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Bet­ti­na Peters

GEHÖLZE ALS WINDBRECHER AUF SONNIGER, WINDIGER DACHTERRASSE

Vie­le hun­dert Pflan­zen gedei­hen auf Bet­ti­na Peters‘ grü­ner 55 m²-Dach­ter­ras­sen-Oase in der Indus­trie­stadt Ludwigshafen/Rhein mit­ten in einem Gewer­be­misch­ge­biet. Begon­nen hat das alles 2019 im Herbst. Die Trans­for­ma­ti­on von einer nack­ten Beton­flä­che, die Son­ne und Wind schutz­los aus­ge­lie­fert war, hin zu einem grün-bun­ten Bio­top dau­er­te nur weni­ge Jah­re.
Die Gemein­schaft beher­bergt Gehöl­ze (Sträu­cher und Klein­bäu­me), Stau­den, Ein­jäh­ri­ge und eini­ge Grä­ser, Wild­pflan­zen (die immer mehr wer­den), Kräu­ter, Gemü­se und Obst. Und der Unter­schied ist gewal­tig. Von Stock­werk 2,5 bis unten vor die Haus­tür beträgt im Som­mer der Tem­pe­ra­tur­un­ter­schied bis zu 8 Grad. Dazu kommt noch die täg­li­che Freu­de beim Aus­blick aus den gro­ßen Pan­ora­ma­fens­tern im Wohn­zim­mer und Büro.
Im Tem­po, in dem die Ödness der Oase wich, folg­ten die Tie­re. Die ers­ten Besu­cher und Bewoh­ner waren ver­schie­de­ne Mau­er­bie­nen, denen vie­le wei­te­re Wild­bie­nen­ar­ten folg­ten, unter ande­rem die Blaue Holz­bie­ne, Feld­wes­pen und die Schwarz­blaue Gril­len­jä­ge­rin, die alle­samt hier brü­ten. Mitt­ler­wei­le gibt es neben spo­ra­di­schen Besu­chern auch vie­le „Zuge­zo­ge­ne“, die sich hier häus­lich in einer der vie­len Struk­tu­ren nie­der­ge­las­sen haben – unter ande­rem Mau­e­r­eindech­sen.
Der Selbst­ver­sor­gungs­aspekt (bei so man­chem fast ganz­jäh­rig) ist ein wei­te­rer unbe­zahl­ba­rer Plus­punkt unse­rer grü­nen Oase.

Gehölz­lis­te:

Gehöl­ze (wur­den Herbst 2020 und Früh­jahr 2021 gepflanzt)

- Win­ter­jas­min (war schon hier, wur­de nur wegen extre­mer Ver­wil­de­rung kom­plett zurück­ge­schnit­ten.

- Zwerg-Hecken­kir­sche (Loni­ce­ra xylos­te­um Clavey’s Dwarf)
gedeiht trotz Hit­ze, Käl­te und star­ken Win­den seit der ers­ten Stun­de pro­blem­los, sehr anspruchs­los. Die Bee­ren wer­den prak­tisch sofort von den Vögeln gefres­sen. Seit 2019 hier.

- Zwerg-Schnee­ball (Vib­ur­num opu­lus Com­pac­tum)
braucht etwas mehr Was­ser, gedeiht aber eben­falls seit der ers­ten Stun­de ohne Pro­ble­me. Seit 2019 hier.

- Gar­ten­jas­min Bel­le Etoi­le (Phil­adelp­hus Bel­le Etoi­le)
hat eini­ge Jah­re gebraucht, ist aber jetzt eben­falls pro­blem­los und kommt mit Hit­ze und Wind sehr gut klar. Seit 2019 hier.

- Perl­mutt­strauch (Kolk­wit­zia ama­bi­lis
bleibt klein, blüht aber jedes Jahr und kommt eben­falls mit Hit­ze und Wind sehr gut klar. Auch er ein Gast der ers­ten Stun­de, also seit 2019.

- Zwerg­li­gus­ter (Ligustrum vul­ga­re Loden­se)
ist super­schön, braucht eini­ge Jah­re bis zur Blü­te, ist aber extrem dicht und kommt mit Hit­ze und Wind sehr gut klar. Seit 2019 hier.

- Man­del­bäum­chen (Pru­nus tri­lo­ba)
ist eben­falls pro­blem­los, ist schon 3 Mal umge­pflanzt wor­den, was es ohne Mur­ren über­stan­den hat. Seit 2019 hier.

- Spier­strauch Gold­mount (Spi­raea japo­nica Gold­mound)
über­lebt seit 2019, hat aber leich­te Pro­ble­me bei star­ker Hit­ze und braucht dann mehr Was­ser. Im Ver­bund mit enger Bepflan­zung über­lebt er.

- Roter Spier­strauch Darts Red (Spi­rea japo­nica Darts Red)
eben­falls seit 2019 hier, bis­lang kei­ne Pro­ble­me, kommt mit Son­ne und Wind gut klar. Bei extre­mer lang­an­hal­ten­der Hit­ze wie die­ses Jahr lei­det er ein wenig – über­lebt aber.

- 2 Zwerg­mis­pel Coral Beau­ty (Coto­ne­as­ter dam­me­ri C.B.) – waren ursprüng­lich 3, einer ist gestor­ben, die 2 Über­le­ben­den kom­men mit Hit­ze und Wind sehr gut klar. Ich habe sie an die Ecken zwei­er Beton­trö­ge gepflanzt, wo sie run­ter­hän­gend bei der Blü­te unzäh­li­ge Hum­meln und Bie­nen beglü­cken und im Herbst/Winter die Vögel, die Bee­ren fres­sen.

Neu die­ses Jahr ein­ge­zo­gen:

- Gewöhn­li­cher Ligus­ter
- Gewöhn­li­cher Schnee­ball
- Wald­ha­sel
Alle 3 (in Nor­mal­grö­ße) sind als klei­ne Sträu­cher im Früh­jahr ein­ge­pflanzt wor­den und haben die extre­me Hit­ze über­lebt – wenn auch nicht ohne Pro­ble­me. Aber man sieht bereits, dass sie sich jetzt erho­len.

- Gewöhn­li­che (hei­mi­sche) Trau­ben­kir­sche
sitzt im gro­ßen Kübel und steht ein wenig geschütz­ter im lich­ten Schat­ten der Maul­beer-Grup­pe. Braucht wohl viel Was­ser, aber ich lie­be sie ein­fach und freue mich auf die Blü­te 😊

Dann ist ver­steckt in einem Trog ein Bäum­chen auf­ge­gan­gen, von dem ich nicht weiß, was es ist, aber es wächst recht schnell und ich las­se mich über­ra­schen.

(Die­se hier haben bei mir nur kurz über­lebt

- Zwerg-Duft­schnee­ball (Vib­ur­num far­re­ri Nanum)

- Zwerg-Pfei­fenstrauch (Phil­adelp­hus micro­phyl­lus)

- Dier­vil­lie Dilon (Dier­vil­la loni­ce­ra Dilon)

- Edel­gins­ter Bos­koop Ruby (Cyti­sus sco­pa­ri­us Bos­koop Ruby

- Herbst­flie­der (Syringa micro­phyl­la Super­ba)

- Rosa Zwergspie­re Litt­le Prin­cess (Spi­raea japo­nica L.P.)

- Som­mer­flie­der Red Chip (Budd­le­ja Red Chip)

- Zwerg-Holun­der (Sam­bu­cus nigra Pyg­maea)

- Zwerg-Deut­zie Yuki Cher­ry Blos­som

- Har­le­kin­wei­de

- Spin­del­strauch

- Ähri­ge Fel­sen­bir­ne

- Immer­blü­hen­de Man­del­wei­de

- Pur­pur­wei­de)

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