanzenbeschreibung https://kraeutergarten-urban.de/shop/stauden/riesen-goldrute deutlich auf das invasive Potential dieser aus Nordamerika eingeschleppten Pflanze und wie man damit umgeht, dass es nicht die Landschaft schädigt. Trotz dieser Eigenschaft ist sie als Spätblüher (Juli bis Oktober) Pollenquelle für Schwebfliegen und Wildbienen sowie Nektarpflanze für acht Schmetterlingsarten https://www.naturadb.de/pflanzen/solidago-gigantea/, genau wie die andere fremde Kanadische Goldrute (Solidago canadensis). Wer beide zu Heilzwecken anbaut (Harnwegserkrankungen) und Carolins Hinweise beachtet (Ausläufer einfach herauszuziehen, den Samenstand abschneiden), hat das invasive Potential im Griff, bietet den Wildbienen, Honigbienen und Schmetterlingen späte Nahrung und tut seiner Niere was Gutes. Unsere heimische Wildform Gewöhnliche Goldrute (Solidago virgaurea) bringt weniger Erträge für Heilzwecke, wirkt genauso. Bildet Euch Eure eigene Meinung und geht nicht dogmatisch heran. Sonntag wird es noch einmal „fremde“ Pflanzen aus Amerika geben, Petra Pelz gibt einen wunderbaren Vortrag zu Präriepflanzen. Seit Kongressbeginn ist dort ein Hinweis aufgenommen auf die Wichtigkeit heimischer Pflanzen, trotzdem sind die Präriepflanzen robust, anspruchslos, kommen mit Trockenheit zurecht und nützen als Spätblüher vielen Insekten. Bildet Euch eine Meinung.

          1. Liebe Karin vom Naturgartenverein, ich hatte diese Diskussion abgeschlossen. Carolin Urban weiß, was sie tut. Es ist okay, dass Du das Thema invasive Neophyten in diesen Kongress gebracht hast, nun braucht keiner weiter bekehrt zu werden. Wenn jemand vom Naturgartenverein ohne Honorar einen Vortrag bzw. Interview in den Bio-Balkon-Kongress einbringen möchte, so können wir darüber sprechen. Liebe Grüße Birgit

  12. Hallo liebe Carolin,

    wie ist es eigentlich mit Maggikraut-samen? Ich hab die seit 2 Jahren gesät, aber noch nie eine aufgehen sehn und wenn ich dachte, dass sie aufgehen war es eine andere Pflanze. Man würde sie doch an dem intensiven Aroma erkennen.
    Keimen die so schwer oder brauchen sie besondere Pflege?

    1. Liebe Barbara,
      die sollten frisch sein, und keinen am besten kühl und unbedeckt. Sie brauchen bestimmt 4 Wochen. Grundsätzlich ist es auch bei uns so: Mal keinen sie gar nicht und dann ganz toll. Ist scheinbar eine Zeit/ Temperatur Frage. Ganz genau kann ich es noch nicht eingrenzen – einfach immer mal wieder probieren, z.b. auch im Herbst!

    2. Danke für die Tips, liebe Carolin, vielleicht klappt es ja diesmal.
      Vor zwei Wochen hab ich Maggikraut und Spinat, der auch nie gewachsen ist nur geblüht hat, gesät.
      Vielen Dank

  13. Sehr erfrischend, zu sehen, wie praktisch und unkompliziert Profis arbeiten! Vielen Dank für die vielen Informationen und noch mehr: die entspannte Einstellung zum Mitnehmen.

  14. Hallo Carolin,
    Ich komme nicht weiter. Ich habe Pflanzen gewählt, alles ausgefüllt, und ich weiss nicht, wo ich es absenden kann, damit ich eure Daten zum bezahlen bekomme. So steht es irgendwo, und geht es nicht weiter. Ich habe auch keinen Link oder Tel.Nr. gefunden, damit ich direckt fragen kann.
    Was soll ich tun?
    Danke für deine Hilfe.
    Dagmar

  15. Liebe Carolin,
    Ich hatte oben eine Frage zum Substrat gestellt und nun etwas Angst, dass sie wegen all der Kommentare zu den Neophyten übersehen wirst. Wenn du die Zeit für eine Antwort noch hättest, wäre ich super dankbar. Meine Sämlinge wollen nicht so recht gedeihen. Lieben Dank!!!

    1. Hallo Margret, nein ist nicht untergegangen, ich wollte mir nur Zeit nehmen (Tagsüber bin ich eigentlich in der Gärtnerei beschäftigt) nun kurz zwischen heimkommen und Abendbrot: Man kann Wildpflanzen mager aussäen. Dann würde ich allerdings keine sterile Aussaaterde nehmen, sondern Gartenerde, z.B. vom Maulwurfshügel (der Junge schmeist uns kostenfrei beste, krümmelige, unkrautsamenfreie Erde vor die Füße!). Meiner Erfahrung nach sind die echten Wildpflanzen rechte Mimosen, wenn ich sie in der Aussaatschale anziehen will. Da passt oft vieles nicht.
      Meine andere Erfahrung ist, das Setzlinge wachsen wollen, und daher mache ich Erde mit ein bisschen „Stoff“ unten rein, damit das klappt. In der Bioerde ist verhältnismäßig wenig Dünger, und mit (leider noch) Horngries auch welcher, der sich umsetzen muss, und nicht, wie bei Kunstdünger sofort verfügbar ist. Der wichtigste Unterschied zwischen organischem und Kunstdünger ist der, dass sich die Pflanze an organischem Dünger bedient, und von Kunstdünger bedient wird. Sprich sie MUSS den Dünger aufnehmen, auch wenn sie ihn nicht braucht. Daher ist eine Überdüngung bei organischem Dünger weniger warscheinlich, ebenso wie ein „verbrennen“ durch zu viele Salze in der Erde.
      Und da ich es meist nicht schaffe mich um alle Kinder sofort zu kümmern, weil so ungefähr 16qm mit Saarplatten vollstehen – sollen sie auch ein bisschen aushalten können, ohne gleich zu kümmern.
      Zurück zum Ausgangspunkt: Aussaaterde mit Gartenerde oder dsauberem Kompost geht für Wildpflanzen auch super, und am Besten draußen aufstellen.
      Kalkwildpflanzen kann ich auswendig auch nicht aus dem Ärmel schütteln, Schlüsselblumen glaube ich. Da informiere ich mich eben auch immer noch wieder 🙂
      Ich hoffe damit sind die Fragen beantwortet?
      Schönen Abend!

      1. Ja, das hilft mir sehr! Ich hab einfach noch nicht viel Erfahrung mit der Ansaat und bin grad etwas traurig, dass meine Karthäusernelken jetzt so vor sich hinkümmern, wo sie erst so schön aufgegangen waren. Ich werde sie mal pikieren, sie mit etwas „Stoff“ versorgen und sie nach draußen stellen ☺️.
        Vielen Dank für die Antwort, die Zeit und das große Engagement!

        1. Hallo Margret, das kann natürlich verschiedene Ursachen haben. Pikieren ist schon mal gut! Sind denn kleine Fliegen auf der Aussaatschale? Die Trauermücken sind eine Plage, da die Larven an den frischen Wurzeln und den Keimen fressen, was den Pflanzen natürlich nicht bekommt…
          Vielen Dank für „die Bumen“ und gutes Gelingen!

          1. Liebe Carolin,
            Mein, es sind keinerlei Fliegen da. Ich hatte sie nicht abgedeckt, sondern einfach offen im Zimmer stehen und regelmäßig besprüht, damit sie feucht bleiben. Trotzdem sind einige wie vertrocknet. Den Rest werde ich jetzt umtopfen und in etwas gehaltvolleres Substrat setzen, Gartenerde mit etwas Komposterde. Das wird ihnen hoffentlich gut tun! Ganz herzliche Grüße ins Breisgau!

          2. Guten Morgen, also, besprühen kann dazu führen, das die Erde oben feucht ist und unten nicht, das wäre zu überprüfen. Und es gibt natürlich auch noch Bodenpilze, die den Sämlingen zusetzen können… Offen stehen ist schon der richtige Weg bei Sämlingen (bis auf Ausnahmen)
            Ich hoffe es klappt!

  16. Liebe Frau Urban,
    ich interessiere mich für wurzelnackte Johannisbeeren – Frau Schattling erwähnte, dass Sie diese noch bis Freitag (heute?) verkaufen. Wie groß sollte denn ein Kübel mind. sein, damit sich die Schwarzen wohlfühlen?
    Vielen Dank und mit LG Malva

    1. Hallo Malva, ganz kurz: 40x40cm würde ich auf jeden Fall machen, im ersten Jahr geht sicher auch 30×30. Jap, ich bestelle die Ware später bei unseren Partnern, das sie frisch ausgegraben werden und wir sie am Montag verschicken können! Daher ist heute Stichtag!

  17. Liebe Carolin,
    danke, dass Du Dir neben der Gärtnereiarbeit die Zeit für die beiden Film-Beiträge und die ausführlichen Antworten genommen hast!! Würde mich freuen, Dich in einem der nächsten Biobalkon-Kongresse wieder zu sehen!
    Danke auch an Birgit!
    Viele Grüße
    Cornelia

    1. Guten Morgen Janna, wir machen nur 10ml auf eine Gießkanne – es gibt im Kongress sicherlich Experten dazu!
      Wir mischen auch die verschiedenen EMs von Multikraft (Start, Boden, EM, Brennnessel, Schachtelhalm, bei den Pflanzen noch Blatt und M5)

  18. Vielen Dank liebe Birgit, dass du diesen Kongress wieder ermöglichst hast, du bringst hier viele Gleichgesinnte an einen Tisch, ermutigst Neulinge und die Erfahrenen lernen immer noch dazu. In diesem Sinne eine Bitte an alle die sich für mehr Natur, Erhalt von Tier-und Pflanzenwelt einsetzen, ob auf dem Balkon, im Garten, auf großen Grundstücken, im Verein oder in einer Gärtnerei: zerfleischt euch nicht gegenseitig! Wir sitzen alle in einem Boot und jede/r, die/der sich dafür einsetzt ist wichtig für das große Ganze. Vielleicht sollten sich Vereine, Verbände, Institutionen, Saatgutvermehrer, Gärtnereien usw. mal an einen Tisch setzen und das ausdiskutieren, wo es Meinungsverschiedenheiten gibt. Natürlich sind Hinweise z.B. auf invasive Neophyten wichtig. Auf diesem Kongress sollen aber viele Menschen ermutigt werden Neues auf dem Balkon zu wagen oder auszubauen. Deshalb einen herzlichen Dank an alle, die mitwirken und die Bio Balkon Bewegung stärken.

    1. Ines, ich kann Dir nur zustimmen!
      Wir sitzen alle ‚im selben Boot‘ oder ‚auf der selben Wiese‘ – wie ich es gerne nenne. Und wir schaffen es nur gemeinsam, ob Anfänger oder Profi. Jeder kleine Schritt ist wichtig für das große Ganze. Es geht längst nicht mehr nur um die Förderung von…, sondern um den Erhalt der Natur allgemein: um Tiere, Pflanzen und der Menschheit! – um den Planeten Erde!
      Ich bin sehr dankbar für Birgit, dass sie diesen Kongress mit viel Arbeit und Leidenschaft wieder neu aufgelegt hat; dankbar für jede/n Interviewpartner/in, sich Zeit genommen zu haben für einen Beitrag, der im Rahmen des Kongresses kostenlos zu verfolgen ist!!! – oder als Paket zu erwerben ist, um den Input in Ruhe zu verarbeiten.

      Möge jeder und jede das aus den Beiträgen mitnehmen, was ihn oder sie interessiert. Und wer als Profi anderer Meinung ist als die, die hier vertreten wird oder der/die ‚es besser weiß‘ oder ‚zu wissen glaubt‘, darf gerne einen eigenen Kongress auf die Beine stellen. Ich wäre sicher als Zuhörerin dabei, um über meinen Tellerrand hinweg zu schauen und mein Meinungsbild zu revidieren oder zu festigen, Beiträge zu kommentieren.

      Doch: Lasst uns gemeinsam am Erhalt der Artenvielfalt, der Vermittlung von Wissen und Freude am Tun diesbezüglich ‚arbeiten‘ (blöder Begriff – Es geht um die Re-Integration der Natur in unser Leben, nicht um etwas Exotisches!; es geht darum, dass wir wieder Teil unserer uns umgebenden Natur werden – wir sind doch Teil dieser Natur!). Die ‚Natur‘ außerhalb unseres menschlichen Seins käme prima ohne uns zurecht, wir umgekehrt aber nicht!
      Möge dieser Kongress viele Menschen inspirieren, ins Tun zu kommen, nachzudenken, sich weiter zu bilden, Freude zu empfinden in und mit der Natur, auf dem Balkon, auf der Fensterbank, draußen im ‚Grünen’… – in achtsamer und respektvoller Weise mit Tier, Pflanze und Mitmensch!
      Viele wilde Pflanzengrüße
      Cornelia

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