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Mehr InformationenDr. Johannes Eisenbach
Dauersubstrat, Humusaufbau, Biozyklische Humuserde
Johannes Eisenbach ist Landwirt und promovierter Agrarökonom. Er engagiert sich im Ökolandbau und hat mit dem Bio-Pionier Adolf Hoops die Grundlagen zu den Biozyklisch-Veganen Richtlinien erarbeitet. Seit über zwanzig Jahren forscht und arbeitet er an der Erzeugung von biozyklisch-veganem Humus und hat überraschende Ergebnisse sowie Vorteile für Landwirtschaft und Mensch vorzuweisen, auch für Topfgärtner.
Inhalt:
Dr. agr. Johannes Eisenbach spricht zum Zusammenhang zwischen Böden, Pflanzen und Gesundheit. Er erklärt, wie es zum Verlust der Bodenfruchtbarkeit kommt, wie die biozyklisch-vegane Humuserde entsteht, einer Form von Dauerhumus, die bei der Veredelung von Qualitätskompost entsteht, und welche Produktionssteigerung mit diesem Humus möglich ist, auch im Topf. Er stellt den Netzwerkaufbau von Kompostanlagen und Veredelungsbetrieben vor.
109 Antworten
Das ist ein sehr wichtiges Thema und ich habe den Beitrag mit Spannung verfolgt. Geld in die Erhaltung unserer Erde zu setzen klingt ja sehr viel reizvoller, als über irgendwelche Aktien an der Zerstörung unserer Umwelt beteiligt zu sein. Allerdings bin ich etwas skeptisch, was den völlig veganen Ansatz betrifft. Die bisher auf natürliche Weise entstandenen fruchtbarsten Böden sind ja Böden, die von Herbivoren beweidet wurden. Ich denke, hier macht wieder die Menge das Gift. Die Massentierhaltung und das Übermaß an tierischem Dünger sind abzulehnen. Auch leben vom Tierdung alle möglichen Insekten und von den Insekten im Dung auch wieder Vögel. Eine vegane Welt, also eine Welt mehr oder weniger ohne Vieh kann ich mir jedenfalls nicht vorstellen.
Es gibt noch Andere, die aber schon ähnliche und für mich schlüssigere Ansätze verfolgen, da wäre z. B. die Firma Sonnenerde aus Österreich (https://www.youtube.com/watch?v=r7Uxj1xIPrI) und Elaine Ingham (https://www.soilfoodweb.com/) aus den USA.
Insgesamt brauchen wir noch viel mehr wissenschaftliche Forschung in dieser Richtung.
Aber schon fantastisch, was hier auf diesem Kongress alles geboten wird. Ein riesiges Lob von mir an die Referenten und vor allen Dingen an Birgit Schattling. Ich habe immer das Gefühl, dass Birgit einfach alle Beteiligten mit ihrer unnachahmlichen Art zu Höchstleistungen anspornt.
Herzliche Grüße aus dem heute etwas regnerischen Südharz!
Beate
natürlich heißt in diesem Zusammenhang vegan ein Verzicht auf “Nutztiere”. (allein schon dieses Wort…) Wild lebende Tiere wird es immer geben und auch diese werden ihren Beitrag leisten. Und zwar genau so wie die Natur es vorgesehen hat.
Sehr geehrter Herr Eisenbach,
Ihr Vortrag war mit das Interessanteste und das Neueste der letzten Jahre. Eigentlich haben Sie von einer revolutionären Entdeckung und Entwicklung gesprochen.
Ich bin überhaupt nicht vom Fach, bin Geisteswissenschaftlerin, aber eine passionierte Balkongärtnerin. Ich stelle auch mithilfe einer Wurmkiste Wurmkompost her. Kann man mit diesem Material auch so verfahren, wie mit dem üblichen Kompost? Dauert es womöglich schneller bis zum fertigen Humus, wenn man den Wurmkompost veredelt?
Und wie sieht die Bepflanzung der zu veredelten Komposthügel im Winter aus? Wenn ich Sie richtig verstanden habe, muss die Erde immer durch Pflanzen bedeckt sein.
Ich würde mich gern an Ihrem Fond beteiligen.
Vielen Dank für so viel Neues am frühen Samstagmorgen!
Mit freundlichen Grüßen,
Olga Bolinger
Sehr geehrte Frau Bolinger,
vielen Dank für Ihre Rückmeldung, über die ich mich sehr gefreut habe. Zu Ihrer Frage: Ich persönlich habe keine Erfahrung in der Veredelung von Wurmkompost, da man, um größere Mengen an Wurmkompost zu erzeugen, eine regelrechte Wurmzucht benötigt, und da berühren wir bereits wieder Fragen der Tierethik und unter welchen Bedinungen die Kompostwürmer wesensgerecht gehalten werden müssten. Wichtiger als das Ausgangsmaterial (Wurmkompost oder Phytonisches Kompostsubstrat) sind für die Beantwortung der Frage, ob es klappt, die Wachtumsbedingungen der Pflanzen während der Veredelungsphase. Zunächst brauchen wir eine gewisse “kritische Masse” an Substrat und dann, nach meinen bisherigen Erkenntnissen, eine große Vielfalt an gleichzeitig wachsenden Pflanzen. Tatsächlich sollte die Bepflanzung auch im Winter gegeben sein. Hierfür eignen sich Feldsalat, Feldkresse oder auch winterharte Zierpflanzen wie Stiefmütterchen. Sollte dies nicht möglich sein, empfiehlt sich eine Mulchschicht während des Winters, die im Frühjahr abgenommen werden oder selbst verrotten kann.
Alfred Grand von Vermigrand produziert Wurmkomposterde in Niederösterreich. Er kooperiert auch mit Forschungsinstituten. Vielleicht wäre da eine Zusammenarbeit bzw. Vernetzung interessant?
Herzlichen Dank für diesen Einblick in ein so wichtiges Projekt, das mich sehr überzeugt. Ich bin in Bern zu Hause. Wo gibt es in der Nähe eine Möglichkeit, solche Erde zu bekommen und ein Projekt zu unterstützen.
Mit lieben Grüssen
Dorothea
Hallo Frau Dorethea Lüdi,
Danke für die Nachricht. Es ist geplant, im September auch in der Schweiz ein Veredelungsprojekt im Rahmen eines Biozyklischen Humuserde-Hubs einzurichten, also einer Gruppe von Menschen, die auf lokaler Ebene Phytoponisches Kompostsubstrat (PCS) bereitstellen und regional zu Humuserde veredeln können. Sowie der erste Schweizer Hub eingerichtet ist, wird es eine entsprechende Mitteilung auf der Website des terra plena Fonds geben. Am besten Sie abbonieren den Newsletter auf https://biocyclic-humus-soil.com/biozyklische-humuserde.html (der Button für den Newsletter befindet sich am Ende der Seite). Sie können über den terra plena Fonds aber auch schon jetzt einen Beitrag leisten, dass Biozyklische Humuserde entsteht. Es gibt bereits registrierte Mengen an PCS, die auf die Zuteilung der entsprechenden Einlagen von Bodenkuratoren aus dem terra plena Fonds warten, um der Humuserde-Veredelung zugeführt zu werden. Ebenso gibt es Verdelungsanwärter, die auf die Bereitstellung von PCS warten, um den Veredelungsprozess zu beginnnen. Unter den Veredelungsanwärtern befinden sich neben landwirtschaftlichen Bio-Betrieben und Gärtnereien auch Kleinveredler mit einer Veredelungskapazität von z.B. nur 10 laufenden Metern bepflanzbaren Hügelbeeten. Vielleicht können Sie ja in Ihrer Umgebung einmal schauen, ob es interessierte Menschen gibt, die sich für das terra plena Projekt inin Ihrer Region teressieren.
Hallo Johannes, wie viel kosten 10 Meter Hügelbeet mit phytonischem Kompost?
ich bin auch interessiert, im Kanton Luzern Bauern als Kompostproduzent Partnerbetrieb und Gemüsebau Veredelungsbetrieb helfen zu finden.
Helen Bucher
Lieber Herr Eisenbach,
herzlichen Dank für diesen erhellenden und informativen Beitrag! Wow!
Und Sie machen mir große Hoffnung für eine lebenswerte Zukunft auf unserem Planeten Erde!
Ich wünsche Ihnen für den Terra Plena Fond viel Erfolg. Sie sind ein genialer motivierender Botschafter. Ich will unbedingt dabei sein und schaue, wie ich das bewerkstelligen kann (jeder gesparte Euro zählt :o).
Und Dir liebe Birgit, herzlichen Dank, dass Du Herrn Eisenbach in der großen Community hast sprechen lassen. Das wirkt sich sicherlich positiv aus.
Ich freue mich auf die erste biozyklische Erde auf meiner Terasse — auch wenn ich dafür etwas länger warten muss.
Sehr interessanter Vortrag.
Mein Fazit: Wenn ich in ein neues Hochbeet oder auch in einen Pflanztopf Möglichst alten Kompost gebe und dabei quasi überfüllte, habe ich nach einigen Jahren diese fruchtbare Erde, die ich nie wieder düngen muss. Ich brauche also nur Geduld.
Hallo Frau Khünl-Brady,
damit es zur Bildung von Humuserde kommt, bedarf es eines gewisser “kritischen Masse” an Kompost und einer vielfältigen Pflanzengemeinschaft, die dafür verantwortlich ist, dass sich im Rhizobiom Vorgänge abspielen können, die zu einer zunehmenden Kohlenstoffstabilisierung führen. Den an der Humuserdeentstehung beteiligten Pflanzen muss also ein entsprechend großes Nährstoffangebot (in nicht-wasserlöslicher Form) zur Verfügung stehen, damit dieser Prozess überhaupt in Gang kommt. Nach unseren bisherigen Erfahrungen benötigt man eine deutlich größere Menge an bepflanzbarem, wurzelfreundlichem Kompost (Phytoponisches Kompostsubstrat) als rein rechnerisch von den darin enthaltenden Nährstoffen für die Ernähung der darauf wachsenden Pflanzen in einer Vegetationsperiode erforderlich wäre, damit das Material im Laufe mehrerer Jahr von den Pflanzen im Zusammenspiel mit den Bodenorganismen zu Humuserde umgewandelt werden kann.
Vielen Dank für diesen hochinteressanten Vortrag. Ich hätte auch gerne gewusst, wie man über das Jahr (Winter) eine durchgängige Bepflanzung erreicht.
Herzliche Grüße aus Wien
Doris
Hallo Doris,
ich könnte mir vorstellen, dass man Feldsalat (auch Vögerlsalat) noch im Herbst einsäen und gut über den Winter bringen kann. Aber auch Stiefmütterchen, deren Blüten man essen kann, wären ein guter Bodenbedecker/-beleber den Winter über. Neulich habe ich zum ersten Mal auf einer Wiese am Tegernsee bewusst Feldkresse kennengelernt. Die schmeckt gut und wächst und wächst.…und das mitten im Winter. Warum nicht auch mal auf dem Balkon.
Herzliche Grüße aus Kalamata,
Johannes
Gundelrebe (Gundermann) funktioniert ebenfalls ganzjährig sehr zuverlässig…
Hallo Johannes, wie viel kosten 10 Meter Hügelbeet mit phytonischem Kompost?
ich bin auch interessiert, im Kanton Luzern Bauern als Kompostproduzent Partnerbetrieb und Gemüsebau Veredelungsbetrieb helfen zu finden.
Helen Bucher
Liebe Helen,
für 10 m Hügelbeet aus frischem PCS, das zu Humuserde veredelt werden soll, besteht ein Investitionsbedarf an Humuserde-Äquivalenten in Höhe von ca. 700–800 Euro.
Das tönt wirklich fantastisch. Ich habe noch eine Frage, wenn das Gemüse geerntet wird, bleibt die Wurzel im Boden, oder reisst man die aus?
Herzliche Grüsse
Marie-Luise
Hallo Marie-Luise,
die Wurzeln können gern im Boden verbleiben und mit in das Substrat untergemischt werden.
wow, es war so unglaublich interessant und so lehrreich und wertvoll ! vielen vielen dank für diesen tollen beitrag. p.s es war überhaupt nicht zu lange, ich war die ganze zeit völlig fasziniert und gebannt, es macht einfach so sinn, diese kreisläufe. vielen dank für das teilen dieses wissens. was für ein schatz! Lg aus Niederösterreich 🙂
Das hört sich ja wirklich super spannend und großartig an! Gibt es aber auch eine Anleitung oder Rezept, wie man diese Humuserde selber herstellen kann? Ich würde es sehr gerne auch einmal zu Hause ausprobieren und damit experimentieren.
Hallo Klaus Scheder,
zu der Frage nach dem “Selbermachen” wurde ich kürzlich von Daniel von den Waldgeistern interviewt. Hier der Link zur Veranstaltung: https://www.google.com/search?q=die+waldgeister+youtube+eisenbach&client=firefox-b‑d&sca_esv=7994f51f647571a9&sxsrf=ACQVn0-L91HQhohJgDywc537EguZOwOHmg%3A1711228626214&ei=0kb_ZdfSDNrXxc8P85GvuAU&udm=&ved=0ahUKEwjXg5Szp4uFAxXaa_EDHfPIC1cQ4dUDCBA&uact=5&oq=die+waldgeister+youtube+eisenbach&gs_lp=Egxnd3Mtd2l6LXNlcnAiIWRpZSB3YWxkZ2Vpc3RlciB5b3V0dWJlIGVpc2VuYmFjaDIFECEYoAEyBRAhGKABSIUeUIwGWJYScAF4AJABAJgBnQKgAZ8QqgEFMC41LjW4AQPIAQD4AQGYAgugArsQwgIIEAAYgAQYsAPCAgcQIRgKGKABmAMAiAYBkAYBkgcFMS40LjagB6Ef&sclient=gws-wiz-serp#fpstate=ive&vld=cid:6e7be14e,vid:O8WjCIZyvmI,st:0
Super spannender Vortrag. Vielen Dank ❣️
Ich werde mich an dem Fond beteiligen, weil ich das Projekt unterstützenswert finde.
Ich habe noch nicht verstanden, wo die Bauern und Gärtner ins Spiel kommen würden. Wann und wie würden sie von diesem PCS bekommen, um Pflanzenzucht anders zu betreiben als bislang?
Die Idee beflügelt mich komplett, zu einem solchen Kreislauf beitragen zu können, der Gutes in der Welt bewirken kann
Danke ❣️
Wenn ein Bauer oder Gärtner (auch Kleingärtner!) sich an der Biozyklischen Humuserde-Veredelung beteiligen möchte, kann er mir seine Bereitschaft mitteilen und sich im terra plena Projekt unter Angabe der dafür bereitstehenden Fläche registrieren lassen. Er wird dann von einem Humuserde-Berater geschult und auf die biozyklisch-vegane Zertifizierung vorbereitet, sobald seine Fläche für die Humuserde-Veredelung benötigt wird. Wenn entsprechende Einlagen von Bodenkuratoren im terra plena vorhanden sind (diese können auch “zweckgebunden” für einen bestimmten Verdelungsbetrieb sein) und sich in seiner Nähe ein für das terra plena Projekt lizensiertes Kompostwerk, das Kompost in PCS-Qualität liefern kann, oder ein anderer zugelassener PC-Lieferant befindet, erhält der Veredelungsbetrieb (Bauer, Gärtner) die der von ihm angegebenen Veredelungsfläche entsprechende Menge an PCS. Er muss lediglich die Transportkosten vom Bereitsteller des PCS zur Veredelungsfläche selbst tragen. Das Material wird durch die Einlagen der Bodenkuratoren in den terra plena Fonds finanziert.
Wo gibt es in Deutschland solche Projekte? Es wäre interessant, da mal vorbeizuschauen.
Zur Zeit wird in Deutschland Humuserde-Veredelung in Singen am Bodensee, in Seeheim-Jugenheim, Quedlinburg, Stralsund und demnächst auch in Steyerberg, Rochlitz und Marburg betrieben. Es kommen ständig neue Veredelungsstandorte hinzu. Nähere Auskünfte und Besuchstermine kann man über den terra plena Fonds anfragen (info@biocyclic-humus-soil.com).
Hallo Herr Eisenbach
ich habe versucht die Quedlinburger Seite zu finden/ zu öffnen — sehr sehr mysteriös der Eintrag
würde gerne eine Antwort auf meine Fragen vom 24. haben. Danke
Grüße A.Kircher
Was ist denn da so mysteriös? Ich kann dazu im Netz nichts finden.
Schöne Grüße aus dem Harz
Beate
Hallo Frau Kirchner,
mir geht es ähnlich wie Beate Renner und kann keinen themenbezogenen “Eintrag” zu Quedlinburg finden. Ich hatte die Stadt Quedlinburg in meinem Vortrag erwähnt, da es dort eine Person gibt, die in ihrem Stadtgarten im Innenhof ihres Anwesens auf PCS Gemüse anbaut, um es zu Biozyklischer Humuserde zu veredeln. Ob darüber etwas im Internet steht, wage ich zu bezweifeln.
Danke für diese Antwort, genauso ging es mir auf der Internetseite von Rochlitz
Interessant, danke für den Vortrag!
Ich habe vor zwei Jahren beim Umzug ein paar Eimer zweijährigen Küchenkompost mitgehen lassen und irgendwie auch ein paar Würmer mitgenommen, und in den Kübeln dann 50/50 mit gekaufter Erde Tomaten darin angebaut. Die Würmer werden nicht weniger, und ich traue mich bei den großen Kübeln schon gar nicht mehr mit der Schaufel ran. (Ich fütter sie ab und zu mit Kaffeesatz und rausgezogenen Beikräutern..) Im Winter wachsen irgendwelche Dinge aus der Umgebung darauf, das dauert gar nicht lange wenn es mal feucht ist und sie keiner mehr rauszieht. Moos geht auch super hier. Ich frage mich wirklich was da in meiner Erde abgeht. Es ist spannend zu sehen wie sie sich über die Zeit verändert. Ihr Vortrag hat meinen Blick nochmal geschärft.
Also auf keinen Fall chemischer Dünger, wenn ich das richtig verstehe.. ist denn Biodünger ok, da das ja vermutlich keine Humuserde ist?
Ja, keinesfalls chemischen Dünger, der würde diese wunderbaren natürlichen Prozesse behindern, wenn nicht sogar ganz unterbinden. Humuserde dürfte das, was sich in Ihren Kübeln “abspielt” vermutlich nicht sein, aber es sind lebendige Prozesse, die unter bestimmten Bedinungen in Richtung Humuserde tendieren. Da es bei der Entstehung von Biozyklischer Humuserde einer gewissen “kritischen Masse” bedarf, kann es sein, dass die Kübel zu klein sind, um den Veredelungsprozess in Gang zu setzen. Ein ständiges “Nachfüttern” der Bodenlebenwesen mit organischen Materialien (wie z.B. mit Kaffeesatz und Pflanzenteilen) ist dann sicher notwendig und sinnvoll, eventuell sogar auch mit einem pflanzlich-biologischen Dünger. Dieser sollte jedoch keine wasserlöslichen Bestandteile enthalten und rein pflanzlicher Herkunft sein.
Lieber Herr Eisenbach,
ich habe die Erfahrung gemacht, wenn ich Spitzwegerich in die Pflanzentöpfe verbringe, dass die Pflanzen ohne Düngung besser wachsen. Was macht Spitzwegerich mit der Erde?
Spitzwegerich wächst an Extremstandorten wie Wegen, Schotter, der mag es lieber mager.
Ja, diese Beobachtung ist auch nachgewiesen. Das hängt mit den Pilzen zusammen, die mit den Wegericharten eine “Gesellschaft bilden”: Ist der Spitzwegerich mit einem Mykorrhiza-Pilz vergesellschaftet, bildet er eine größere Menge Catalpol, was der Pflanze verbesserten Schutz vor Fraßfeinden verschafft (Schweiger et al. 2014).
Vielen Dank Margarete für die Aufklärung. Ist es auch ds Catalpol was den Spitzwegerich ermöglicht mit so unterschiedlichsten Böden klar zu kommen?
Liebe Thekla, die Stoffwechselprozesse im Boden sind wie auch jene im menschlichen Körper ein so komplexes Geschehen, dass ich immer wieder staune, wenn ich in der aktuellen medizinischen Forschung über mir vertraute Natur-Wirkstoffe “stolpere”. Catapol ist ein häufig vorkommender sekundärer Pflanzenstoff aus der Gruppe der Iridoide und wird zur Zeit viel beforscht u.a. zu Themen wie Diabetes, Alzheimer…
Ich bleibe dabei, dass ich die Pflanzen in ihrer Vollständigkeit als “ganzes Orchester” ehre und als Nahrung zu mir nehme, wie es bereits unsere Vorfahren taten.
LIebe Margarete,
ich teile Deine Erfurcht vor den Natur-Wirkstoffen. Ich traf in Brüssel, nachdem ich zum 6. Mal an einer schweren Lungenentzündung erkrankt war von Francine Henry, der Hexe von Brüssel, von der wiederkehrenden schweren Entzündung befreit und dabei spielte Spitzwegerich neben Borretsch eine wichtige Rolle.
Ich denke, dass die Organismen für die Stoffwechselprozesse und somit das Ausbilden von entsprechenden Pflanzenstoffen (Vitamine, Spurenelemente, Mineralien, Gerbstoffe, Bitterstoffe, ätherische Öle, Flavonoide, Polysaccharide) bedeutsam sind. Als einzelne Erdhüterinnen können wir wieder wie unsere Vorfahren durch Beobachtung lernen, was dem Bodenleben gut tut. Und ich sehe das wie auch beim Menschen: Jeder Boden, jede Erde ist von der Zusammensetzung der Organismen anders. Mal sehen, wann wir beginnen, die Bodenmikrobiota zu erforschen und nicht nur die üblichen Bodenanalysen machen. Beim Menschen: Nährstoffmangel ist oft nicht durch Nahrungsergänzungsmittel zu beheben, sondern durch unterstützende Maßnahmen für die “unsichtbaren Mitbewohner”. 🙂
Zu diesem Punkt könnte man noch anmerken, dass Pflanzen sehr viel höhermolekulare Verbindungen verstoffwechseln können, als bislang angenommen. Je lebendiger das aufbauende Bodenleben ist (darunter zähle ich in erster Linie die für den Stofftransport in das Zellinnere der Wurzelhaarzellen zuständigen und nicht diejenigen Organismen, die für den Abbau, also die Zerlegung der organischen Substanz) um so komplexer können die Verbindungen sein, die “unzerlegt” in das Innerere der Wurzelzellen gelangen. In dem Moment, in dem größere Bestandteile von Vitaminen oder Antioxidantien wie Polyphenole in die Zelle inkorporiert werden können, um so leichter fällt es der Pflanze, die fehlenden Bestandteile dieser Wirkstoffe zu ergänzen. Dementsprechend hoch ist dann der Gehalt an diesen Wirkstoffen. Wenn hingegen Pflanzen in einem Milieu mit unterentwickeltem Rhizobiom wachsen, müssen sie alle Wirkstoffe ausgehend von Kleinstbausteinen sozusagen selbst synthetisieren. Das Ergebnis sind nährstoffarme, wässrige und krankheitsanfällige Pflanzen. In einem physiologisch aktiven Boden, wie z.B. im Falle von Biozyklischer Humuserde, kann die Pflanze offenbar auf eine Fertigteilbaukasten zurückgreifen, was die Synthese der vollständigen Substanzen erleichtert.
was das Thema erforschen betrifft, so fand ich den Vortrag von Dr. Stefan Hügel über die Mineralienwende sehr interessant. Er blickt auf die essentiellen Mineralien und deren Wechselwirkung untereinander und die jeweiligen Auswirkungen auf Böden und Pflanzen. Aber was passiert mit den Elementen in der Pflanze bzw. im Boden, wenn ein einzelnes Element oder mehrere Elemente für die Pflanze/den Boden wegfallen bzw. überdosiert werden. Wie reagiert der Boden, die Pflanze darauf…
Hallo Herr Eisenbach und Birgit,
vielen Dank für einen weiteren superspannenden Vortrag und wichtiges Thema!
Es sei mir eine persönliche Frage an Ihre Erderfahrung aus der Gartenwelt beim Biobalkonkongress gestattet:
Selber seit 45 Jahren wechselweise vegan-vegetarisch lebend, pflege ich seit ca 7 Jahren “meinen” Garten als Insel der Artenvielfalt biovegan und über die Jahre mit überschaubarem Einbringen von Pflanzenkohle und Tongranulat über den Umweg Kompost im Gemüseareal, auch ohne die Erde umzubrechen — maximal mal mit dem Sauzahn rein als Vorarbeit für Wurzelgemüse.
Inzwischen hat sich eine artenreiche Tier- und Pflanzengemeinschaft zusammengefunden.
Der Boden hat sich bemerkbar verbessert; was die Wasserhaltefähigkeit angeht, nur was die Erträge angeht, war ich bei den Starkzehrern regelmäßig enttäuscht. Diverse Nachbarn die mit Mist arbeiten, haben jedes Jahr so viel höhere Erträge von “meinen” Pflanzen gehabt, die ich ihnen als Jungpflanzen abgab, dass ich letzten Sommer eingeknickt bin und den neuen Kompost mit Mist aus der Nachbarschaft (von Hühnern und Pferden) aufgesetzt habe.
Allerdings mit Bedenken im Hinterkopf, ob ich dadurch evtl. Gefahr laufe, damit womöglich 7 Jahre Vorarbeit ungeduldig zunichte zu machen. ?
Können und mögen Sie mir dazu eine Einschätzung aus Ihrer Erfahrung heraus geben?
Denn gerade beginnt die neue Saison, ich habe die ersten zwei Reihen Komposterde ausgebracht und erste Aussaaten gemacht, viele weitere sollen heute und in den kommenden Tagen und Wochen folgen, aber noch ist der Komposthaufen weitgehend unangetastet.
Kann ich mir da ein Bein mit dem Mistkompost legen?
Falls Sie begründet nachvollziehbar abraten sollten, diesen zu verwenden, wo bekäme ich auf die Schnelle 2–3 qm biozyklische Humuserde heran (Brandenburg nordöstlich von Berlin) oder was könnte/sollte ich stattdessen nutzen?
Korrektur:
Kubikmeter sollte das natürlich heissen und könnten auch bis 5 m³ werden…
Heidewitzka, Jul,
das sind ja Dimensionen…
2–3 m² (als Minimalbedarf), um einen eh schon high-end-humosen Garten für dieses Jahr fit zu machen…!? (bei den max. 3 Litern Kompost selbst für Starkzehrer, die ansonsten in einschlägigen Gartenzeitschriften empfohlen werden, wäre das dann ja ein Garten mit rund 700 ‑1000 m² (Starkzehrer-)Anbaufläche… 😉
Bitte nicht falsch verstehen: Ich finde diese spartanischen Kompostgaben (worüber sich die Experten ja selber offenbar nicht sehr einig sind, denn anderenorts wird ja auch locker-flockig von GANZ anderen Mengen gesprochen [2–4 cm — also 20 — 40 Liter Kompost zum Frühjahr aufbringen]) immer etwas seltsam, zumal ich gar nicht wüßte, was ich dann mit dem ganzen bisserl Kompost anfangen sollte, der nunmal alle Jahre entsteht (wobei das deutlich weniger als 1/2 m³ im für meine Verhältnisse vererdeten Zustand ist — also nach Rottephase und 1 Jahr Ablagerung).
Hast Du mal Deinen Gartenboden untersuchen lassen? Ich habs letztes Jahr gemacht und war sozusagen erschüttert, wie viel ZUVIEL darin ist und — das Problem kenne ich nämlich leider auch bestens — wie spartanisch manches darin wächst…
Die Fläche für den Gemüsegarten kommt hin, aber natürlich sind auch viele Schwach und Mittelzehrer dabei, und die Obst- und Nusssträucher und-Bäume im hinteren Gartenbereich (ähnlich groß) freuen sich auch, so meine Überlegung… (weitgehende Teilselbstversorgerin bei Gemüse, Obst und Kräutern)
Ich hatte jetzt einfach mal überschlagen, welches Volumen mein Kompost, den ich im Jahr so ausbringe, bemisst. (und bin halt noch etwas frustriert, wenn ich z.B. an meine Yakon-Ernte vom letzten Jahr denke, wo überspitzt gesagt der Nachbar mit 1 Pflanze soviel Ernte hatte wie ich mit meinem gesamten 4‑qm-Beet und ähnliches bei der Kürbis-Ernte…
Über die Mengen-Verwunderung hast Du leider ganz den Kern meiner Frage übersehen:
Denkst Du, ich kann ruhigen Gewissens meinen Mist-Kompost ausbringen oder laufe ich Gefahr, damit einen Rückschlag für mein Bodenleben nach 7 Jahren behutsamer bioveganer Kompostwirtschaft und Bodenaufbau zu produieren?
Ach so, Volker, die Antwort war von Dir , habe ich zu spät registriert — danke für Deine Überlegungen.
Und dann hoffe ich jetzt auch noch auf Johannes Eisenbachs Gedanken dazu…
@Ach so, Volker, die Antwort war von Dir , habe ich zu spät registriert – danke für Deine Überlegungen.
Tja, SO schnell kann man vom “Sie” zum “Du” kommen — ist ja gut, dass Du diese Antwort NICHT an Herrn Dr. Eisenbach geschrieben hast… *gg*
Zum (vermeintlich übersehenen) Kern: HAST Du mal ne Bodenuntersuchung (im Idealfall ne chromatografische, wenn Du dem normalen Betrieb nicht traust) gemacht? Ich bin ja auch im Zweifel über die “Richtigkeit” von solchen Normal-Analysen, denn demnach wäre ja alles in allerbester Butter. Ist es aber nicht!
Dennoch wäre ich an Deiner Stelle nach 7 Jahren “richtigen” Bodenpflegens und solchen mickrigen Yacon-Ernten (bei dem ja wg. seiner Robustheit eher keine anderen Bösewichter als Ursache zu vermuten sind) auch ganz schön skeptisch…
D.h. Du bewirtschaftest tatsächlich nen 1000 m²-Garten…? Alle Achtung! 🙂
Wünsche Dir viel Ernetglück anno 2024!
Hallo Jul,
danke für die Beschreibung Ihres bemerkenswerten gärtnerischen Engagements. Eine Ferndiagnose zu stellen, ist natürlich immer etwas schwierig. Manchmal liegt es an Dingen, die man erst vor Ort richtig einschätzen kann. Ein Grund für den nicht zufriedenstellenden Ertrag könnte in der Verwendung von Pflanzenkohle liegen. Diese verfügt über eine riesige molekulare Oberfläche und viele Hohlräume, die sich mit Wasser füllen können; daher die gute Wasserspeicherung. Gleichzeitig kann diese große Oberfläche aber auch Nährstoffe binden. Man nennt das Nährstoff-Fixierung. Diese stehen dann den Pflanzen nicht zur Verfügung, obwohl sich die Bodenstruktur rein physikalisch verbessert hat. Beim Einsatz von Pflanzenkohle sollte diese vorher mit Nährstoffen “gelöscht” oder “geimpft” werden, damit es nicht zur Nährstofffixierung kommt. Mein Rat wäre daher eher, die Pflanzenkohle einfach wegzulassen und durch “Frischkost für das Bodenleben” (wie das Adolf Hoops genannt hat) zu ersetzen. Vom Einsatz tierischen Dungs würde ich ebenfalls abraten; abgesehen von der Gefahr des Eintrags unerwünschter Stoffe (Medikamenten-Rückstände etc.) bewirken die in Mist enthaltenen wasserlöslichen Verbindungen, dass die Pflanze diese mit dem Wasser aufnimmt und dann in ihrem Bemühen, Nährstoffe mit Hilfe der Bodenorganismen zu mobilisieren, nachlässt. Das führt dann unter Umständen zwar zu einem schnelleren Wachstum, behindert aber die natürlichen Bodenbildungsprozesse, die auch darauf beruhen, dass die Pflanze eigenständig Kohlenstoff in den Boden “pumpt”. Insofern war Ihre siebenjährige Vorarbeit sehr wertvoll und bestimmt eine gute Grundlage. Probieren Sie doch einmal aus, Ihren (nun leider mit Mist versetzten) Kompost ein-zwei Jahre auf derselben Stelle durch regelmäßiges Wenden und Befeuchten weiterreifen zu lassen und ihn dann direkt zu bepflanzen. Ich bin mir sicher, dass sich dann auch ansehnliche Erträge erzielen lassen. Gleichzeitig sollten Sie auch auch bei neu angelegten Kompostchargen diese länger weiterreifen lassen (natürlich ohne Einbringung von Mist und Pflanzenkohle) und dann ebenfalls direkt bepflanzen. Was dann dabei entsteht, ist die Vorstufe zu Biozyklischer Humuserde. Auf diese Weise könnten Sie sich sogar als Humuserde-Veredler registrieren lassen. Wenn Ihnen dieses Verfahren dann die erhofften Erträge bringt und Ihnen gefällt, können Sie parallel zu dem von Ihnen selbst angelegten Kompost auch PCS (Phytoponisches Kompostsubstrat) von einem anderen anerkannten Bereisteller aus Ihrer Umgebung in Ihrem Garten zu Biozyklischer Humuserde veredeln. Ihr Garten wäre dann nicht nur eine Artenvielfalts-Oase, sondern auch ein Teil eines weltumspannenden Rettungswerks zum Wohle unserer Böden und aller, die von den Gaben der Natur, die auf einem solchen gesunden Boden wachsen, leben.
Vielen Dank, Herr Eisenbach, für Ihre ausführliche Antwort
Ich neige jetzt dazu, den gesamten Mistkompost an eine wildere Ecke meines Gartens zu verbringen und dort für dieses Jahr einfach Kürbisse oder dergleichen drauf zu setzen und meine Kompostecke komplett neu und wieder rein pflanzlich zu bestücken.
(Über die Mistzusammensetzung mache ich mir keine Sorgen, ich kenne die Menschen, aus deren Ställen er kommt.)
Ich habe so wenig Pflanzenkohle und Blähton bezogen auf das Gesamtvolumen eingebracht und das über mehrere Jahre verteilt, dass ich mir schwer vorstellen kann, dass dadurch jetzt zu viele Nährstoffe gebunden waren (und bei Starkzehren beim Pflanzen sicherheitshalber meistens noch eine Prise Gesteinsmehl oder etwas veganes Düngergranulat dazu gegeben bzw. in den ersten Jahren auch noch mit EMs unterstützt). Aus dem Bauch raus lief das bei mir eher unter mögliche Nährstoffauswaschungen beim Kompost entgegen zu wirken und parallel über die Jahre behutsam das Bodengefüge zu verbessern — in einer von Haus aus niederschlagsarmen Region, für die die Klima-Wissenschaftler*innen Versteppung prognostizieren…
Für mich ist nun aber die wirklich brennende Frage, womit ich die mir nun fehlende Kompostgabe dieses Jahr ausgleichen kann, extrem aktuell.
Ich kann ja nicht in jedem Beet Rotklee oder dergleichen parallel anbauen, wenn ich nicht Gefahr laufen will, meine Hülsenfruchternte über die Jahre zu gefährden.
(In meinen Tomatenbeeten wandere ich diesen jedes Jahr mit, dazu mehrere Beetreihen mit diversen Bohnen und Erbsen im Gemüsegarten verteilt, jedes Jahr ein Beet weiter rückend, wodurch eh schon eine gewisse Leguminosen-Dichte gegeben ist)
Die Rotation mit mehrjähriger Anbaupause einzelner Pflanzenfamilien halte ich neben der Mischkultur gemüsegärtnerisch nach wie vor für elementar.
Daneben ist mir das anwachsen der fruchtbaren Schicht weg von der übernommenen Pflugsohle wichtig und wenn ich da dieses Jahr gar nichts einbringe, wird mein bescheidener jährlicher Zuwachs fehlen.
Diese Woche sind erstmal noch Schwach- und Mittelzehrer dran, aber in drei Wochen wird’s dann spannender und jetzt bin ich gerade etwas ratlos, wie ich nun am besten im Gemüsegarten weiterwirtschaften soll.
Also womit könnte ich dann jetzt ad hoc die fehlende Kompostgabe ausgleichen?
Perspektivisch als Humuserde-Veredelerin zu arbeiten klingt sehr reizvoll, da brauche ich aber etwas mehr Zeit für, mich tiefer in das Thema einzuarbeiten und in meine und des 2000qm-Gartens Kapazitäten mit meiner vor 9 Jahren selbstgesteckten Aufgabe, mein Leben einem Insel-Biotop der Artenvielfalt zu widmen, solange es in der Landwirtschaft auf unseren Feldern so aussieht, wie es momentan noch der Fall ist, hineinspüren.
Als davor viele Jahre sehr aktive Klimaaktivist*in mit Bewusstsein für die Relevanz der Böden, betrachte ich mich mit dem wie ich diesen Flecken Erde belebe, durchaus auch jetzt schon als “Erdhüterin”. Aber Potential zur weiteren Verbesserung nehme ich natürlich liebend gerne wahr.
Doch jetzt will erst einmal die gärtnerischen Hoch-Saison im Leben einer “Selbstversorgerin” bewältigt werden (und das Haus braucht leider auch dringend Aufmerksamkeit)…
Über einen schnell gangbaren Tipp für mich für eine gute Kompostalternative wäre ich sehr glücklich.
Hallo Jul,
ich finde mich in Deinen Gedanken so gut wieder… 😉
Mein Frust über die VIEL größeren Rosenköhler in Nachbars (aus der Tüte gedüngten) Garten hat mich bewogen, das Gefühl, dass doch bei der guten Kompostwirtschaft alles in Ordnung sein müßte, mit einer (Standard-)Bodenprobe abzusichern. Und siehe da: Alles anscheinend MEHR als reichlich vorhanden (ob doch was “Spezielles” fehlt, wird gerade untersucht).
Und bei Dir wird es ja nicht anders sein, wenn Du so mit Kompost “rumschmeißt”… 😉
Also, warum überhaupt die Panik…? WENN überhaupt was fehlt, ist es höchstens etwas Stickstoff am Beginn des Gartenjahres, denn später steht der aus der Mineralisation des Humus ja in Hülle & Fülle zur Verfügung (2–3 Gr. pro Humus-%). Schonmal Vinasse probiert?
Hallo Volker,
danke für Deine Zeilen.
In zwei Jahren bestand mein Düngergranulat, welches ich den Starkzehrern zugegeben hatte, aus, ich meine mich zu erinnern aus Melasse und nicht Vinasse, Malzkeimen und Kakaoschalen als Reste aus der Lebensmittelproduktopn — zwar nicht zertifiziert bio aber so lecker riechenden Dünger habe ich davor und danach nicht nochmals gehabt — zum reinbeissen, das hat mir gefallen… Scheint’s zu einem halbwegs bezahlbaren Preis aber leider nicht mehr zu geben.
Wie machst Du das mit der Vinasse und wo beziehst Du sie?
Liesse sich Melasse vergleichbar nutzen — da habe ich nämlich noch 3 Liter hier. Vermutlich nicht vergleichbar, da der Fermentationsprozess fehlt? Zugleich habe ich Bedenken, wenn aus der Hefeherstellung wegen GMOs.
Und mehr Erdvolumen gäbe das halt beides nicht her.
Beim verdünnen und giessen zuckerhaltiger Sunstanzen habe ich die Vorstellung einer Klebschicht im Kopf, die ich mir für alle möglichen Pilze, auch unerwünschte, lecker vorstelle, aber vermutlich ist das unbegründet?
P.S.: Und vermutlich, wenn ich Johannes Eisenbach richtig verstanden habe, würde er eine Vinassedüngung, welche meinem Kenntnisstand nach flüssig erfolgt, als schon zu nährstoffreich zu schnell verfügbar und somit kontraproduktiv werten, ähnlich wie bei Brennesseljauche nach mehr als drei Tagen…
Interessant dabei wäre dann noch die Ergänzungs-Frage, was Herr Eisenbach von Pflanzentees hält, welche ich eh viel lieber für “meine” Pflanzen zubereite, aus Kräutern, Brennesseln, Farn, Beinwellblatt, Ackerschachtelhalm, Goldrute, was auch immer mir an Schnittgut von robusten Pflanzen gerade in die Hand fällt?
Jallo Jul,
da ich auf DEINEN Beitrag nicht mehr antworten kann, schummele ich mal und antworte Dir auf meinem eigenen… 😉
Der Vinasse-Tipp stammt nicht aus meiner eigenen Praxis (ich bin da nicht ganz so voll-vegan-bio…), sondern ist weitergetragen vom Berliner Prinzessinnengarten. Hatte selber weder den einen noch den anderen am Start (will das aber dieses Jahr mal versuchen). Wie sind denn Deine Erfahrungen damit? Falls Du mir dazu noch antworten magst und das hier vllt. auch nicht mehr kannst, findest Du die Mailadresse auf der Seite, die ich in meiner unbeantworteten Frage an Dr. Eisenbach schon “verraten” hatte…
Hallo Volker,
bin gerade voll im Pflanz- und Aussaatmodus, deswegen nur ganz kurz:
Die Melasse habe ich noch von der EM-Vermehrung hier, ich habe sie nie einfach nur so ausgebracht. Und das andere kannst Du nicht vergleichen.
Insofern kann ich Dir da keine Praxis-Antwort bieten.
Viele Grüße
Ein Beitrag, der Mut macht, herzlichen Dank für die Erläuterung dieser Zusammenhänge!
Ich möchte sowohl den Fond unterstützen als auch für ein Hochbeet, das ich anlegen werde, Biozylische Humuserde bestellen…
Beste Grüße
Barbara Philipp
Hallo Frau Philipp,
danke für die Unterstützung des terra plena Fonds. Bezüglich Ihres Hochbeets und der Bestellung von Biozyklischer Humuserde setzen Sie sich bitte direkt mit mir in Verbindung.
Der Vortag war super interessant und spannend, ich würde den Vortrag gerne in Gärtner Gruppen teilen, gibt es eine Aufzeichnung die man weitergeben kann, unabhängig vom Bio-Balkon-Kongress (ich mache auch dafür immer Werbung)
Danke Birgit für deinen so wichtigen und wertvollen Einsatz.
Hallo Marion Herr Dr. Eisenbach hat in einem vorherigen Kommentar erwähnt, dass er bei den Waldgeistern ein Interview gegeben hat. Das ist auf Youtube öffentlich. Vielleicht sind da alle Infos drin und es kann weiter geteilt werden. Zufällig heiße ich auch Marion 👩🌾
Hallo Marion,
Birgit schrieb gerade, dass die Beiträge des Kongresses morgen und übermorgen noch einmal kostenlos online gehen. Vielleicht können Sie die Gärtner-Gruppen auf die Möglichkeit aufmerksam machen.
Der Vortrag regt mich sehr zum Nachdenken an und war für mich bislang der interessanteste Vortrag aus dem Kongress, der vor tollen Beiträgen geradezu glänzt.
Sie erwähnten im Vortrag, dass die Erde wohl nach einigen Jahrzehnten (?) an Mineralien verliert. Wie könnte man dem vorbeugen? Chop and drop/ mulchen? Oder wäre das auch düngen und unzuträglich? In der Natur fallen ja auch ständig Blätter runter und Pflanzen dürfen in der Erde sterben und verrotten. Was ist Ihre Meinung dazu? Und was ist Ihre Meinung zu Naturdüngern wie Schafwoll-/Brennnessel-/Kleepelletts, Urgesteinsmehl? Und spielt es eine Rolle ob es Kompost aus Grünschnitt ist (typisch wie in Kompostanlagen) oder Hauskompost mit vielen Küchenabfällen, der ja noch nährstoffreicher ist. Vielen Dank dass Sie sich Zeit nehmen unsere Fragen zu beantworten 🙏
Danke für Ihre Fragen. Sie geben mir Gelegenheit, die angeschnittenen Themen zu beantworten.
Es ist auf jeden Fall sinnvoll, und so machen wir das auch im Biocyclic Park in Kalamata, Ernterückstände mit einzuarbeiten und/oder zu mulchen. Damit führen wir zu einem gewissen Teil die von der Pflanze aufgenommenen Nährstoffe im Sinne eines Stoffkreislaufs wieder zurück. Im Verhältnis zum Gesamtvolumen eines Veredelungshügels ist die auf diese Weise zurückgeführte organische Substanz aber nur ein winziger Bestandteil und kann binnen kurzer Zeit von den darauf spezialisierten Mikroorganismen abgebaut und umgewandelt werden. Dieser Vorgang ist also der natürlichen pflanzeninduzierten Bodengenese nicht abträglich. Er findet ja auch in der Natur statt, wie Sie ganz richtig bemerkten.
Zur Frage Grünschnitt- oder Hauskompost: Wenn Sie Kompost von anderen Quellen beziehen, sollte dieser immer aus Grünschnitt sein. Komposte aus Haushaltsabfällen werden beispielsweise auch von den meisten Bio-Anbauverbänden nicht erlaubt. Anders hingegen, wenn Sie Ihre eigenen organische Haushaltsabfälle kompostieren. Dies ist erwünscht, da Sie ja die Kontrolle über die darin befindlichen Materialien haben.
Zur Frage nach den aufgeführten Düngemitteln: Urgesteinsmehl ist immer gut und kann idealerweise während der Fermenationsphase dem Kompost zugegeben werden. Schafwollpellets sind im biozyklisch-veganen Anbau nicht zugelassen, im Gegensatz zu Kleepellets, die sich auf der Grünen Liste befinden und zur Bodenverbesserung und pflanzenbasierten Flächendünung eingesetzt werden dürfen. Beim Einsatz der beliebten Brennesseljauche ist zu bedenken, dass diese, wenn sie älter als drei Tage ist, einen sehr hohen Anteil an niedermolekularen wasserlöslichen Nährstoffverbindungen enthält, die das in Biozyklischer Humuserde entstandene Rhizobiom (das in unmittelbarer Nähe der Wurzeln bedindliche Bodenleben) nachhaltig beeinträchtigen kann, obwohl sie einen vorrübergehenden Wachstumsschub auslösen kann.
nun erlebt die Landwirtschaft endlich ihr eigenes “die Erde ist keine Scheibe !!!!”
DANKE für die Erklärungen, die uns diese Neue Sicht verständlich macht !
Danke Birgit, dass Du diese “Quelle” aufgetan hast !
Moin, Dr. Eisenbach..
Ein sehr spannender, lehrreicher und visionärer Vortrag, der mich als Klein- und Balkingärtnerin völlig begeistert.
Ich spüre in Ihrer Initiative soviel Liebe und Verständnis zur Natur und unserer Mutter Erde. Sicherlich wede ich mich an dem Projekt beteiligen und möglichst vielen Menschen aus meinem Umfeld davon erzählen.
Grüne Grüße aus Oldenburg in der norddeutschen Tiefebene,
Carola
Moin Frau Petrus,
ich freue mich, dass Sie mitmachen und sich als Humuserde-Botschafterin betätigen wollen. Bitte setzen Sie sich diesbezüglich auch mit der Humuserde-Allianz in Verbindung (info@biocyclic-humus-soil.com).
Sehr interessant, vielen Dank für diesen Vortrag.
Hier ist ein großer Visionär am Werke! Die “Zeitenwende”, die wir gerade erleben geht davon leider gerade in andere Richtung…
Habe leider initial die vermutlich gegebene Erklärung zum zentralen Begriff “Phytoponisches Kompostsubstrat (PCS)” nicht mitgeschnitten. — Was heißt phytoponisch?
Ohne es zu wissen habe ich über mehrere Jahre unter einem GANZ anderen Fokus so etwas ähnliches wie Dauerhumus-Produktion betrieben: Im sogenannten “Wassermanagement-Experiment” [https://www.allmende-kontor.de/der-garten/projekte/wassermanagement/] ging es um die Frage, welcher Bodenzuschlagsstoff eventuell die Wasserhaltekapazität der Erde optimieren könne. Ungeplanterweise wurde (statt der dafür ausgesuchten Erde mit einem “normalen” initialen Kompostanteil, die durch unglückliche Umstände nicht geliefert wurde) als Grundsubstrat in diesem Versuch reiner Grünschnittkompost verwendet, weil der alternativ am Ort zur Verfügung stand. Die Größe des Projektes (10m²-Beet mit (nur) rund 25 cm initialer Substrathöhe, also rund 2500 Liter Erdinhalt [das Beet ist aufgebaut wie ein überdimensionierter Blumenkasten und hat einen riesigen Wasserspeicher, wo “normale” Hochbeete ihre Rotteschichte haben, daher so geringe Substratschicht]) kommt der notwendigen “kritischen Masse” dadurch aber vielleicht näher als der Pflanztopf in der obigen Frage von Gudrun K‑B?)
Durch Boden-Untersuchungen in mehreren aufeinanderfolgenden Jahren habe ich ein robustes Zahlenmaterial, dass in diesem über alle Jahre des Versuchs stets ganzjährig bewachsenem Beet eine Nährstoff-Erhaltung oder gar Aufbau aber nicht stattgefunden hat und es widerspricht ja auch dem normalen Denken, dass das möglich sein kann: Es wäre ja die Erfindung des perpetuum mobile für die Bodenfruchtbarkeit.
Ohne Frage wird bei einem viel Wurzelmassen-Organik im Boden belassendem “Kohlenstoff-Aufbau-Programm” und guter gleichmäßiger Bewässerung (sind das eigentlich TROPFschläuche auf den gezeigten Mieten?) ein gutes Produkt entstehen, dass seine Käufer finden wird, aber ob diese Idee das Potential hat, soche Mengen an Biozyklischer Humuserde zu produzieren, dass damit auch nur EIN Wasserschutzgebiet zur landwirtschaftlichen Nutzfläche werden könnte (man stelle sich einmal vor, was dafür für Bodenmengen transportiert / ausgetauscht werden müssten, um nur 1 km² zu so einem überdimensionierten Wasserfilter umzubauen), da hat mich der Vortrag bei aller Brillianz noch nicht mitgenommen…
Bitte entschuldigen Sie meine späte Rückmeldung. Wir sind gerade dabei, die Sommerpflanzungen vorzubereiten und PCS zu verladen, so dass ich dieser Tage deutlich weniger Stunden am PC verbringen konnte. Hier nun meine Antworten:
PCS steht für Phytoponic Compost Substrate. “Phytoponic” oder “Phytoponisch” kommt aus dem Griechischen und setzt sich aus dem Wort “phytó” für Pflanze und dem Stamm “pon” für “pflegende Mühe”. Gemeint ist ein Kompost in Substratqualität der rein pflanzlichen Ursprungs und gleichzeitig schon bepflanzbar ist. Im Gegensatz dazu steht die Hydroponik von gr. “hydor” für Wasser und “pon”, was so viel wie Wasseranbau heißt.
Dass in Ihrem Wassermanagement-System keine Humuserde entstanden ist, kann an vielen Faktoren liegen. Wurden die Beete während des Versuchs gedüngt? Auch kann es an der relativ geringen Schichthöhe gelegen haben. Dazu müsste ich mehr Details wissen.
Die Schläuche, die Sie auf einigen Bildern auf den Hügeln gesehen haben, sind Bewässerungsschläuche für wassersparende Tröpfchenbewässerung. Zusätzlich legen wir gerne auch einen Schlauch mit Sprühnebeldüsen auf die Mitte des Hügels, um z.B. Blattgemüse auch von oben befeuchten (und erfrischen) zu können, da es in Griechenland im Sommer normalerweise über Monate nicht regnet.
Mein Hinweis auf den Anbau in Naturschutzgebieten bezog sich auf die Tatsache, dass die in Biozyklischer Humuserde enthaltenen Nährstoffe nicht wasserlöslich sind und daher auch nicht ausgewaschen werden können, obwohl sie über symbiontische Vorgänge den Pflanzen in vollem Umfang zur Vefügung stehen. Dadurch würde sich Biozyklische Humuserde auch für den Gemüsebau in Naturschutzgebieten eignen. Es ging nicht um einen Austausch von Erdmassen, wie Sie sie angedeutet hatten.
Ich hoffe, Ihre Fragen richtig verstanden und Ihnen nützliche Antworten gegeben zu haben und wünsche frohe Osterfeiertage.
Lieber Herr Eisenbach,
Vielen Dank für den interessanten Vortrag. Wo kann kann ich die wesentlichen Anlegerinformationen bzw. die vorgeschriebenen Verkaufsunterlagen für den Fonds finden? Nach meinem Kenntnisstand müssten diese vor Kaufauftrag zur Verfügung gestellt werden. Nähere Details habe ich online leider nicht gefunden.
Schöne Grüße
Liebe Emilie, die gewünschten Unterlagen finden sich unter https://terra-plena.com/der-terra-plena-fonds.html
Vielen Dank und beste Grüße
Hallo Hr. Eisenbach,
ich habe noch eine Frage. Wenn aus den bepflanzten Hügeln Grünschnitt anfällt, wird der in denselben Hügel eingearbeitet oder auf einen frischen Komposthügel gegeben? Und mit welcher Folie und wie lange wird der Grünschnitthügel abgedeckt bzw. wie oft muss man den wenden? Besteht da die Gefahr von Fäulinis? Mein Kompostbereich hat leider einen nicht ganz optimalen Platz und es entsteht zu wenig Rottenwärme — mit einer Folie könnte ich die Wärme fördern?
Danke im voraus für die Antwort.
Herzliche Grüße
Doris
Guten Tag Doris,
ich bitte um Verzeihung, dass ich erst jetzt dazu komme, Ihre Frage zu beantworten.
Ja, der Grünschnitt kann problemlos wieder in den Hügel eingearbeitet werden. Frischer, aber auc h reifer Kompost sollte immer mit einem Kompostvlies abgedeckt werden. Es gibt einen Spezialstoff dafür (meist grün), der so gewebt ist, dass er atmungsaktiv ist, aber dennoch zu viel Regen von außen abhält oder eine zu starke Verdunstung von innen verhindert. Darüberhinaus schützt das Vlies auch die an der Kompostierung beteiligten Mikroorganismen vor Sonneneinstrahlung. Alle Bodenlebenwesen sind UV-empfindlich (deshalb leben sie im Boden, wo sie vor UV-Strahlung geschützt sind). Übrigens der Hauptgrund, warum Pflanzen bemüht sind, den Boden um sich herum zu bedecken. Das Vlies (bitte keine Plastikfolie verwenden, da sie den Hügel ersticken könnte) hat keinen direkten Einfluss auf die Entwicklung der Rotte selbst. Diese hängt auch kaum vom Standort ab, sondern vielmehr von der Sauerstoff-Zufuhr. Um eine geregelte Rotte zu haben, muss immer genügend Sauerstoff vorhanden sein. Daher wenden wir das Material mit dem Kompostwender. Wo ein solches Gerät nicht vorhanden ist, sollte man den Kompost häufig per Hand wenden. Der Kompost gilt als reif, wenn nach dem Wenden die Temperatur nicht mehr wieder ansteigt und insgesamt nur ca. 5°C über der Außenlufttemperatur liegt. Bepflanzbar (PCS-Qualität) wird der Hügel dann, wenn selbst ausgesäte oder von alleine keimende Kräuter ein zügiges, gesundes Wachstum zeigen und wenn bei der Spatenprobe auch aus unteren Schichten keine Fäulnisgase mehr entweichen. Ein Kressetest gibt zusätzliche Sicherheit.
Lieber Hr. Eisenbach,
vielen Dank für diese ausführliche Erklärung!
Liebe Grüße
Doris
Hallo Johannes. Ich bin wieder mal schwer begeistert von Deinem Vortrag. Ich hab nun schon ein paar davon gesehen. Vor allem find ich es lobenswert, dass Du es vegan machst. Das heisst ohne Schlachttier Bestandteil. Ich wusste schon viele Jahre, dass Gülle und Mist ein Graus ist für die Elementarwesen, dass der Boden irgendwie mit diesem Kot zwar fertig wird, aber dass Nutztierhaltung viel zu viel Kot ergibt für einen Bauernhofland. Wie Du so schön gesagt hast, ist das bisschen Kot in der freien Wildlaufbahn nicht zu vergleichen mit einem Bauernhof. Ich danke Dir von Herzen, dass Du dieses “heikle” Thema aufgreifst und die Tierethik mit der Landwirtschaft verbindest. Deshalb möchte ich Dein Projekt fördern. Auch dass Du eine Kryptowàhrung damit verbindest, ist absolut Zukunft. Das werden alle Firmen mal so machen. Du bist einfach uns allen 60 Jahre voraus. Da ich èber Kryptowährungen Bescheid weiss, kann ich abschätzen, dass Ihr genau auf den richtigen Dampfer setzt. Nun zu meinen Fragen.
Kann man auch flach gärtnern, als Veredelungsbetrieb? Wegen Maschineneinsatz? Statt Hügel.
Kann ein Bodenkurator Investor die fertige Humuserde verkaufen? Wenn ja, wie läuft das ab, mit abholen und vermarkten? Wer organisiert das? Wo, wie wird die Humuserde verkauft, angeboten? Wo kann ein Hochbeetgärtner in der Schweiz jetzt Biozyklische Humuserde kaufen? Wieviel kosten Fondsanteile. Wieviel kann, sollte eine Einzelperson investieren. Wie viel kosten 10 Meter Hügelbeet zur Veredelung. Kann ein Investor sein Geld wieder bekommen? Oder nur die Terra Libra. Oder bekommt er nur Geld, wenn er selber seinen fertigen Humus verkaufen würde?
Ich möchte im Kanton Luzern einen Bauern als Kompost Partnerbetrieb finden, sowie ein Bauer der die Veredelung macht. Auch wir im Gemeinschaftsgarten könnten uns sowas vorstellen. Nur haben wir einen dicken Haag ums Gelände und es könnte bald Bauland werden, weshalb bei uns evtl. noch nicht der richtige Ort ist. Auf jeden Fall brauche ich einen Handout Zettel für die Bauern.
Gruss Helen
Liebe Helen,
vielen Dank für Dein Engagement und die Unterstützung, die Du dem terra plena Projekt bereits durch die Eröffnung einer telegram-Gruppe zukommen lässt. Hier nun die Antworten zu Deinem “Fragenkatalog”.
FRAGE:
Kann man auch flach gärtnern, als Veredelungsbetrieb? Wegen Maschineneinsatz? Statt Hügel.
ANTWORT:
Prinzipiell nein. Das hat viele Gründe. Einer davon ist ein technischer: Während der Veredelungsphase kann es sinnvoll sein, ab und zu einmal den Hügel mit einem Kompostwender zu wenden, z.B. um Wurzeln und Ernterückstände der Vorkultur einzuarbeiten. Durch das Wenden entsteht die Dreiecksform. Eine weiterer Grund ist ein buchalterischer: die Messbarkeit des Volumens. Es muss in jedem Fall und zu jedem Zeitpunkt sichergestellt sein, dass das Volumen der Verdelungshügel bekannt und leicht messbar ist. Das geht am besten, wenn das Material als dreieckiger Hügel erhalten bleibt. Der dritte Grund ist mikrobiologischer Art: Das Entstehen von Biozyklischer Humuserde bedingt nach unseren bisherigen Erkenntnissen eine gewisse “kritische Masse”. Beim Kultivieren von Flachbeeten kann die Höhe des PCS unter Umständen zu gering sein.
Der vierte Grund ist anbautechnischer Natur und liegt in der Vorzüglichkeit der Hügelbeetform bei Früh- und Spätfrösten sowie der besseren Wirksamkeit der Sonnenstrahlen, wenn diese im rechten Winkel auf die Erdoberfläche treffen. Hinzu kommt eine etwas größere bepflanzbare Fläche im Vergleich zur Flachbeetkultur. In begründeten Ausnahmefällen kann man einer Abflachung der parabelähnlichen Hügelform zustimmen, wenn für das Bepflanzen und Ernten aus betriebswirtschaftlichen Gründen Maschinen eingesetzt werden müssen. In einem solchen Fall muss die Form eines Trapezes eingehalten werden, um das Volumen richtig bestimmen zu können, und es muss eine ausreichende Höhe (ca. 40 cm) gewährleistet sein.
FRAGE:
Kann ein Bodenkurator Investor die fertige Humuserde verkaufen? Wenn ja, wie läuft das ab, mit abholen und vermarkten? Wer organisiert das? Wo, wie wird die Humuserde verkauft, angeboten?
ANTWORT:
Ja, ein Bodenkurator, der neben seinen Fondsanteilen (terra pars) auch über eine entsprechende Anzahl an terra libra Einheiten verfügt, kann seine “Anwartschaft auf Volleigentum von Biozyklischer Humuserde” in ein “Bezugsrecht” umwandeln kann, indem er seinen terra plena Gutschein (1 terra plena = 1 terra pars + 2 terra libra) beim Fonds einlöst und um Auslieferung an einen Ort seiner Wahl bittet. Wenn der Bodenkurator Humuserde bezieht, erhält er die für den Bezug notwendigen terra libra Einheiten wieder auf sein terra plena Konto gutgeschrieben. Dies kann für spätere Zeiten einmal sehr wichtig und attraktiv sein. Aber auch schon jetzt könnte man mit terra libra z.B. das Gemüse, das auf Humuserde-Verdelungshügeln wächst, bezahlen. Später werden sicher viele weitere Bereiche, in denen man terra libra als Zahlungsmittel einsetzen kann, hinzukommen. Der große Vorteil dabei liegt darin, dass jede terra libra Einheit durch je ein halbes Kilo tatsächlich entstandene Humuserde gedeckt ist. Dabei spielt es keine Rolle, wo dieses halbe Kilo Humuserde entstanden ist. In dem Moment, wo ein Bodenkurator von seim Bezugsrecht Gebrauch macht, kann er frei über die Verwendung “seiner” Humuserde verfügen. Er kann sie selbst gartenbaulich oder landwirtschaft nutzen, oder auch verkaufen. Er kann aber auch schon seine Bezugsrechte (terra plena) an Dritte veräußern oder seine Anwartschaften (terra pars). Wenn er die Humuserde beziehen möchte, meldet er das beim terra plena Fonds zusammen mit der Angabe des gewünschten Übernahmeorts an. Der Fonds informiert dann den nächstgelegenen Verdelungsbetrieb, der über attestierte Humuserde verfügt, dass diese an einen Bodenkurator herauszugeben ist. Der Veredelungsbetrieb kann dann das darauf wachsende Gemüse in aller Ruhe abernten, denn zwischen dem Antrag auf Auslieferung an den Bodenkurator und dessen Erfüllung dürfen vereinbarungsgemäß bis zu 12 Monate liegen. Für mögliche Verpackungs- und Transportkosten kommt der Bodenkurator auf. Er erhält dann eine Rechnung über den Materialwert vom demjenigen PCS-Bereitsteller, von dem das Ausgangsmaterial für die entstandene Humuserde stammte, sowie vom terra plena Fonds für die ihm bei der Einlösung übertragenen terra libra Einheiten, die symbolisch den durch den Veredelungsprozess über den Materialwert hinaus entstandenen Mehrwert für das Klima, die Qualität der darauf wachsenden Pflanzen und die Wiedererlangung der nachhaltigen natürlichen Fruchtbarkeit unserer Böden ausgedrücken.
FRAGE:
Wo kann ein Hochbeetgärtner in der Schweiz jetzt Biozyklische Humuserde kaufen? Wieviel kosten Fondsanteile? Wieviel kann, sollte eine Einzelperson investieren? Wie viel kosten 10 Meter Hügelbeet zur Veredelung?
ANTWORT:
Zur Zeit gibt es in der Schweiz noch keinen Veredelungsbetrieb und somit auch noch keine Biozyklische Humuserde. Der nächstgelegene Veredelungsstandort befindet sich kurz hinter Schaffhausen auf der deutschen Seite des Bodensees. Man kann aber Humuserde bestellen, in dem man eine Einlage in den terra plena Fonds tätigt und damit die Entstehung von Biozyklischer Humuserde ins Gang setzen hilft. Ein Kilogramm Humuserde kostet zur Zeit 0,34 EUR. Eine Einlage sollte in Anbetracht des Bearbeitungsaufwandes mindestens 100 EUR betragen, nach oben sind allerdings keine Grenzen gesetzt. Um in einer Region, in der bislang noch keine Humuserde-Veredelung stattfindet, den Vorgang zu initialisieren, sollten mindestens 1000 EUR eingesetzt werden, da dies in etwa den Humuserde-Äquivalenten entspricht, die bei der Veredelung eines ca. 10 m langen Hügelbeetes aus PCS (Ausgangsmaterial für die Entstehung von Biozyklischer Humuserde) entstehen.
FRAGE:
Kann ein Investor sein Geld wieder bekommen? Oder nur die Terra Libra. Oder bekommt er nur Geld, wenn er selber seinen fertigen Humus verkaufen würde?
ANTWORT:
Ja, ein/e Bodenkurator/in kann sein/ihr Geld wiederbekommen, aber nicht vom terra plena Fonds — der das Geld ja nicht hortet, sondern sofort für die Bereitstellung von PCS an die Veredelungsbetriebe investiert — , sondern über den “Markt”. Das bedeutet, dass ein Bodenkurator, wenn er einen Interessenten findet, entweder seine Fondsanteile (terra pars = Anwartschaft auf Humuserde) oder seine einlösbaren Gutscheine (terra plena = Bezugsrechte) oder aber die eingelöste Menge Humuserde selbst verkaufen kann. Da er bei attestiertem Abschluss der Veredelungsphase automatisch terra libra zugeteilt bekommt, kann er auch terra libra Coins verkaufen, sollte sich deren Verwendung für einen friedenstiftenden, naturwertbasierten und gesunde Werte schaffenden Zahlungsverkehr einmal etablieren. Für das Auffinden potentieller Käufer all dessen werden demnächst entsprechende elektronische Plattformen den Bodenkuratoren und ‑kuratorinnen eine große Hilfe sein. Wir werden über die verschiedenen mit dem terra plena in Verbindung stehenden Foren sowie unseren Newsletter bekanntgeben, sobald für die oben beschriebenen Einheiten (terra pars, terra plena, terra libra, Biozyklische Humuserde) Veräußerungsmöglichkeiten über elekronische Plattformen eingerichtet werden konnten. Bislang geht eine Veräußerung nur über den persönlichen Kontakt des Bodenkurators zu möglichen Interessenten.
Lieber Herr Dr. Eisenbach,
vielen Dank für den sehr informativen und spannenden Vortrag!
Bleiben die positiven Eigenschaften der biozyklisch-veganen Humuserde auch in den gegen Ende Ihrer Präsentation gezeigten Vertikalbeeten erhalten? Oder braucht es dann doch ein größeres Volumen?
Falls das Volumen im Vertikalbeet ausreicht — wie sieht es mit Balkonkästen aus? Das Substrat kann sich ja v.a. auf Südbalkonen im Sommer doch sehr stark aufheizen, und im Winter kann der Kasten durchfrieren.
Ein großes Dankeschön für Ihre wertvolle Arbeit und herzliche Grüße
Uschi Mäckle
Liebe Frau Mäckle,
die positiven Eigenschaften von Biozyklischer Humuserde bleiben auch in Vertikalbeeten wirksam. Wenn das sich darin befindliche Substrat Humuserde ist, bleibt es Humuserde, sofern das Volumen der Vertikalbeete eine rein symbiontisch gesteuerte Nährstoffaufnahme der Pflanzen ermöglicht. Selbst wenn das Bodenleben in der Humuserde durch Phasen der Trockenheit oder durch Frost vorrübergehend ruhen muss, so wird sich wie in der Natur das lebendige Miteinander von Pflanzenwurzel und Mikroorganismen, das sogenannte Rhizobiom, wieder einstellen, sobald die Voraussetzungen dazu wieder gegeben sind (Feuchtigkeit und Temperatur).
Danke für Ihre unterstützenden Worte und noch eine frohe, aufbauende und erkenntnisreiche Osterzeit!
Johannes Eisenbach
Hallo, da habe ich nun meine Frage, wie es aussieht mit dem Bokashi-Eimer… Sind diese Mikroorganismen unterstützend? Sie sollen ja eigentlich das Bodenleben fördern. Wenn mein Bokashi-Eimer “fertig” war habe ich ihn auf eine leere Ecke im Garten geleert, mit etwas Erde und einem Kübel abgedeckt und dann nach ein paar Monaten den Haufen in ein Beet eingearbeitet. Manchmal sind noch Pflanzenreste erkennbar, aber insgesamt habe ich den Eindruck, dass die Beete in meinem Garten (und auch die Erde in den Pflanzkübeln) dunkler und krümeliger geworden ist. Zumindest wurmtechnisch ist in meinen Beeten und Kübeln viel los, aber Mikroorganismen sind halt nicht gut mit bloßem Auge erkennbar.
Hallo, danke für diese Frage. Bokashi ist das Ergebnis einer anaerober Fermentation. Damit es Bestandteil des in natürlichen Böden anzutreffenden Bodenlebens werden kann, bedarf es noch einer gewissen Umwandlung. Die Tatsache, dass sich bei Ihnen viele Regenwürmer eingestellt haben, zeigt, dass sich in ihrem Bokashi-Eimer noch ein recht hoher Bestandteil an “unverdauter” organischer Substanz befunden hat. Regenwürmer mögen es besonders gern, wenn sie frische organische Materialien mit hohem Feuchtigkeitsgehalt verarbeiten dürfen (z.B. nasse Laubschicht = ideale Bedinungen für die Ansiedlung von Regenwürmern). Sie schreiben ja selbst, dass manchmal noch Pflanzenreste erkennbar sind. Das bedeutet, dass wir uns hier noch ganz am Anfang der mikrobiellen Abbauphase befinden.
Sehr geehrter Dr. Eisenbach,
ich habe völlig begeistert Ihrem Vortrag gelauscht.
Was für unfassbar wichtige Erkenntnisse Sie machen und gemacht haben! Es klingt alles so logisch und ich möchte den Fond sehr gerne unterstützen!
Meine Frage wäre jetzt auch gewesen, wie es sich mit Wurmkompost verhält, aber das haben Sie weiter oben schon beantwortet. Bei meiner letzten Wurmkisten-Ernte habe ich nach 6 Monaten ganze 12 Liter luftige Wurmerde ernten können.
Da ich seit kurzem das erste Mal einen eigenen Balkon habe, werde ich einfach mal experimentieren und einen Kübel Wurmerde bepflanzen. Wahrscheinlich muss ich immer wieder Erde drangeben, weil sich alles noch verändert, das nehme ich aus Ihren Ausführungen auch mit. Aber mir scheint es viel sinnvoller, an gehaltvoller Humuserde zu „arbeiten“, als jetzt säckeweise Erde aus dem Baumarkt zu holen.
Herzlichen Dank für Ihre so so wichtige Arbeit!
Ich schaue mir gleich den Fond an, Sie haben eine engagierte Unterstützerin mehr!
Viele Grüße aus Hessen 🙂
Sehr geehrte Frau Wild,
danke für Ihre Nachricht. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer “Humuserde-Arbeit”. Sie können sich gern auch einmal mit dem terra plena Fonds in Verbindung setzen, denn neben den beschriebenen Akteuren am terra plena Projekt (Bodenkuratoren, Inkubatoren, Veredler, Allianz) gibt es auch noch die nicht minder wichtige Gruppe der Humuserde-Botschafter. Als solcher können Sie dazu beitragen, das Projekt bekannter zu machen. Gleichzeitig bietet der Fonds aber auch einen Ausgleich für die von den Humuserde-Botschaftern und Botschafterinnen eingesetzte Zeit und Mühe, die Zusammenhänge rund um das Thema der Wiedererlangung der natürlichen Fruchtbarkeit unserer Böden anderen aufgeschlossenen Menschen gegenüber zu vermitteln.
Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Ostermontag und bitte um Nachsicht, dass es so lange gedauert hat, bis ich mich gemeldet habe. Ich hatte in der Woche vor der Karwoche ein Kompostseminar hier im Biocyclic Park in Kalamata (https://sites.google.com/biocyclic-network.net/workshopphytoponiccomposting/%CE%B1%CF%81%CF%87%CE%B9%CE%BA%CE%AE-%CF%83%CE%B5%CE%BB%CE%AF%CE%B4%CE%B1) und in der vergangenen Woche mussten wir den Vorgaben der Natur folgend fleißig Aussäen, Pflanzen und PCS verladen.
Herzliche Grüße ins Hessenland!
Hallo Johannes Eisenbach,
ich bin fasziniert über die Zusammenhänge und die Möglichkeiten! Es ist wieder ein Teil für “Wir können auch anders” und es ist so wichtig. Toll, dass es schon einen Fonds gibt und dieses Projekt auch untersucht ist, Fakten zeigt und überzeugt.
Ich würde gerne in meinem Garten und in den Terrassen-Hochbeeten starten, Humuserde entstehen zu lassen. Gibt es eine Anleitung? Ich bin mir nicht sicher, ob ich es ausreichend durchdrungen habe.
Danke für diesen tollen Vortrag! Futter für mein Hirn : )
Liebe Grüße, Anke
Hallo Anke,
ja, es gibt einen “Veredelungsleitfaden”, den man bei der BHS Biocyclic Humus Soil GmbH oder beim Biocyclic Park in Kalamata anfordern kann.
Ihre Frage gibt mir Anlass, darauf hinzuweisen, dass es überaus sinnvoll ist, sich auch als “Kleinveredler” beim terra plena Fonds registieren zu lassen. Frei nach dem so treffenden Motto von Birgit Schattling “Jeder Meter zählt” würde ich gern ergänzen: “Jedes Kilogramm Humuserde zählt”. Da kommt es auf jeden an, der mitmacht, wenn man bedenkt, dass wir mit der Entstehung von Biozyklischer Humuserde dazu beitragen, unsere Nahrungsmittelproduktion im Sinne einer biozyklisch-veganen Landwirtschaft unabhängig von der (Massen-)Schlachttierhaltung und der Verwendung tierischer Exkremente zu machen und gleichzeitig über das terra plena Projekt die Grundlage für ein neues, naturgesetzliches, friedensstiftendes und gesunde Werte schaffendes Wirtschaften legen. Jedes wo auch immer entstandene Kilogramm Biozyklische Humuserde hilft prinzipiell, in Zukunft eine Währung schaffen zu können, die auf einem bleibenden Naturwert basiert. Die zusammen mit der Bestätigung, dass sich irgendwo auf dieser Welt Biozyklische Humuserde gebildet hat, in Umlauf gebrachten terra libra Einheiten stehen ja für den durch den Veredelungsvorgang entstehenden Mehrwert für Klima, Umwelt, Gesundheit und Gesellschaft und stellen eine handhabbare Größe dar, die später vielleicht einmal ein beliebtes Zahlungsmittel wird, weil damit erstmals eine Deckung verbunden wäre, die nicht wie z.B. bei Gold auf Raubbau, Ausbeutung und Gier beruht, sondern auf etwas, das wir der über Jahrtausende geschundenen Natur wieder zurückgeben und mit dem wir im Einklang mit der Natur stehende, bleibende Werte schaffen können. Eine Beteiligung am terra plena Fonds stellt ja auch schon jetzt einen sicheren Wertaufbewahrungsort dar, wenn man bedenkt, dass selbst, wenn man nicht selbst Biozyklische Humuserde beziehen möchte, das darin angelegte Geld mit Sicherheit nicht zur Produktion von Waffen von Gentechnik missbraucht werden kann, sondern einzig der Regeneration der mit dem Menschen in Verbindung stehenden Natur zugeführt wird.
In diesem Sinn noch einen schönen Ostermontag und beste Grüße,
Johannes
Wow!
Ich habe schon von eine Ahnung von einem anderen Vortragner bekommen, doch mit Ihrer Erklärung habe ich es wirklich begriffen! In diesen Wert zu investieren ist einfach naheliegend. Bitte informieren Sie weiter.
Wie ich als Hobbygärtnerin in Karlsruhe dazu beitragen kann, möchte ich noch erschließen..
DANKE, ALLES GUTE!
Imke
Liebe Imke,
vielen Dank für Ihren Kommentar. Vielleicht birgt ja die obige Antwort auf die Frage von Anke schon ein paar Hinweise, wie man sich als Hobbygärtnerin in das terra plena Projekt einbringen und zu dessen Entwicklung beitragen kann.
Herzliche Grüße,
Johannes
GutenAbend Herr Eisenbach,
ich habe mir den sehr interessanten Vortrag gleich zweimal angehört, weil es doch recht viel Info am Stück war, auch wenn mir vieles nicht ganz fremd war.
Was sich mir aber nicht erschließt: woher bekommen die Gemüsepflanzen über all die vielen Jahre — da war mal von einem 20 jährigen Beet die Rede, oder? — ihre Nährstoffe, wenn ich doch mit dem Abernten Stoffe entnehme und nichts mehr zuführe. Das hört sich so nach einem Perpetuum Mobile an? Oder ist mir eine Info bei all dem Input durch die Lappen gegangen ?
Ach und unter der Seite Standorte Biocyklischer Humuserde — Veredlung Quedlinburg kommen nur sehr befremdliche, beklemmende Infos die man nicht gelesen haben möchte.
Grüße Angela
Liebe Angela, bitte gebe die Internet-Quelle an. Johannes Eisenbach kommentierte heute Morgen:
“Hallo Frau Kircher,
mir geht es ähnlich wie Beate Renner und kann keinen themenbezogenen “Eintrag” zu Quedlinburg finden. Ich hatte die Stadt Quedlinburg in meinem Vortrag erwähnt, da es dort eine Person gibt, die in ihrem Stadtgarten im Innenhof ihres Anwesens auf PCS Gemüse anbaut, um es zu Biozyklischer Humuserde zu veredeln. Ob darüber etwas im Internet steht, wage ich zu bezweifeln.”
Johannes hat gerade zu viel zu tun mit den Sommerpflanzungen sowie Abfüllung der Humuserde. Er wird die Fragen noch beantworten, nur nicht sofort.
Liebe Grüße
Birgit
Liebe Frau Kircher,
ich bin Ihnen immer noch eine Antwort zu Ihrer Frage bezüglich der Herkunft der Nährstoffe auf Humuserdebeeten, die 20 Jahre und älter sind. Hierbei müssen wir zunächst zwischen Nährstoffen unterscheiden, die die Pflanze direkt oder indirekt aus der Atmophäre erhält, wie Stickstoff und Kohlenstoff, und denjenigen, die aus dem Boden stammen, zu denen neben Kali und Magnesium insbesondere die sogenannten Mikronährstoffe zählen. In Biozyklischer Humuserde legen alle Nährstoff in nicht-wasserlöslicher Form vor. Damit die Pflanze sie aufnehmen kann, bedarf es des Zusammenspiels mit unzähligen spezialisierten Mikroorganismen. Finden diese in der Nähe der Pflanzenwurzel hinreichend gute Wachstumsbedinungen vor, versorgen sie die Pflanze mit allem, was die Pflanze “abruft”. Aufgrund der großen Menge an ehemals organischer Substanz steht in Humuserde eine vielfach höhere Menge an Mikronährstoffen zur Verfügung als dies in “normalem” Boden in der Regel der Fall ist. Der Vorrat an Mikronährstoffen dürfte selbst bei intensiver Bewirtschaftung der Hügel über Jahrzehnte reichen. Hinzu kommt, dass der Vorrat an Mikronährstoffen auch während der Veredelungsphase immer wieder durch Einarbeiten von Wurzeln, Ernterückständen oder Mulch angehoben wird, sodass eine Erschöpfung der Vorräte in noch weitere Ferne rückt. Die älteste Humuserde, die wir im Biocyclic Park in Kalamata bewirtschaften, ist bereits 23 Jahre alt. Seit 20 Jahren kultivieren wir darauf ununterbrochen Gemüse, ohne jedwede Zugabe von Dünger und bei gleichzeitig kontinuierlich steigenden Erträgen. Bis jetzt können wir keinerlei Anzeichen von Nährstoffdefiziten erkennnen. Im Gegenteil, dieser Hügel ist der ertragsstärkste auf dem gesamten Betrieb. Den Hauptnährstoff, den jede Pflanze zum Wachsen braucht, Stickstoff, erhalten die Pflanzen dabei aus der Luft, bereitgestellt durch eine besondere Bakterienart, die Azotobacter, die Luftstickstoff binden und den Pfanzen in veränderter Form zur Verfügung stellen können. Da dies viel Energie benötigt, lassen sich diese Bakterien im Gegenzug von den Pflanzen mit energiehaltigen Zuckerverbindungen “füttern”. Daher die auffallend hohen Erträge der auf Biozyklischer Humuserde wachsenden Pflanzen.
Guten Abend Herr Eisenbach
Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Das war wieder sehr aufschlussreich. Wir verwenden in unserem Gemüsegarten alle Jahre unseren eigenen Kompost. Trotz alledem haben die Starkzehrer wie Kohlarten ein Problem genügend Nährstoffe zu haben. Wenn das bei ihrem Hügelbeet so toll funktioniert, dann freue ich mich mit Ihnen und wünsche weiterhin gutes Gelingen und maximale Ernteerträge.
Mit freundlichen Grüßen, Frau Kircher
Sehr geehrter Dr. Eisenbach,
Wenn ich in diesen Fond investiere, Lieferung in die Schweiz möglich?
Und noch eine Frage. Muss die ganze Erde im Hochbeet ausgetauscht werden, oder gibt es eine ungefähre cm Tiefe, dass ihre Erde funktioniert.
Herzlichen Dank
Rebecca
Sehr geehrte Frai Hürlimann,
entschuldigen Sie bitte meine verspätete Rückmeldung. Da wir im Biocyclic Park im Rahmen der Humuserde-Veredelung auch Gemüse anbauen und darüber hinaus mit den biozyklisch-vegan zertifizierten Erzeugern in Griechenland und Zypern kooperieren, kam ich noch nicht dazu, alle Fragen rechtzeitig zu beantworten. Ich bedanke mich vielmals für Ihr Verständnis.
Prinzipiell ist eine Lieferung in die Schweiz aus einem anderen Land möglich. Bitte bedenken Sie jedoch, dass dann erhebliche Transportkosten anfallen. Daher wäre es sinnvoll, wenn es demnächst auch in der Schweiz Humuserde-Veredler gäbe, so dass Sie Biozkylische Humuserde ortsnah beziehen können. Im September habe ich dazu Gespräche mit einer Schweizer Initiativgruppe. Wenn Sie den Newsletter des terra plena Fonds abbonnieren, werden Sie zeitnah über die dort stattfindende Entwicklung informiert.
Wenn Sie bereits ein gut “funktionierendes” Hochbeet haben, ist es nicht erforderlich, die alte Erde komplett auszutauschen. Es sollte nach meiner Einschätzung aber schon eine Schicht von 30 cm mit Biozyklischer Humuserde aufgebracht werden.
Mit besten Grüßen,
Johannes
Sehr geehrter Hr.Dr.Eisenbach,
sehr beeindruckt und erhellt habe ich gerade ihren Vortrag beendet.
Meine Frage bezieht sich auf das Düngen mit dem Bokashi-System: Ist der gewonnene Saft dann ebenso contraproduktiv für die Pflanzen, da der Inhalt und die Dosierung u.U. nicht passend ist für die Pflanze und die Pflanze passiv bleibt? Sind die festen Anteile des Bokashis dann wertvoller als eine Art „Frühphase“von Humus zu verarbeiten?z.B. darüber eine Art Gründüngung im ersten Jahr drüberzupflanzen?
Vielen herzlichen Dank!
Jutta Grunow aus München
Sehr geehrte Frau Grunow,
bitte entschuldigen Sie meine verspätete Rückmeldung.
Wenn in dem Saft wasserlösliche Nährstoffe in Form von Nährsalzen enthalten sind, kann es zu einer Deaktivierung der natürlichen Nährstoffaneignungsmechanismen der Pflanze kommen. Dies bedeutet nicht, dass sie geschädigt wird, denn sie wird ja mit Nährstoffen versorgt. Versiegt jedoch die flüssige Nährstoffquelle, dürften sich Mangelerscheinungen relativ schnell zeigen, bis die Pflanze wieder auf Festkost “umschaltet”. Dies gilt für alle triebigen Säfte, so auch z.B. für Brennesseljauche.
Beste Grüße
Vielen Dank Hr.Dr.Eisenbach, das hilft mir, einen besseren Überblick zu bekommen.viele Grüße aus München
Sehr geehrter Dr. Eisenbach,
vielen dank für Ihren Vortrag.
Meine Frage zielt auf die “kritische Masse” für die Poduktion oder Veredelung? Und was ist damit gemeint die Menge an vegenen Frühkompost oder die Menge an Pflanzenfamilien?
Kann ich ein vorhandenes Beet (Gemisch aus Ton-Lehm-Erde auf grundlage von natürlich vorkommenden, vorhandenen saurem organischem Substrat untergemischt) durch Mischkultur und Vielfaltspflanzung, Gründüngung, Pflanzenresten, Mulch und anfänglich Brennnesseljauche zu einem Dauerhumus Beet auch in ca. 5 Jahren bringen?
Ich danke Ihnen für Ihre Rückmeldung ob das möglich ist, oder ob ich wie Oben beschrieben durch Grünkompost u.s.w Dauerhumus entwickeln sollte.
Danke und aller herzlichste Grüße
Maike
Hallo Maike,
mit “kritischer Masse” ist die Menge an Phytoponischem Kompostsubstrat, dem Ausgangsmaterial für die Entstehung von Humuserde, gemeint. Die Frage zu dem vorhandenen Beet kann ich definitiv nicht beantworten, da ich weder das von Ihnen erwähnte saure organische Substrat, noch Ihren Mischanbau kenne. Allein die Tatsache, dass Sie Brennesseljauche einsetzen, kann zu einer Verlangsamung des Vererdungsvorgangs führen. Auch entsteht Humuserde nicht durch Zugabe von Erde, sondern ist das Ergebnis eines allmählichen Substitutionsprozesses ehemals organischer Substanz durch Stoffwechselprodukte symbiontischer Herkunft. Ich hoffe Ihnen mit dieser Ausführung weitergeholfen zu haben.
Herzliche Grüße,
Johannes Eisenbach
Falls übersehen (gestern 13:02), 2. Versuch:
Hier ist ein großer Visionär am Werke! Die „Zeitenwende“, die wir gerade erleben geht davon leider gerade in andere Richtung…
Habe leider initial die vermutlich gegebene Erklärung zum zentralen Begriff „Phytoponisches Kompostsubstrat (PCS)“ nicht mitgeschnitten. – Was heißt phytoponisch?
Ohne es zu wissen habe ich über mehrere Jahre unter einem GANZ anderen Fokus so etwas ähnliches wie Dauerhumus-Produktion betrieben: Im sogenannten „Wassermanagement-Experiment“ [https://www.allmende-kontor.de/der-garten/projekte/wassermanagement/] ging es um die Frage, welcher Bodenzuschlagsstoff eventuell die Wasserhaltekapazität der Erde optimieren könne. Ungeplanterweise wurde (statt der dafür ausgesuchten Erde mit einem „normalen“ initialen Kompostanteil, die durch unglückliche Umstände nicht geliefert wurde) als Grundsubstrat in diesem Versuch reiner Grünschnittkompost verwendet, weil der alternativ am Ort zur Verfügung stand. Die Größe des Projektes (10m²-Beet mit (nur) rund 25 cm initialer Substrathöhe, also rund 2500 Liter Erdinhalt [das Beet ist aufgebaut wie ein überdimensionierter Blumenkasten und hat einen riesigen Wasserspeicher, wo „normale“ Hochbeete ihre Rotteschichte haben, daher so geringe Substratschicht]) kommt der notwendigen „kritischen Masse“ dadurch aber vielleicht näher als der Pflanztopf in der obigen Frage von Gudrun K‑B?)
Durch Boden-Untersuchungen in mehreren aufeinanderfolgenden Jahren habe ich ein robustes Zahlenmaterial, dass in diesem über alle Jahre des Versuchs stets ganzjährig bewachsenem Beet eine Nährstoff-Erhaltung oder gar Aufbau aber nicht stattgefunden hat und es widerspricht ja auch dem normalen Denken, dass das möglich sein kann: Es wäre ja die Erfindung des perpetuum mobile für die Bodenfruchtbarkeit.
Ohne Frage wird bei einem viel Wurzelmassen-Organik im Boden belassendem „Kohlenstoff-Aufbau-Programm“ und guter gleichmäßiger Bewässerung (sind das eigentlich TROPFschläuche auf den gezeigten Mieten?) ein gutes Produkt entstehen, dass seine Käufer finden wird, aber ob diese Idee das Potential hat, soche Mengen an Biozyklischer Humuserde zu produzieren, dass damit auch nur EIN Wasserschutzgebiet zur landwirtschaftlichen Nutzfläche werden könnte (man stelle sich einmal vor, was dafür für Bodenmengen transportiert / ausgetauscht werden müssten, um nur 1 km² zu so einem überdimensionierten Wasserfilter umzubauen), da hat mich der Vortrag bei aller Brillianz noch nicht mitgenommen…
Einfach nur genial – die Idee, der Vortrag und die Organisation der Vernetzung
Vielen, vielen Dank. Ein ganz ganz herzlicher Dank an dieser Stelle auch von mir an Birgit! So ein lebendiger Austausch unter allen Beteiligten, das ist sehr schön zu erleben. Bio Balkone verbinden offenbar über Häuserschluchten, Straßen, Städte, Berge und Länder hinweg auf ein ganz besondere Weise!
Funktioniert das auch auf dem Balkon ohne verwesende Blätter?
Das hängt ganz wesentlich vom Fassungsvermögen des Gefäßes ab. Grundsätzlich funktioniert es standortunabhängig, aber nach unseren Erfahrungen bedarf es einer gewissen kritischen Masse des Ausgangsmaterials. Außerdem ist ganz wichtig, dass Misch- bzw. Polykultur betrieben wird. Es muss sich ein naturähnliches, reichhaltiges Bodenleben etablieren können. Als Ergebnis der lebendigen Interaktion zwischen Wurzel und Mikroorganismen bilden sich dann die oberflächenaktiven Kohlenstoffstrukturen, die für die in Biozyklischer Humuserde beobachtbaren Eigenschaften verantwortlich sind.
Hallo Johannes,
das klingt alles sehr spannend und motivierend. Ist es möglich statt im Hügelbeet die Humuserde im Hochbeet herzustellen, wenn es groß genug ist? Z.B. 4m x 1,20m oder reicht auch 2m x 1m Größe? Im Winter ist es ja hierzulande (Berlin/Brandenburg) doch manchmal recht frostig. Wenn man dann ein Hochbeet im Winter bepflanzt, so ist die Pflanzen-Vielfalt etwas eingeschränkter. Dauert es dann einfach länger, wenn die Bedingungen nicht perfekt sind oder hat das dann keine Chance?
Also da möchte ich tiefer einsteigen, wäre es möglich auch in Deutschland einen Kurs anzubieten?
Und den terra plena Fonds werde ich auch unterstützen, klingt ganz wunderbar.
Danke und liebe Grüße Henny
Hallo Henny,
grundsätzlich müsste das gehen, auch das Volumen scheint mir dafür ausreichend zu sein. Ich gebe allerdings zu bedenken, dass auch während der Stabilisierungsphase für genügend Luftzufuhr gesorgt werden muss, was in einem eingefassten Hochbeet eventuell nur eingeschränkt möglich ist. Darüber hinaus muss auch die physiologische Schrumpfung des Ausgangsmaterials berücksichtigt werden. Erst wenn dann das Material (PCS) symbiontisch carbonisiert und somit zu Biozyklischer Humuserde geworden ist, beobachten wir, dass es zu keinem weiteren Volumenverlust mehr kommt. Daher empfehle ich für Hochbeete eigentlich immer, Biozyklische Humuserde zu nehmen, ansonsten müsste man im Laufe der Jahre etwas Material ergänzen, das dann aber wieder einen unterschiedlichen Reifegrad aufweist.
Ich hoffe, Deine Frage damit beantwortet zu haben. Alles Gute und Frohe Ostern!
Johannes
Hallo Johannes,
vielen Dank für den interessanten Beitrag und die tollen Forschungsleistungen. Wurde bereits geprüft, ob sich die mehrjährige Humus-Entwicklungszeit mittels Einsatz von “strukturiertem Wasser”, “bionischem Wasser” oder “revitalisiertem u. remineralisiertem Osmosewasser” deutlich verkürzen lässt?
Vielen Dank für die Antwort und liebe Grüße, Andreas
Hallo Andreas,
Danke für Deine Rückmeldung. Der Einsatz von renaturalisiertem Wasser wurde tatsächlich noch nicht geprüft. Wäre sicher interessant. Wenn Du Vorstellungen hast, wie man einen solchen Versuch anlegen könnte, wäre ich für entsprechende Hinweise sehr dankbar. Vielleicht ergibt sich daraus ja ein Forschungsprojekt.
Beste Grüße,
Johannes
Hallo Johannes,
vielen Dank für Deine Antwort und das Interesse an meiner Idee. Folgender Vorschlag wäre meiner Meinung nach sehr sinnvoll:
Sie suchen sich eine bestehende oder demnächst entstehende, geografisch günstig gelegene Anlage aus, an dem das natürliche Regenwasser relativ einfach das gesamte Jahr über gesammelt werden und vor allem nicht gefrieren kann. Man stattet diese mit einer Regenwassersammlung und ‑fassung aus, so dass immer genug Regenwasser zur Bewässerung vorhanden ist (größer Sicherheitszuschlag für etwaige Trockenperioden). Der/die Wasserbehälter sollte/n gut höher liegen als die Mietenlagen, damit das gesammelte Regenwasser selbstständig, (ohne Beförderungsdruck von Pumpen) durch die Leitungen die angelegten Kompost-/Humuserde-Mieten bewässert. Ich denke, dass dies die einfachste Möglichkeit ist, an natürliches Wasser zu kommen, ohne laufenden/ständigen Einsatz teurer mehrstufiger Filter, deren Entsorgung, Restrukturierungsaufbauten/-anlagen und der kostenintensiven Remineralisierung durch Urmeersalz, welches schließlich auch nur begrenzt vorhanden ist.
Was halten Sie davon?
Liebe Grüße,
Andreas
Vielen Dank für diesen Vortrag mit einem sensationellen Thema und dessen praktischer Umsetzung. Ich werde mich intensiever mit dem Thema beschäftigen und ganz sicher das Projekt unterstützen.
Viel Erfolg bei der weiteren Erforschung und Entwicklung.
Ihr Lieben!
Johannes Eisenbach schaut rauf, wie es seine Tätigkeit zulässt. Er schrieb mir heute Morgen:
“Es tut mir leid, dass ich noch nicht alle Frage beantwortet habe. Es ist phantastisch, auf welches Interesse die biozyklische Humuserde-Veredelung stößt. Tatsache ist, dass ich bei der Flut an wichtigen Fragen mit dem Antworten in den letzten Tagen nicht mehr hinterhergekommen bin. Wir und die anderen biozyklisch-veganen Bauern sind hier mitten in den Vorbereitungen für die Sommerpflanzungen, so dass ich mir die Beantwortung für die etwas ruhigeren Osterfeiertage vorgenommen hatte, zumal diese hier in Griechenland ganz “normale” Arbeitstage sind, da das othodoxe Ostern in diesem Jahr erst auf Anfang Mai fällt. Wir müssen heute noch ganz viel Humuserde abpacken.”
Liebe Grüße
Birgit
Sensationeller Vortrag und Idee! Das finde auch ich! Ganz neue Perspektiven für die Geldanlage und Zukunft. Da kann auch ich mich wohl fühlen. Vielen herzlichen Dank an Herrn Eisenbach und natürlich auch an Dich Birgit. Deine Kongresse sind immer wieder ein Highlight!
Liebe Grüße
Brigitte
es ist 2:50 mitten in der Nacht und ich bin hellwach! so cool 🙂
seit 2,5 Jahren gärtnere ich unter biologischen Gesichtspunkten mit Feuer und Flamme in einem Kleingarten. Er beschäftigt mich fast täglich für mehrere Stunden neben meiner Selbständigkeit als Therapeutin. Ich habe einen Kompost und Gemüsebeete angelegt aber auch große Bereiche für heimische Pflanzen geschaffen.
Ich wünschte der Tag wäre länger denn eigentlich möchte ich nur noch gärtnern. Die Energie sprudelt nur so — in mich hinein und aus mir heraus! Wie bei den Pflanzen 😉
Flächenkompostierung ist übrigens auch grossartig! Also alles an Obst- und Gemüseabfällen klein gehäckselt breitwürfig verteilen, einharken,gießen
Ich habe großes Interesse mir das Projekt in Griechenland anzusehen!
Vielen Dank und beste Grüße
Hallo Frau Strauß,
schön zu lesen, wie die Arbeit in Garten und Natur dazu führen kann, “den Stecker in die Steckdose zu stecken” und dadurch wieder an den schöpfungsdurchziehenden Energiefluss angebunden zu sein. Sie sind herzlich willkommen, sich das Projekt in Griechenland anzusehen. Vielleicht ist ja auch gerade die Teilnahme an einem unserer Workshops zu Phytoponischer Kompostierung und biozyklisch-veganer Humuserde-Veredelung im Biocyclic Park in Kalamata der ideale Rahmen dafür. Hier können Sie schon mal nachlesen, welche Themen in unseren Workshops so behandelt werden:
https://sites.google.com/biocyclic-network.net/workshopphytoponiccomposting/%CE%B1%CF%81%CF%87%CE%B9%CE%BA%CE%AE-%CF%83%CE%B5%CE%BB%CE%AF%CE%B4%CE%B1
Der nächste Kurs auf deutsch wird vermutlich Ende Juli/Anfang Juli stattfinden, und dann wieder im Oktober.
Würde mich freuen, Sie bald hier begrüßen zu dürfen.
Herzliche Grüße,
Johannes