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Die besten Pflanzgefässe für den Balkon für eine reiche Ernte

Zum Thema beste Pflanzgefässe für den Balkon als Voraussetzung für eine reiche Ernte kann man ganz viel schreiben. Ich stelle Euch vor, was mich überzeugt. Ich bin Anhänger von großen Pflanzgefäßen sowie von Balkonkästen mit  Wasserreservoire und Wasserstandsanzeiger. Gleich erkläre ich Euch, warum ich diese für sehr geeignet halte. Gerade Neueinsteiger ins Balkongärtnern sollten sich genau überlegen, mit welchen Pflanzgefäßen für den Balkon sie anfangen. Ansonsten gilt auch hier, das Vorhandene einzuarbeiten und zu überlegen, was kann ich aus meinem Bestand an Gefässen nutzen.

Es gilt der Grundsatz, je größer das Pflanzgefäß, desto besser. Es hat mehr Erdvolumen Platz. Das größere Erdvolumen speichert besser Wasser und Nährstoffe. Durch die bessere Speichermöglichkeit können die Nährstoffe und das Wasser nach Bedarf von der Pflanze aufgenommen werden und sorgen so für eine gleichmäßige Versorgung der Pflanzen. Bei hochsommerlichen Temperaturen müssen kleine Töpfe jeden Tag gegossen werden, bei größeren Pflanzgefäßen ist Gießen nicht täglich erforderlich. Ein Riesenvorteil. Wird noch gemulcht – Abdecken der Erdoberfläche mit organischen Materialien wie Rasenschnitt, kleingeschnittenen Brennnesseln – was beim ökologischen Gärtnern empfohlen wird, wirkt sich dies sehr günstig aus, weil weniger Wasser verdunstet, den Pflanzen steht das Wasser länger zur Verfügung, es muß weniger gegossen werden. In großen Pflanzgefäßen können sich die Pflanzen besser entwickeln. Beispielsweise benötigen Tomaten mindestens 10 l Erdvolumen, Zucchini 40 l Volumen, um sich prächtig entwickeln zu können.

Pflanzgefäße mit Wasserreservoire

Äusserst empfehlenswert sind Pflanzgefäße mit Wasserreservoire. Meine 70 l Pflanzgefässe der Ausmasse 70x35x30 enthalten sogar noch ein 3 l Wasserreservoire. Im Hochsommer ist das äußerst günstig, ich brauche nicht täglich wässern, ein großes Zeitersparnis. Und hat den Vorteil, kurze Reisen vornehmen zu können, ohne einen Nachbarn einspannen zu brauchen. Meine Pflanzgefäße haben sogar noch Rollen drunter, manchmal ist ein Verschieben notwendig – zur Reinigung – ein großer Vorteil.

Balkonkasten

Ich bin Anhänger vom klassischen Balkonkasten, aber mit Wasserreservoire. Balkonkästen kann man an die Balkonbrüstung anbauen mit Halterungen aus dem Baumarkt bzw. Gartencenter. Balkonkästen können von innen und von außen an die Balkonbrüstung angeschraubt werden, so ist mehr Fläche zum Anbau. Auch hier gilt, lieber größere als zu kleine Balkonkästen. Aber immer angepasst an Euren Balkon, an Eure Verhältnisse. 60 cm Balkonkästen sind flexibel in der Gestaltung, 90 cm Balkonkästen haben mehr Volumen, sind aber immer noch praktisch von der Handhabung. Balkonkästen können auch gut auf die Fensterbretter/Fensterbänke gestellt werden. Es gibt Vorrichtungen, damit diese nicht herunterrutschen, denn die Sicherheit solltet Ihr immer im Blick haben.

Pflanzgefässe Balkon

Die Decken nutzen – Hängetöpfe

Überlegt Euch, die Decke zu nutzen. Wenn es gestattet ist, die Decke anzubohren, nutze sie, um Hängetöpfe an Haken aufzuhängen. Für Kräuter, die nicht viel Wasser benötigen, ideal. Viel Fläche, die man in der Regel überhaupt nicht nutzt. Gut geeignet für Hängetöpfe sind auch kleinwüchsige Coctailtomaten. Gerade Tomaten freuen sich, wenn sie nicht mit dem Regen in Berührung kommen, da Nässe die Krankheit Braunfäule fördert. Auch hier auf ein Wasserreservoire achten.

Überlege, das Gemüse klettern zu lassen. Mit Rankhilfen, mit Schnüren. Befestige einen Haken in deiner Decke und spanne eine Schnur bis zum Boden, wo in Zukunft Deine Kletterbohnen wachsen können oder die schön rankende Kapuzinerkresse, von der Ihr Blätter und Blüten essen könnt.

Pflanzgefässe Balkon

Die Wände nutzen – Regale

Keinesfalls die Wände vergessen, es gilt auch diese effektiv zu nutzen. Gern nutze ich meine Anzuchtregale, um Balkonkästen oder andere Pflanzgefäße reinzustellen. Diese Anzuchtregale haben rundherum Folie. So kann man diese Regale hervorragend für Anzuchten nutzen und empfindliche Pflanzen in der Übergangszeit schützen. Ist es wärmer, wird die Folie abgemacht. Meine haben sogar noch Rollen drunter, so bin ich flexibler in der Gestaltung und kann dort auch gut reinigen.

Pflanzgefässe Balkon

Hochbeet

In den letzten Jahren hat das Hochbeet immer mehr Anhänger gefunden und erfreut sich größter Beliebtheit. Hier geht es zu einem Ratgeber-Portal rund um das Thema Hochbeete.

Vertikalbeet

Beste Platzausnutzung und Erfahrungen liegen bei mir vor. Hier könnt Ihr lesen Balkonfreude und Ertrag durch vertikales Gärtnern – frisch aus dem Vertikalbeet

Material

Plastik ist nur unter dem Aspekt des Gewichts empfehlenswert. Da wir Balkongärtner auch die zugelassene Traglast des Balkons im Blick haben sollten, ist Plastik eine gute Wahl. Klärt immer die Zusammensetzung des verwendeten Kunststoffes. Ihr wollt Euer Gemüse und Kräuter darin wachsen lassen. Sind im Kunststoff Phthalate (Weichmacher) enthalten, besteht die Gefahr, dass diese krebserregenden Stoffe in Eure Nahrung übergehen. Häufig werden die günstigen, schwarzen Mörtelkübel oder -eimer aus dem Baumarkt verwendet. Diese enthalten jedoch sogenannte Phthalate, vom Anbau von Gemüse darin rate ich ab. Ich verwende diese noch, beim Kauf dieser Kübel hatte ich noch nicht den jetzigen Wissenstand, habe dort fast nur noch Bienenweidepflanzen und Sträucher drin.

Form

Gerade für einen kleinen Balkon sollte man eckige Pflanzgefässe verwenden, um jede noch so kleine Stelle zu nutzen. Runde Pflanzgefässe wirken weniger beengend, der Balkon erscheint optisch größer.

Seht alles als Anregung Euren Balkon zu nutzen, zu gestalten, um möglichst viel zu ernten.

Welche Pflanzgefässe für Deinen Balkon benutzt Du? Kannst Du uns Tricks verraten, um den Platz auf dem Balkon besser auszunutzen?

Ich bin die Veranstalterin der Online Bio-Balkon Kongresse – die kostenlos & online im Internet stattfinden. Herzlich Willkommen – Anmeldung unter www.bio-balkon.de/biotop. Nachträglich kannst Du Dir hier alle 27 Experten-Interviews und 8 Live-Frage-Antwort-Runden zum Balkongärtnern anschauen.

Brauchst Du noch Tipps für Deinen Balkon? Schau doch mal in meinen Ratgeber beim Gräfe und Unzer Verlag Mein Biotop auf dem Balkon. Naturerlebnis und Ernteglück mitten in der Stadt.

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8 Antworten

    1. Liebe Almut, wer sein Regenwasser nutzen kann, indem er es auffängt und sammelt, ist immer im Vorteil. In Mietwohnungen ist das nicht so möglich, von Gartennutzern schon. Ich achte darauf, meinen Pflanzen möglichst ausschließlich abgestandenes Wasser zu geben. Also nicht Wasser aus der Leitung, was oftmals sehr kalt ist, sondern ich habe 3 Gießkannen, die immer aufgefüllt mit Wasser dastehen, bereit zum Gießen. Für die Pflanzen ist es besser mit abgestandenem Wasser zu gießen. Das empfehle ich allen, das Wasser etwas abstehen zu lassen.

  1. Liebe Birgit,erstmal herzlichen Glückwunsch zu deinem sehr schönen Blog!Vielen Dank für die tollen Informationen und die schönen Bebilderungen! Du fragtest nach unseren Pflanzbehältern?Ich habe mir vor 5 Jahren einen Holzlatten-Komposter gekauft und diesen geteilt und in zwei unterschiedlichen Höhen nebeneinander gestellt.Alte Teichfolie rein,durchlöchert und mit Heilkräutern und Blumen bepflanzt.Konnte ein richtig kleines Biotop entstehen.Für meine Tomaten auf dem Balkon habe ich mir vom Sperrmüll eine alte Oma-Korbtruhe ergattert,mit alter IKEA-Tasche ausgekleidet und ebenfalls bepflanzt.Ich finde deinen Ratschlag mit großen Gefäßen sehr wichtig,denn wirklich es kommt auf das Kleinklima an!Herzlichen Dank für all deine Inspirationen und dein Engagement!Werde jetzt öfters auf deinem Blog stöbern!Liebe Grüße Bernadett Carapezza.
    (PS :Bilder vom Komposter und Tomatenzuhause sind auf meinem Heilpflanzenblog)

    1. Liebe Bernadett, danke für den schönen Kommentar. Ich teile mal gleich noch Deinen Blogbeitrag über das Tomatenzuhause und die Kräuterjauche. Bei mir ist auch ein Beitrag zu Jauchen, Brühen und Tees geplant, weil dies so wertvolle natürliche Düngemöglichkeiten sind, mit denen ich auch viel arbeite. http://www.bernadett-heilpflanzen.de/2016/06/29/tomaten-suchen-ein-zuhause-und-pflanzendunger-leicht-gemacht/. Wer noch mehr Inspiration möchte, Visionen umszusetzen, in die Tatkraft zu kommen: http://www.bernadett-heilpflanzen.de/2016/05/28/zu-besuch-bei-essbare-stadt-waldkirch-2/.

  2. Etwas Lustiges von meinen Plastikbalkonkästen und eine Frage:
    Ich bin noch nicht lange in der Wohnung, die einen schönen großzügigen uneinsehbaren Balkon mit noch leeren, langen Plastik-Kästen in diesen Vorrichtungen hat. ich habe noch nichts rein gepflanzt, da ich erst mal ankommen musste.Der erste starke Wind hat meine Balkonkästen über die Brüstung nach unten geschmettert. Das war’s erst mal.
    Neustart war mit Bio-Kräutern für die vielen Fensterbänke.
    dazu meine Frage: Warum muss man die Pflanzen umtopfen? Warum auch die Bio-Pflanzen? Ich dachte, das wäre gesunde Erde ohne Pflanzenschutzmittel.Dann ist es unnötig, Bio zu wählen?
    Claudia.

    1. Liebe Claudia, das Problem mit den windgefährdeten Balkonkästen und Töpfen kenne ich. Ich wohnte auch schon mal in so einer Wohnung mit Balkon, auf dem bei Sturm die Pflanzgefäße sich verselbständigten. Wirklich lustig ist das nicht wegen der Gefährdung von Leuten, die unten laufen, wobei die Töpfe in der Regel nach innen auf den Balkon fallen. Mir hat geholfen, dass ich die Balkonkästen und Töpfe am Balkongeländer festgeschnallt habe. Habe meine Gürtel, Seile, Schnüre zusammengesammelt und alles sturmsicher festgeschnürt, dann brauchte ich nach dem nächsten Sturm nicht mehr die Balkonkästen und den Inhalt zusammen sammeln. Vielleicht hilft bei Dir aber auch bereits, dass in Deine Balkonkästen Erde reinkommt, vielleicht reicht schon das Eigengewicht durch die Erde und die neuen Pflanzen.

      Gekaufte Küchenkräuter sollten grundsätzlich umgetopft werden, oftmals stehen sie in den Töpfen zu eng, ES FEHLEN IHNEN NÄHRSTOFFE. Einen kleinen Kräutertopf kann man gut auf 4 Töpfe teilen oder noch besser in einen Balkonkasten. Hochwertige Erde verwenden. Auf den richtigen Standort achten. Rosmarin, Thymian, Salbei und Oregano brauchen mindestens eine westliche, besser eine südliche Ausrichtung. Petersilie, Liebstöckel, Schnittlauch und Basilikum gehören an die Ost- oder sogar Nordseite, da sie keine direkte Sonne mögen. Sie bevorzugen Halbschatten und gedeihen oft sogar noch im Schatten.

  3. Hallo Birgit!

    Habe mir letztes Jahr im Sommer auch solche klassischen Balkonkästen mit Wasserreservoire zugelegt und muss sagen: die sind wirklich echt super. Habe außen um das Haus herum diverse Kellerfenster mit diesen Balkonkästen bestückt, die Blumen gedeihen prächtig. Es sieht nicht nur wunderschön aus, sondern es erleichtert die Arbeit, da man nicht täglich gießen muss…

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